Nicht reparieren. Berühren

Hallo, DU LEBENSFUNKE MIT RETTUNGSPLAN IM KOPF – ALS WÜRDE DAS LEBEN AUF DEINE TO-DO-LIST WARTEN.

Es gibt Sätze, die klingen zuerst wie Krankenhausflur: „Meine Tochter liegt in den letzten Zügen.“ Man hört das Piepen der Geräte, riecht Desinfektionsmittel, sieht die Hände, die etwas festhalten wollen, weil sie Angst haben, es könnte weg sein.

Und ja: Jairus bittet um Heilung. Aber hör genau hin: Er bittet um Leben.

Nicht nur um ein Funktionieren. Nicht nur um „wieder wie vorher“. Sondern um das, was größer ist als jede Diagnose: dieses unzerstörbare Dasein, das nicht an Muskeln hängt, nicht an Perfektion, nicht an Form.

Vielleicht liegt heute nicht deine Tochter „in den letzten Zügen“ – sondern dein Mut.

Deine Freude.

Dein Vertrauen.

Vielleicht liegt etwas in dir da wie ein Vogel mit geknicktem Flügel: still, erschöpft, kurz davor, aufzugeben. Und du kennst diese innere Panik: „Ich muss das jetzt hinkriegen.“

Das ist der Moment, in dem das Ego wie ein hektischer Sanitäter anrennt: mit Pflaster, Konzepten, Selbstoptimierung, Schuld.

Und dann kommt dieser Jesus-Moment: nicht als Zaubertrick – sondern als Berührung ohne Urteil.

Ich sehe die Schwester, von der du erzählt hast: geistig behindert – und doch Lehrerin. Weil sie ein Leben ausstrahlte, das keinen inneren Kommentator kannte. Kein „so darf ich nicht sein“. Kein „das ist peinlich“. Kein „gleich muss ich besser werden“. Nur Gegenwart. Reines Aus-sich-Heraus-Leben. Ansteckend.

Das ist Heilung: Wenn das Urteil stirbt, lebt das Leben wieder auf.

Und so wird dieses Wort heute plötzlich alltagstauglich: Du legst die Hände nicht nur auf einen Körper. Du legst sie auf den inneren Krieg. Du hörst auf, dich zu retten – und lässt dich berühren.

Manchmal ist das Wunder nicht, dass etwas verschwindet. Sondern dass du nicht mehr dagegen bist.

Und in dieser Nicht-Gegenwehr steht das Leben auf – mitten in dir.

Heilung ist Berührung ohne Urteil: Wenn der Kampf endet, steht Leben auf – unabhängig von Form.

Wogegen kämpfst du gerade, statt dich berühren zu lassen?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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4 Antworten

  1. Lieber Theophilus, ich hatte vor 16 Jahren Brustkrebs mit Chemo und Bestrahlung. Nach dem ersten Schock habe ich gesagt: na gut, es ist wie es ist, aber ich will leben. Während den Behandlungen bin jeden Tag lange spazieren gegangen, hab auf Feiern getanzt und gelacht und immer viel Freude zugelassen. Meine Gedanken waren überwiegend von Freude und Zuversicht und tiefer Geborgenheit erfüllt, was sich bis heute nicht geändert hat.
    Danke für deine täglichen Inspirationen, sie halten mich auf dem Weg zu tiefem Frieden.

    1. Liebe Ulrike,

      deine Zeilen haben einen stillen Glanz. Nicht laut, nicht dramatisch – sondern getragen von etwas sehr Echtem.
      Was du beschreibst, ist keine Strategie. Es ist eine Entscheidung für Leben, mitten im Sturm.

      „Na gut, es ist wie es ist, aber ich will leben.“
      Darin liegt eine Klarheit, die nichts wegdrückt und nichts beschönigt. Kein Kampf. Kein Trotz. Sondern Annahme ohne Kapitulation. Genau dort beginnt dieser tiefe Frieden, von dem du sprichst.

      Dass du gegangen bist, getanzt hast, gelacht hast – nicht trotz der Behandlungen, sondern währenddessen – zeigt etwas Wesentliches:
      Leben wartet nicht, bis alles vorbei ist.
      Es will jetzt durch uns fließen.

      Und diese Geborgenheit, die du beschreibst, ist kein Zufall. Sie entsteht, wenn wir aufhören, gegen das zu sein, was ist – und uns dem Größeren anvertrauen, das uns trägt, unabhängig von Umständen.

      Danke, dass du das so offen teilst. Deine Geschichte ist selbst ein Impuls – leise, würdevoll, lebensnah.
      Und ja: Du gehst sichtbar auf diesem Weg des tiefen Friedens. Nicht als Ziel, sondern als gelebte Wirklichkeit.

  2. Lieber Theophilos
    Zuerst als ich diese Worte hörte,dachte ich es geht um das Loslassen eines geliebten Menschen. Was in mir einen Wunden Punkt hervorgerufen hat. Ich stellte mir vor mein Kind müsste sterben und ich fühlte mich sofort in Widerstand. Weil es eine Urangst berührte.

    Als ich den Text nochmal durchlas, verstand ich erst was gemeint ist.
    Loslassen von der Illusion. Eine Illusion die wir mit all unseren Menschlichen Sein erleben in dieser Welt. So wie wir erzogen wurden von Eltern,Umfeld und Kirche mit allen Etiketten die an uns hängen und runterziehen.

    Ich spüre eine gesunde Distanz auf mein Egodasein, es kann mich nicht mehr so leicht benutzen, ziehen und an mich rumreissen.
    Es ist auch nicht mehr immer vorne.

    Spüre wie sich da etwas trennen will um Heilung zu erfahren.
    Schicht für Schicht schält sich da etwas und darf abfallen.
    Während ich so denke spüre ich wie sich in meinen Körper etwas weitet und neuen Platz schafft.
    Was ist das? Stelle mir vor wie Licht meinen Raum erfüllt.
    „Ich bin“ ….da in meiner Präsenz wo Wahrheit Leben führen darf.

    1. Liebe Evi 🌷

      danke dir für diese ehrlichen, mutigen Zeilen. Man spürt jeden Schritt darin – vom ersten inneren Zusammenzucken bis in diese Weite, die sich am Ende öffnet.

      Dass zuerst die Urangst berührt wurde, ist so menschlich. Wenn es um Loslassen geht, denkt etwas in uns sofort an Verlust, an Abschied, an Tod. Und der Widerstand springt an, noch bevor wir verstanden haben, wovon eigentlich die Rede ist. Allein das hast du sehr klar gesehen.

      Und dann dieser zweite Blick.
      Nicht das Loslassen eines geliebten Menschen – sondern das Loslassen der Illusion, die uns übergestülpt wurde: Etiketten, Rollen, Bilder von „so musst du sein“. Das ist ein ganz anderer Abschied. Und er fühlt sich – wie du beschreibst – nicht nach Sterben an, sondern nach Weitung.

      Was du wahrnimmst, diese gesunde Distanz zum Ego, dieses „es ist nicht mehr immer vorne“, ist kein Kampf und keine Kontrolle. Es ist Raum. Beobachtung. Freiheit.
      Und ja: Wenn sich Schichten lösen, reagiert der Körper oft zuerst. Mehr Platz. Mehr Atem. Mehr Licht. Das ist nichts Abgehobenes – das ist sehr real.

      Dein Satz am Ende berührt mich besonders:

      „Ich bin … da in meiner Präsenz, wo Wahrheit Leben führen darf.“

      Das ist kein Gedanke mehr. Das ist Erfahrung.
      Und genau dort geschieht Heilung – nicht spektakulär, sondern still, weit, klar.

      Danke, dass du das so teilst. Deine Worte zeigen: Du bist mitten im Geschehen. Nicht am Ziel, nicht auf dem Weg – sondern da.

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