Er stand auf. Jetzt

Hallo DU, DER DU NOCH AUF DIE ERLAUBNIS WARTET, DASS DEIN LEBEN SICH JETZT ÄNDERN DARF.

Der Geheilte nahm sogleich sein Bett und ging hinaus. Nicht nach langem Überlegen. Nicht nach innerer Absicherung. Nicht nach Zustimmung der Umstehenden. Sogleich.

Genau hier beginnt der Punkt, an dem uns dieser Satz unbequem wird. Denn er berührt unser größtes Missverständnis: dass Heilung Zeit braucht, Vorbereitung, Reife, Prozesse. Dass ein Leben sich nur langsam verschieben darf. Dass ein innerer Richtungswechsel erklärbar sein muss.

Doch das, was hier geschieht, folgt einer anderen Logik. Der Mann erkennt nicht zuerst seinen neuen Körper – er erkennt sich selbst neu. Und aus dieser Erkenntnis heraus geschieht Bewegung. Nicht als Mutprobe, sondern als Konsequenz. Er steht auf, weil er plötzlich nicht mehr das ist, worauf er gelegen hat.

Das Leben schlägt keine vorsichtigen Kurven. Es bietet Richtungswechsel an. Jetzt. Doch wir antworten mit Zögern. Mit „noch nicht“. Mit „ich bin noch nicht so weit“, mit „das kann ich mir im Augenblick nicht leisten“. Und genau darin liegt kein Schutz, sondern Frust und Ohnmacht.

Der Mann trägt sein Bett hinaus – nicht als Last, sondern als erledigte Vergangenheit. Er macht keinen Abgang im Stillen. Er geht vor aller Augen. Denn Wahrheit braucht keine Tarnung. Sie geht einfach.

Was hier geschieht, ist kein Wunder im religiösen Sinn. Es ist das Aufhören des inneren Widerstands. Ein Geist erkennt plötzlich: Ich kann anders. Und dieses Anderssein braucht keinen Vorlauf.

Das Leben tickt nicht langsam. Es tickt klar.

Und Klarheit fragt nicht nach Erlaubnis.

Heilung geschieht, wenn du aufhörst, auf das zu warten, was längst möglich ist.

Wo liegst du noch, obwohl dein Geist längst aufsteht?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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8 Antworten

  1. Lieber Theophilos
    “ Dir geschehe nach deinen Glauben“
    Gott wurde in der Geschicht, Religion- Kirche von diesen Egodenk-System in die Ferne gerückt.
    Der Himmel ganz weit weg.
    Trennung durch Sünde, Schuld und Scham. Dafür glaubte man an Freitag der 13ten ,an ein böses Omen, an böse Geister, alles behaftet mit negativer Energie gemacht aus Angst.

    Man verbarg uns den größten Schatz, der in unseren Herzen wohnt . Unser Licht, unsere Liebe unsere Wahrheit.
    Ganz nahe ,immer da.

    Der Ruf ging in die Ferne, wir haben uns verloren , wir haben vergessen, dass wir niemals krank waren. Immer heil.
    Kehren wir zurück in unsere Präsenz ,in unser Licht.

  2. Als Ergänzung
    Nicht um sonst bringen wir die Liebe mit den Herzen in Verbindung. In tiefer Erinnerung haben wir es immer gewusst.
    Liebe und Heilung geschieht durch unseren
    Lichtkörper.

    1. Liebe Evi,

      ja. 💛
      Du beschreibst genau diesen Moment der Rückkehr:
      Nicht etwas wird heil – wir erinnern uns, dass wir es nie nicht waren.
      Der Himmel war nie fern.
      Er hat nur gewartet, bis wir still genug sind, ihn im Herzen wieder zu erkennen.

  3. Danke für deine Worte, sie sprechen Mut und Anerkennung.
    Meine Erkenntnis kommt nicht weil ich klug bin, nein sie findet mich und schenkt mir Worte die ich brauche um zu erkennen und mich zu erinnern.
    Ich sehe immer mehr solche Beiträge, ohne direkt danach zu suchen.
    Ich finde ein Buch bei mir Daheim mit den Titel „finde die Ruhe“ und es spricht mich erst jetzt an.
    Ich denke weil ich ein Stück weit mein Herz geöffnet habe ,ziehe ich das an.

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