Ergreife den Regenbogen

Noah fand Gnade vor dem Herrn.
1. Mose 6, 8

Im Wirtschaftsleben kennen wir Lohn durch Leistung. Wer keine Leistung erbringt, fällt in Ungnade. Er ist für das Unternehmen nicht tragbar, weil er dessen Existenz gefährdet. Auf grobes Versagen folgen juristische Konsequenzen. In der Liebesbeziehung ticken zumindest am Anfang die Uhren anders. Wer liebt, ist gnädiger mit den Fehlern des andern.

Wo Noah Gnade findet, ist er nicht wie der Rest der Welt, in Ungnade gefallen. Die Menschen haben ihren Untergang geschaffen, weil sie ihre Existenz auf die vergängliche Welt gebaut haben. Sie drehten sich um sich und das Alltägliche was sie umgab. Wo der Kontakt mit der unsterblichen Welt ausbleibt, ist der Ruin vorprogrammiert. Noah hatte diesen heißen Draht. Er war Echo auf das Reden Gottes. Gott konnte ihn gewinnen, eine überdimensionale, verrückte Arche zu bauen. Eine immense Leistung, mit der er in der ganzen Welt Aufsehen erregt hat. Doch dieses Ergebnis war nicht der Grund für die Gnade, die er gefunden hat. Er hatte sich nicht die Gnade verdient. Gnade kann man sich nicht verdienen. Sie ist der Zuschuss eines, der sein ganzen Wohlwollen auf mich geworfen hat. Er hatte den rettenden Gott gefunden. Mit dem Bau der Arche, ist er Christus begegnet. Dadurch wurde sein darüber hinaus über das Unglück geschaffen.

In Christus liegt das ganze Geheimnis des Glaubens, auf das wir mit Weihnachten zugehen. Mit ihm haben wir die Gnade, in unseren Turbulenzen nicht unterzugehen. Mit ihm kommt Unvergängliches in unser Vergängliches. Damit ersticken wir nicht in Katastrophen, verirren wir uns nicht in der Zeit, die davonläuft, sondern haben Hoffnung auf einen Morgen, der sich aus dem Ewigen nährt. Wer darin verwurzelt ist, hat die Gnade, das über Niedergängen der Regenbogen steht.

In welchem Maße schöpfen wir diese Gnade aus?

Gott segne dich.

Gib der Glocke den Rest
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