Du bist was die siehst

Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht.
Ps. 62, 9

Eigentlich sollten wir längst wieder ein Schauspiel auf die Bühne bringen. Da haben wir im Kloster so ein herrliches Theater, mit allen technischen Raffinessen, wenn da nicht der Druck des Geld Verdienens wäre. Wir könnten hochaktuelle Multi-Media-Schauen produzieren, wenn wir nicht im Hamsterrad laufen würden. Ich wäre so viel glücklicher, wenn ich mal Zeit hätte, mich von vielen belastenden Dingen, zu befreien. Drei Aussagen, die ein und dieselbe Blickrichtung aufzeigen. Sie sehen Mangel, Engpässe, Druck von außen. Zuversicht ist hier nackte Hoffnungslosigkeit. Mit ganzer Kraft schaue ich auf das, was mich fertig macht und wundere mich, weshalb ich mutlos bin.

Der Psalmbeter wechselt radikal die Perspektive. Egal wie dreckig es ihm geht – Gott ist meine Zuversicht. Ich entwickle eine Sicht, weg von mir und all den erdrückenden Fakten, hin zu Gott. Zuversicht zieht den Blick in eine gegensätzliche Richtung. Zuversicht lehrt dem augenblicklichen Zustand das Fürchten. Zuversicht hofft auf ihn. Damit greift sie in die zukünftige Realität Gottes. Sie ergreift den Augenblick, bei dem Gott schon meilenweit voraus ist, und alles herrlich hinausgeführt hat. Zuversicht glaubt nicht dem was ist, sie glaubt dem, was Gott möglich machen will. Zuversicht sitzt wie Josef im Wasserloch und sieht sich bereits als Landwirtschaftsminister am Königshof des Pharaos.

Liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus. Bleibt nicht bei dem Horror stehen, der gerade alles lähmt. Lasst das los, was euch von allen Seiten zwickt. Was wäre das für ein Glaube, der den augenblicklichen Sumpf für das Ganze sieht. Die Zuversicht geht der Verzweiflung an den Kragen. Du wirst das sein, was dir vor Augen steht.

Was müsste ich anschauen, um von Hoffnung getrieben zu werden?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

www.Blumenmönche.shop – wachse und blühe
„Das gute Wort“ – zündet und verwandelt.

Vollwertfrühstück per WhatsApp +49 174 3387611

https://www.instagram.com/bruder_theophilos/

glaubensimpulse, #dagehtnochmehr, #dubistberufen, #seigesegnet, #seminare

3 Kommentare

  1. Die Torah genauso wie die Kabbalah sagt: „Es gibt nur einen“ also es gibt nur Gott, der sich in allem ausdrückt. Im Gegensatz zum Christentum, das sagt, dass es zwei gibt – nämlich das Gute und das Böse.
    So sagt das Alte Testament, das ja doch die Grundlage des Neuen Testaments ist, dass auch das „vermeintlich Böse“ Gottes Wille ist, um entweder notwendige Veränderungen herbei zu führen, oder zu sehen, welche der Gläubigen in grosser Not ihr Vertrauen auf IHN setzen.
    So jedenfalls kann ich diese Lehre verstehen.
    Und deshalb ist mein grösster Struggle mit Gott die Frage, warum er uns Menschen denn nicht von Geburt an seinen Heiligen Geist mitgibt?
    Damit würde diese Welt genau zu dem Paradies, dass ER doch für uns vorgesehen hatte.
    Doch leider konnten die bisher von mir befragten Christen und Juden keine Antwort darauf finden.
    Was also würdest Du dazu sagen, mein lieber Bruder?
    Gottes Segen und einen erholsamen Sonntag Dir
    D.B. <3

    1. die Trennung zwischen „gut“ und „böse“ würde ich genausowenig vollziehen. Der Mensch macht diese Trennung, Gott nicht. Gott sprach: es war alles sehr gut. Damit auch das, was wir als hart, unangenehm und böse definieren. Wenn seine Intention das Heil des Menschen ist, dann in allem, was geschieht, das demnach gut ist.

      Gott gibt dem Menschen die Freiheit zu wählen, das liegt in der Liebe begründet. Er vergewaltigt nicht zum Paradies oder zum Glück, sondern lädt ein und will Lust darauf machen. Auch wenn er mit dem Geist das Beste bietet, was je ein Mensch empangen kann, wird Gott ihm diesen niemals überstülpen.
      Das ist die Liebe, die den Sohn ins Elend ziehen lässt, ohne ihn zu halten, jedoch bei seiner Rückkehr den Mantel der Barmherzigkeit überzieht. <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert