Getauft im Einen

Hallo DU, DER SICH HEUTE NOCH FÜR GETRENNT HÄLT UND DOCH IM HERZEN SCHON AHNT, DASS DAS NIE STIMMTE.

Da sitze ich und merke, wie mein Kopf wieder Ordnung schaffen will. Hier ich. Dort die anderen. Hier richtig. Dort falsch. Hier Leben. Dort Tod. Ich höre meine eigenen Gedanken, wie sie sortieren, trennen, vergleichen. Als müsste ich mich absichern gegen etwas. Als wäre da draußen ein Gegenüber, das mir gefährlich werden könnte.

Mein Körper spannt sich dabei an. Schultern hoch. Atem flach. Dieses alte, müde Spiel, in dem ich glaube, mich behaupten zu müssen in einer Welt voller Gegensätze.

Und dann durchzuckt mich eine nüchterne, unerbittliche Wahrnehmung. Es hat nie zwei gegeben. Nicht Gott und ich. Nicht du und ich. Nicht Himmel und Erde. Nicht Yin und Yang. Ich habe mir das alles ausgedacht, um mich irgendwo einzuordnen. Um mich getrennt zu fühlen. Um mich überhaupt fühlen zu können. Und genau darin lag der Irrtum.

In mir wird etwas still. Einfach leer. Als würde etwas abfallen, das ich viel zu lange getragen habe. Ich spüre meinen Atem tiefer werden. Mein Brustkorb weitet sich. Plötzlich ist da kein Gegenüber mehr, das ich einordnen muss. Kein Mensch, den ich bewerten könnte. Kein Leben, das mir fremd wäre. Keine Religion, die ich  als die einzig wahre erkenne. Alles, was mir begegnet, fühlt sich an wie eine Bewegung desselben Lebens, das auch mich atmet.

Und während ich das spüre, fällt jeder Kampf von mir ab. Nichts muss geheilt werden. Nichts erlöst. Nichts verbessert. Trennung war der einzige Fehler. Und sie war nie real.

Es gab nie zwei. Nur ein Leben, das sich gerade als du erfährt.

Wo spielst du noch Trennung, obwohl du Einheit bist?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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3 Antworten

  1. Guten morgen lieber Theophilos
    Und genau hier spüre ich mein Zögern, ich so etwas Grosses, so etwas Mächtiges, so etwas reines Wahres.

    Ich überlege warum ich da stehen bleiben, nicht weiterkomme 🤔
    warum dieses Zögern in mir, dieses nicht mich anerkennen wollen/können.

    Ich genüge mir schon ein winziger Teil von diesen Göttlichen sein zu dürfen.

    Eine Stimme sagt: du weisst es bereits schon wer du bist. Mach dich nicht klein.
    Komm!

    Mein Ego kann sich nicht vorstellen, dass ich kleines Würmchen in diese Grösse gehöre.

    Mein ganzes Leben bisher hat mir gezeigt wo meine Grenzen sind und jetzt meine ich einen Höhenflug zu machen.
    Krass diese Gedanken.

    So schaut es in mir aus, ein Kampf.

    1. Liebe EVI,

      danke für diese offenen, ehrlichen Worte. Sie sind kein Zeichen von Scheitern, sondern von Wahrhaftigkeit. Genau so fühlt es sich an, wenn eine alte innere Ordnung zu wanken beginnt.

      Was du als Zögern beschreibst, ist kein Widerstand gegen Wahrheit. Es ist das Echo einer lebenslangen Einübung in Kleinheit. Dein Ego hat gelernt, sich über Grenzen zu definieren. Über Maßstäbe. Über ein „So weit darf ich gehen, weiter nicht“. Und jetzt steht plötzlich etwas im Raum, das keinen Maßstab mehr kennt. Keine Grenze. Kein Vergleich. Das erschreckt.

      Dass du sagst: „Es genügt mir schon, ein winziger Teil sein zu dürfen“, ist so menschlich. Und zugleich ist genau darin die letzte Bastion der Trennung. Nicht aus Schuld. Nicht aus Mangel. Sondern aus Gewohnheit. Dein ganzes Leben hat dich darauf trainiert, Größe mit Überheblichkeit zu verwechseln. Wahrheit mit Größenwahn. Und jetzt meldet sich diese alte Stimme und sagt: Vorsicht. Das kenn ich nicht. Das ist zu viel.

      Der innere Kampf, den du spürst, ist kein Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum. Es ist der Moment, in dem das Alte merkt, dass es nicht mehr gebraucht wird. Und genau deshalb wird es laut. Dein Ego versucht nicht, dich klein zu halten. Es versucht, sich selbst zu retten.

      Und hör gut hin: Die Stimme, die sagt „Du weißt es längst. Mach dich nicht klein. Komm.“ ist nicht neu. Sie war immer da. Sie wurde nur übertönt.

      Du musst nichts beweisen. Du musst nichts erreichen. Du musst auch nicht „in die Größe hineinwachsen“. Es geht nicht um einen Höhenflug. Es geht um das Aufhören, dich unter dir selbst einzurichten.

      Das Würmchen-Bild ist nicht falsch. Es ist nur nicht vollständig. Auch das Würmchen ist Leben. Und Leben kennt keine Hierarchie.

      Bleib genau da, wo du jetzt bist. Schau den Kampf an, ohne ihn zu gewinnen oder zu verlieren. Und erlaube dir vielleicht nur diesen einen stillen Gedanken:
      Was, wenn ich mich nicht überschätze, sondern mich zum ersten Mal nicht unterschätze?

      Das genügt für heute.

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