Wenn du aufhörst, dich zu bekämpfen

Hallo DU, DER DU DICH SELBST JEDEN TAG ZURÜCKHÄLTST UND ES MUT NENNST.

Du sitzt da und merkst es wieder. Dieses Ziehen. Diese klare Richtung in dir, die längst weiß, wohin es gehen will. Und gleichzeitig dieses innere Tribunal, das sofort zusammentritt. Stimmen, Begründungen, alte Schutzprogramme.

Du stehst an einer Grenze und tust so, als wäre sie eine Mauer. Dein Körper spannt sich an, der Atem wird flach, der Kopf läuft heiß. Alles in dir erklärt, warum jetzt nicht der Moment ist, warum Vorsicht klüger sei, warum Zurückhaltung Sicherheit bedeutet. Und während du dich selbst überredest, spürst du, wie du dich verlässt.

Es ist ein stiller Aufstand gegen das Eigene. Kein Drama, keine Sünde, nur dieser alltägliche Kampf, den du so gut kennst. Du nennst ihn Vernunft, doch er schmeckt nach Enge. Genau hier, wo der Verstand keine Lösung mehr findet und sich im Kreis dreht, öffnet sich etwas anderes. Nicht laut, nicht beweisbar. Ein innerer Eindruck, der keine Argumente braucht. Er bittet nicht um Zustimmung. Er ist da.

Der Schritt, der sich nicht absichern lässt, ist der Einzige, der dich nicht wieder in alte Schleifen führt. Es fühlt sich an wie Leerlauf, wie nichts. Und genau darin liegt das Vertrauen, das dich trägt.

Nach dem Gehen merkst du, dass kein Abgrund gewartet hat. Der Boden ist da. Dein Atem wird weit. Die Schultern sinken. Du hörst auf, dich zu rechtfertigen. Es geschieht eine leise Versöhnung, zuerst mit dir, dann mit allem. Du kämpfst nicht mehr. Du lässt geschehen. Und in dieser Gelassenheit erkennst du die schöpferische Kraft, die nie weg war.

Der Kampf endet, wenn du aufhörst, dich selbst zu verlassen.

Wo bekämpfst du dich gerade, statt dir zu folgen?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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2 Antworten

  1. Lieber Theopilos
    Ich fühle mich heute leer ,kann nicht richtig denken. Der Verstand will mir Vorstellungen geben,wie es ist in diesen Raum zu treten.
    Er spielt mit den Gefühlen. Er sagt wahre Liebe kannst du nicht aushalten. Sie wird dir dein Herz sprengen.
    Ich weiss nicht wieso ich das denke.

    Ich spüre Stille und fühle mich einsam.
    Komisch warum das denn?
    Ist es weil ich das so nicht kenne?
    Weil ich gewöhnt bin den Rummel da draußen.
    Vielleicht habe ich Frieden noch nie richtig gefühlt.
    Das erschreckt mich, das ich mir diese Frage stelle.
    Das Ego sagt willst du da überhaupt sein.
    Würde jemand anderes das lesen,würde er denken schizophren.
    Ich erschrecke vor diesen Gedanken.

    Ich habe schon früher nie gerne gehört ,wenn man über Menschen so gesprochen hat.

    Ich stehe da und erkenne alles nur Ablenkung.
    Ich versuche da zu stehen zu bleiben und es auszuhalten .

    1. Liebe Evi,

      was du beschreibst, ist kein Defekt. Es ist ein Übergang. Und ja, er fühlt sich leer an, still, fremd. Nicht weil etwas fehlt, sondern weil etwas Altes gerade keine Regie mehr führt.

      Der Verstand liebt den Lärm. Er braucht Bewegung, Bilder, Bewertungen. Wenn dieser Rummel leiser wird, meldet er sich mit dramatischen Vorstellungen. „Das hältst du nicht aus.“ „Das sprengt dich.“ „Willst du da wirklich hin?“ Das sind keine Wahrheiten. Das sind letzte Versuche, Bedeutung zu behalten.

      Dass du Stille als Einsamkeit wahrnimmst, ist verständlich. Wenn man sein Leben lang im Außen gelebt hat, fühlt sich Frieden zunächst ungewohnt an, fast nackt. Wie ein Raum ohne Möbel. Nicht leer, sondern noch nicht vertraut. Dein Erschrecken zeigt nicht, dass etwas falsch ist. Es zeigt, dass du Neuland betrittst.

      Auch diese Gedanken, die du selbst erschrecken findest, machen dich nicht krank. Sie machen dich ehrlich. Du beobachtest sie. Du glaubst ihnen nicht blind. Genau das ist Wachheit. Und deine Sensibilität gegenüber Worten wie „schizophren“ zeigt deine Tiefe, nicht deine Schwäche. Du spürst, wie schnell Sprache verletzen kann, und du willst dort nicht mitgehen.

      Du musst nichts aushalten. Wahre Liebe sprengt kein Herz. Sie weitet es. Aber Weite fühlt sich am Anfang ungewohnt an, weil sie keinen Halt an alten Geschichten findet.

      Bleib einfach da. Nicht analysierend. Nicht korrigierend. Da.
      Du bist nicht allein in der Stille. Du bist nur nicht mehr im Lärm.

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