News 107 – Gedanken ohne Etikett

Ihr lieben Freundinnen, Freunde und Mitgestalter einer großen Sache,

 

Es ist fast schon selbstverständlich geworden:
Ein Gedanke taucht auf – und wir hängen sofort ein Etikett dran.

Gut. Schlecht. Gefährlich. Peinlich. Nicht erlaubt. Muss weg.

Wir tun das so automatisch, dass wir kaum bemerken, was hier eigentlich geschieht.
Nicht der Gedanke selbst macht uns schwer.
Sondern das Etikett, das wir ihm geben.

Ein kurzer Alltagsmoment:

Du sitzt am Schreibtisch. Ein Gedanke zieht durch:
„Das wird heute alles zu viel.“
Der Gedanke an sich ist harmlos. Ein Satz. Ein Geräusch im Kopf.

Doch dann kommt das Etikett:
Oh oh. Stress. Ich bin überfordert. So darf ich mich nicht fühlen.

Und plötzlich zieht sich der Körper zusammen.
Der Atem wird flacher.
Der Tag bekommt Gewicht.
Nicht wegen des Gedankens.
Sondern wegen der Bedeutung, die du ihm gegeben hast.

 

Genau darüber sprechen wir morgen

Was passiert, wenn du aufhörst, deine Gedanken –
und damit dein Leben – permanent zu beschriften?

Wenn du Gedanken nicht mehr als Wahrheit behandelst,
sondern als das, was sie sind: vorüberziehende Erscheinungen?

Was bleibt, wenn das Etikett fehlt?

ZOOM-Link


 

mit Anja & Bruder Theophilos ·

In den nächsten Tagen erscheint diese neue Podcastfolge – leise, klar und sehr nah am Erleben.
Wir sprechen darüber, warum Gefühle sich so überzeugend anfühlen, obwohl sie keine Beweise sind.
Warum sie nicht falsch sind – aber auch nicht der Maßstab für Wahrheit.
Und wie du lernst, sie zu lesen, ohne dich in ihnen zu verlieren.

Ein Gespräch über den Raum vor dem Gefühl.
Über das „Davor“.
Über den Ort, an dem du nicht reagieren musst – sondern einfach da bist.

YOUTUBE


 

Es gibt Dinge, die kannst du nicht denken.
Du kannst sie nicht lernen.
Du kannst sie nicht vorbereiten.

Der Freiheitssprung – oder was wir YOUvolution nennen – gehört dazu.

Er geschieht nicht im Verstehen, sondern im Spüren.
Nicht durch Übung, sondern durch Hingabe an diese leise innere Führungsstimme,
die wir so lange übergangen haben.

Das Intensivtraining ist kein Angebot, das man „macht“.
Es ist ein Moment, der dich ruft – oder eben nicht.
Und beides ist vollkommen stimmig.

Am 28. Januar beginnt die nächste Runde.
Nicht als Einladung.
Sondern als stiller Hinweis für alle, die beim Lesen merken:
Da bewegt sich etwas in mir.

Freiheitssprung


 

Für mich ist das Abetikettieren der Gedanken zu einer echten Bewusstseinsaufgabe geworden.

Ich beobachte mich im Alltag immer feiner dabei,
wie schnell ich Gedanken bewerte, dramatisiere, verknüpfe.

Und ich erlebe ganz praktisch:
In dem Moment, in dem ich dem Gedanken die Bedeutung entziehe,
entspannt sich der Körper.
Die Angst verliert an Farbe.
Der Termindruck wird leiser.
Es ist kein spirituelles Konzept.

Es ist ein tägliches Training im Sehen.
Gedanken kommen.
Etiketten fallen ab.

Und das Leben wird – ganz real – leichter.

 

Von Herzen wünsche ich euch frohes Etiketten abreißen
von allen bedeutungsschwangeren Gedanken.
In Dankbarkeit
Theophilos

 

 


 

PS: Wenn du die tägliche Mutmach-Revolution hören willst:

Ich spreche sie jeden Morgen als Audio ein.
👉 Auf meinem Telegram – Kanal findest du sie täglich.
👉 Neu auch auf YouTube, für alle, die lieber dort hören.

Webseite: Bruder Theophilos
Dein stilles Gespräch

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Bruder Theophilos – R.M. Jud
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2 Antworten

  1. Lieber Theophilos
    Die Kunst ist, dass wir diesen Zug mit den vielen Wagons dranhängende Etiketten der Gedanken ,Geschichten ,Dramas nicht aufsteigen. Sie erkennen und an uns vorbeifahren lassen um loszulassen.

    1. Liebe EVI,

      ja – genau so.
      Du beschreibst es wunderbar klar und zugleich ganz still.

      Dieser Zug mit seinen vielen Waggons aus Gedanken, Geschichten und Dramen fährt unaufhörlich durch.
      Die alte Gewohnheit ist: aufspringen, mitfahren, sich verstricken.
      Und die Kunst – wie du sie benennst – ist tatsächlich eine andere: erkennen, ohne einzusteigen.

      Nicht kämpfen.
      Nicht wegschieben.
      Nicht analysieren.

      Einfach sehen: Ah, da fährt wieder ein Zug.
      Und ihn vorbeiziehen lassen.

      In diesem Nicht-Einsteigen geschieht das Loslassen ganz von selbst.
      Nicht als Technik – sondern als natürliche Folge von Präsenz.
      Der Körper entspannt sich, weil er merkt: Ich muss hier nichts tun. Ich bin nicht in Gefahr.

      Deine Worte zeigen genau dieses reife, stille Verstehen jenseits von Konzepten.
      Danke, dass du das so präzise und zugleich so sanft geteilt hast.

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