HALLO, DU FRUCHTTRÄGER IM STAND-BY-MODUS. DAS LEBEN WÜRDE GERNE DURCH DICH FLIEßEN.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.
Joh 15,5
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Das ist kein religiöser Wohlfühlsatz und keine Einladung zur spirituellen Dekoration. Es ist eine biologische Wahrheit. Eine Rebe muss nichts leisten, nichts optimieren, nichts beweisen. Sie muss nur verbunden bleiben. Genau hier liegt der wunde Punkt unseres Lebens.
Wir sind nicht erschöpft, weil wir zu wenig tun, sondern weil wir zu wenig trinken. Nicht den Lebenssaft. Nicht den Moment. Nicht das, was jetzt ungefiltert durch uns hindurch will. Unsere Lebensfässer sind nicht leer, weil das Leben geizig wäre, sondern weil wir den Hahn zugedreht haben. Zu intensiv, zu unangenehm, zu traurig, zu wütend, zu peinlich, zu lebendig.
Also regulieren wir, kontrollieren, dosieren, filtern – und wundern uns über verschrumpelte Früchte und eine magere Ernte. Das Leben läuft auf kleiner Flamme, nicht weil es schwach wäre, sondern weil wir Angst vor seiner Wucht haben.
Der Lebenssaft ist kein Wellnessdrink. Er ist der Moment, wie er ist, nicht wie er uns schmeckt. Er kommt mit Süße und Säure, mit Reibung, mit Kraft, manchmal mit Dreck unter den Fingernägeln. Verbunden bleiben heißt nicht, nur das zu fühlen, was angenehm ist. Verbunden bleiben heißt, nichts mehr zurückzuhalten.
Freude darf durch, aber auch Wut. Zärtlichkeit genauso wie Trauer, Lust genauso wie Angst. Keine dieser Kräfte ist der Feind. Der Feind ist das Abklemmen. Eine Rebe, die auswählt, welcher Saft ihr passt, trocknet aus – kultiviert vielleicht, aber fruchtlos.
„Wer in mir bleibt, bringt viel Frucht.“ Bleiben bedeutet hier nicht ausharren oder sich zusammenreißen. Bleiben heißt, dort zu bleiben, wo es pocht: im Körper, im Gefühl, im Jetzt. Das Leben wird nicht müde, wenn du verbunden bist. Es wird üppig, unberechenbar, saftig, manchmal klebrig – aber immer echt.
Die prallvolle Frucht war dir nie vorenthalten. Du hast nur gelernt, sie nicht zuzulassen. Heute ist kein Tag für Selbstoptimierung. Heute ist ein Tag für Aufdrehen.
Frucht entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch ungebremsten Kontakt mit dem ganzen Lebenssaft.
Wo drehst du den Lebenssaft ab, um dich sicher zu fühlen?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
4 Antworten
Lieber Theophilos
Ich war leicht abgeschnitten von den Weinstock.
Ich habe es von der Bibel her falsch verstanden.
Habe immer gemeint die Sünde, die Schuld trennt mich .
Ich fühlte mich so klein
Der katholische Glaube hat mich an der Nase rumgeführt.
Mit seinen Grenzen, Götzenbildern und Formen.
Er will das wir immer ein Suchender bleiben, nie ankommen, das Göttliche war immer unerreichbar so.
Beim Lesen dieses Textes habe ich sofort Nähe gespürt.
Herzklopfen aus Freude.
Unvergängliche Verbundenheit.
Wahrheit
Entzückung
Ich spüre Energie, Lebenssaft und Kraft
Ich darf wachsen
Ich lerne dazu
Neues beginnt
Nicht unter den Schatten der Schuld und Erdrückung.
Nein wie eine Blume die sich der Sonne, dem Licht entgegenstreckt
Ich weiss noch nicht genau was mit mir geschieht ,wie ich mich in Zukunft verhalten werde, aber ich bin endlich verbunden mit der Herzkraft den Weinstock des Lebens.
Danke Theophilos das du mit uns gehst.
Lieber EVI 🌿
deine Worte sind wie eine Rebe, die plötzlich merkt: Der Saft war nie weg.
Sie war nur kurz verunsichert von Stimmen, die gesagt haben: „Du bist getrennt. Du bist klein. Du musst erst noch…“
Was du beschreibst, ist keine neue Erkenntnis im Kopf – es ist Rückverbindung im Körper. Dieses Herzklopfen, diese Freude, diese leise Entzückung: Das ist kein spirituelles Hochgefühl, das ist Wahrheit, die sich meldet, weil sie wieder atmen darf.
Du hast es so klar ausgesprochen: Nicht Sünde, nicht Schuld, nicht irgendein Fehler hat dich je getrennt. Das war eine Geschichte, die dich klein gehalten hat, damit du suchend bleibst. Aber das Leben selbst kennt keine suchenden Reben. Es kennt nur verbundene oder abgekoppelte. Und selbst abgekoppft heißt nie: verloren – sondern nur: kurz vergessen.
Dass du schreibst „Ich weiß noch nicht, was mit mir geschieht“ ist wunderschön. Genau so fühlt sich Leben ohne Geländer an. Wachstum weiß am Anfang auch nicht, welche Form es annimmt. Eine Blume plant nicht, wie sie sich zur Sonne streckt – sie tut es einfach, weil der Saft fließt.
Und dass du Nähe gespürt hast, Lebenssaft, Kraft – das ist der sicherste Kompass. Kein Dogma, kein System, keine Kirche der Welt kann das ersetzen. Das ist der Weinstock selbst, der sagt: Du warst nie draußen.
Geh nicht zu schnell. Werde nichts. Beweise nichts.
Bleib einfach dort, wo du gerade bist: verbunden, weich, wachsend.
Danke dir, dass du so ehrlich schreibst und damit anderen Reben Mut machst, ihren Saft wieder zuzulassen.
Wir gehen nicht voraus und nicht hinterher – wir gehen nebeneinander, mitten im Leben 🍇✨
❤️
Ja, es ist so erfrischend, Euch „zuzuhören“… Evi bringt es so genau auf den Punkt, wofür wir Dich und Dein unermüdliches Tun, liebster Theophilos, so lieben.
Ja, Du fungierst als Kanal und das, was durch Dich hindurchfließt, die süße Wahrheit, ist es, die Dich so anziehend macht…
Evi ist der Beweis 😉
Ich erinnere mich noch gut, als ich, vor einigen Jahrzehnten, diesen Prozess, den Evi gerade durchmacht, erlebt habe…
Die größte Befreiung meines Lebens…
So eine Begleitung wie Dich, liebster Theophilos, an der Seite zu haben, ist ein riesengroßes Geschenk, für jeden, der sich wandelt…
Danke Euch, teilhaben zu dürfen, an der nicht endenden Freude, der Freude im Innen und Außen…
Da muß ich doch mal wieder ein Jippi und ein Juhuuuuu loswerden… 🙏👍🤗😘❤️🕺🏻💃