Warum Gehorsam wichtig ist

Gehorsam ist besser als Opfer.

  1. Sam. 15,22

Kleine Kinder müssen gehorchen, auf die Erwachsenen „hören”: nur so können sie sich seelisch und körperlich gesund entwickeln. Sie sollen mit dem Gehorchen gute Erfahrungen machen; denn ohne Gehorsam wären sie ständig gefährdet. Der lebensnotwendige Gehorsam muss eingeübt werden. Ziel der Erziehung ist es, durch das Gehorchen lernen, die Sinnerfüllung des Lebens zu entdecken. Wo eine Autorität das Wachsen und Gedeihen fördert, ist sie wie ein guter Trainer, der das Beste herauskristallisiert. Wo jedoch eine Führungskraft klein macht und begrenzt, ist Ungehorsam angesagt.

In unserem Wort klopft Gott dem König Saul auf die Finger. Es war eine Zeit, die von vernichtenden Niederlagen gezeichnet war. Im Laufe der Jahre, hatte der König mehr und mehr seinen eigenen Kopf durchgesetzt und Gottes Führungen ignoriert. – Wenn wir erwachsen geworden sind, lassen wir uns ungerne in unsere Planungen hineinreden. „Lieber Gott, ich bin selber groß, ich weiß schon was ich mache.“ – Doch in dem Moment in dem wir sagen, „die verbotenen Früchte schmecken süßer“, wickeln wir nicht Gott, sondern uns selbst um den Finger. Aus der Schule Gottes auszusteigen, stellt die Herz-Lungen-Maschine auf Rot. Wo ich nicht auf Gott höre, schneide ich mir den Lebensnerv ab. Wo wir uns optimal entwickeln wollen, ist Gott gehorchen, die höchste Therapieform.

Wenn du dich bis zum Umfallen einsetzt, dich sozial-diakonisch engagierst, mehr als den Zehnten als Ofer gibst und das Hören auf das Wort und den Geist ausklammerst, huldigst du nur dir selbst. Du beruhigst lediglich dein Gewissen und verwendest den vielen guten Einsatz als Vorwand, für die Führung, die du gerade ausschlägst. Der Gehorsam lenkt dein Opfer.

Wo verhindere ich durch unermüdlichen Einsatz meine echte Entwicklung und Genesung?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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3 Kommentare

  1. Lieber Theophilos
    Dazu fällt mir sofort das Wort „Vertrauen“ ein, das eigentlich mit dem Wort „Glauben“ identisch sein soll – hmm…habe ich irgendwo gelesen.
    Denn vor ein paar Tagen hatten wir einen Grundwassereinbruch im Keller unseres Hauses, nachdem es schon mehrere Tage vorher durchgeregnet hatte. Er war im Griff zu halten, indem wir ein paar Handtücher auflegten, die regelmässig ausgewunden werden mussten.
    Und doch war ich auf einmal wie von Sinnen vor Angst, und meinte, dass augenblicklich alles aus dem Keller geräumt werden müsste.
    Nach zig Anrufen bei Entrümpelungsfirmen fand ich dann eine, die mir sofort zwei Leute schickte, Und eine Stunde später als diese alles herauf getragen hatten, hörte es auf herein zu rinnen.
    Was darf ich also daraus schliessen?
    Dass die aufgekommene Panik meinen Verstand ausgeschaltet hat?
    Oder dass mein Vertrauen in Gott nicht mal so gross wie ein Senfkorn ist, um mich zu trauen, etwas Beängstigendes einfach mal geschehen zu lassen?
    Hmm….ich weiss es wirklich nicht!
    Drück Dich ganz lieb und wünsche Dir einen gesegneten Sonntag mein lieber Bruder. <3

    1. Dankeschön!
      Du hast recht, Vertrauen und Glauben kommen aus einem Wortstamm.
      Das Vertrauen hat dir eine wertvolle Erfahrung geschenkt, die dir hilft, bei der nächsten Panik, dich daran zu erinnern. <3 🙂
      Vielleicht hast du Bilder gemacht, die du dann dem nächsten Zweifel vorhalten kannst. 😀

      1. Lieber Bruder
        Nachdem ich lange über diese meine Entscheidung nachgedacht hatte, kam ich zu der Einsicht, dass dies alles seinen Sinn gehabt haben muss.
        Denn Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten, sagt Johannes, und darunter verstehe ich den Satz in Jesus Gebetsanweisung „Dein Wille geschehe“.
        Und wenn ich Jesus richtig verstanden habe, dann verfügen die Gottgläubigen über den Heiligen Geist, was ja heissen würde, dass alles was sie entscheiden von Gott geführt ist?
        Klingt wie ein Statement – ist aber eine Frage, lieber Theophilos.
        In meiner manchmal recht kindlichen Denkweise stelle ich mir vor, dass die beiden jungen Männer, die uns geschickt wurden, vielleicht dringend Geld gebraucht haben, und ihnen mit dem sehr hohen Trinkgeld (€100.- für beide) , das wir ihnen gaben, geholfen war?
        Vielleicht aber waren sie mit ihrem Wagen zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, und haben durch ihre Anwesenheit z.B. einen Unfall verhindert, oder sonst was Schlimmes? Und das konnte nur dann möglich sein, weil ich sie engagiert hatte?
        Es sind ja die Engel, die Gottes Pläne ausführen, und ich halte ständigen verbalen Kontakt mit meinen drei Schutzengeln.
        Laut Kabbalah ist es Chaamiah für mein physischen Dasein, Ariel für meine Emotionslage und Jezalel für meinen Geist.
        Vermutlich wird Dich dies alles ein Schmunzeln kosten, mein lieber Bruder…seufz.
        Drück Dich ganz lieb und wünsche Dir eine gesegnete Woche <3

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