Wieso bin ich nicht glücklich?

Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Ach, wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben.
Ps 39,6

Die Glücksforschung kennt viele Ratschläge zum Glück. Sie empfehlen: – Neugierig sein; – begeisterungsfähig sein; – bindungsfähig, – Fair und teamfähig sein; – nicht Extreme suchen; – Sinn fürs Schöne empfinden und mehr. Viktor Frankl hat betont, wie wichtig es ist, einen Sinn im Leben zu sehen, um glücklich zu sein. „Wer seine Existenz als sinnvoll empfindet, kann auch sehr viel Leid ertragen.“ Hans Thoma sagt sich: Mich wunderts, dass ich so fröhlich bin, wenn alles so verfliegt.

Zur Zeit spüren viele: „Mein Leben ist wie nichts“. Alles, worin wir uns so sicher fühlten trägt nicht mehr. Miteinander ist zum Stressfaktor geworden. Immer schön Abstand halten, ja nicht zu nahe kommen. Wie kann man da noch glücklich sein? – „Siehe, so flüchtig ist mein Leben vor dir.“ Das ist ein Bodenanker, der nicht in vergängliche Erde geschlagen wird. Das Haltlose hält sich an Festem. Paulus beschreibt: „Christus hat durch das Wort ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht.“ Glück wird aus Ewigen gespeist. Es beginnt mit der Gottesbeziehung in mir. In dem Wort, das in mir Fuß fasst, werde ich stabil und glücklich.

Das ist unsere Geheimwaffe, um fröhlich zu bleiben, auch wenn wir hundert Masken tragen müssen. Das ist unser Glück in allem Besuchsverbot und äußeren Einschränkungen. Alles liegt in uns. Wir brauchen auf keine besseren Maßnahmen warten.

Was würde dieser Glückspool dann mit unseren Ängsten machen?

Gott segne dich.

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