Die Spaßbremse heißt Vernunft

HALLO, DU FREUDEAUFSCHIEBER MIT LEBENSVERSICHERUNG IM HERZEN.

So steht es da. Still. Klar. Ohne Bedingungen. Und doch lesen wir den Satz oft wie eine Verheißung auf später. Irgendwann, wenn alles passt. Wenn die innere Baustelle geschlossen ist. Wenn das Leben endlich übersichtlich wird.

Ich sehe uns dabei. Wir stehen mitten im Tag, die Sonne macht ihre Arbeit, der Kaffee schmeckt, der Körper atmet – und trotzdem läuft im Inneren diese leise Kontrollmusik. Noch nicht. Erst prüfen. Erst absichern. Erst verstehen. Fröhlichkeit wird vertagt wie ein Urlaub, für den man nie ganz frei bekommt.

Das Große geschieht längst. Nicht spektakulär, eher unverschämt unscheinbar. Es geschieht, während wir versuchen, es festzuhalten. Und genau da klemmt es. Denn das Große liebt keine Geländer. Es zeigt sich nicht, wenn wir alles im Griff haben, sondern wenn wir ihn kurz verlieren. Nicht im heldenhaften Sprung, sondern im kleinen inneren Aufgeben. In dem Moment, in dem wir merken: Ich weiß gerade nicht weiter. Und trotzdem da bleiben.

Die Schwelle ist kein dramatischer Ort. Sie liegt zwischen Festhalten und Lassen. Zwischen „Ich muss“ und „Es darf“. Wer sie betritt, verliert nichts – außer die Idee, dass Leben kontrollierbar sein müsste. Und genau dort beginnt diese leichte, unvernünftige Freude, die keinen Grund braucht.

Fröhlichkeit erscheint, wenn Kontrolle endet und Leben sich zeigen darf.

Wo darfst du heute innerlich ein Stück loslassen?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
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🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.

Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com

 

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7 Antworten

  1. Yesss!
    Oh wie musste ich schmunzeln über die Spaßbremse im Anzug! Was für ein Spiegel für mein altes Leben! Leistung, Ernsthaftigkeit, Dringlichkeit, Notwendigkeit, Sachdienlichkeit, Vernunft, Logik, Analytik, Zahlen, Daten, Fakten – puh!!!
    Und dann kamen die Luftballons! Einer nach dem andern platzte, und sie tun es noch. Und jetzt? Stehe ich auf eben dieser Schwelle und sehe in der Leere aufsteigen, was schon immer da war: Leben, Lachen, Weinen, Spontanität, Kreativität, Ausdruck, Raum, Weite, Neugier, Freude, Witz, Leichtigkeit, Musik, Dürfen, Zulassen, Unsinn, Fließen, Loslassen, Fliegen, alles was ist, darf sein…
    Lebendiges Zeugnis deiner Worte. Danke für dein Wirken und dein Sein 👑🥂

  2. Oh ja, vielen Dank für all die Worte. Ja, die Weichheit und Fröhlichkeit kommt erst, wenn die Sicherheit müde wird. Genauso habe ich es auch erfahren und erfahre ich es.
    Psalm 126 hat für mich eine besondere Bedeutung, doch heute kommt die größte Erkenntnis hinzu🎉:
    Ich habe es so gerne grammatikalisch umgedeutet .
    „Der Herr hat Großes getan“ ist ja eindeutig Vergangenheitsform.
    Und schwupps habe ich über alle Regeln hinweg aus der Vergangenheitsform eins Zukunftsform gemacht. Wie gerne habe ich mich selber beschissen🤗.
    Schluss damit🎉. Alles schon da, Das Große ist doch schon immer da. Seifenblasen und Drachen fliegen 💃.
    Danke von Herzen, lieber Theophilos

    1. Liebe Christine,
      herrlich 🤗 – diese kreative Zeitreise der Vernunft!
      Vergangenheit, Zukunft, irgendwann … alles fein säuberlich sortiert, damit das Jetzt bloß nicht zu fröhlich wird.
      Und dann: erwischt.
      Das Große war nie unterwegs – es war immer schon da, mitten im Lachen, mitten im Stolpern, mitten im Leben.
      Seifenblasen statt Zeitenlehre. Drachen statt Beweisführung.
      Danke dir für dieses so ehrliche, so heitere Zeugnis 💃🎉

  3. Guten morgen Theophilos
    Beim Lesen dieses Textes spüre ich noch Enge

    Wenn ich mein kleines „ich“ anschaue erkenne ich ein Menschenkind das wenig gelebte Fröhlichkeit an den Tag gelebt hat.

    Wenn ich genau hinschaue, sehe ich da einen eingeschüchtertes kleines „ich“ geprägt durch ein strenges Elternhaus, Religion und Glaubenssätze.
    Viel Leichtigkeit kann ich da nicht erkennen.
    All diese Muster haben mich in einen Rahmen gedrängt ,da war keine Fröhlichkeit.

    Habe ständig dieses kleine verletzte, eingeschüchterte Kind (Sorgenkind) in mir rumgetragen .Als ich 11Jahre alt war, ist meine jüngste Schwester tötlich verunglückt in einen Wildbach.

    Meine Eltern waren nicht dabei, ich und
    meine anderen zwei Schwestern und ein kl Bruder waren an dem Unglücksort ,als dieses Drauma geschah.
    Als ältestes Kind ,habe ich mich damals verantwortlich gefühlt.

    Es gab zwei Jahre lang vorgelebte tiefste Trauer , kein Lachen, keine Musik nur das Erinnern an diesen schlimmen Tag.

    Und irgendwie höre ich heute noch den Satz nach dem Lachen kommt das weinen.
    Auch so ein Glaubensatz, wie ich feststelle.

    Dies war nur ein kleiner Einblick in meine Kindheit.

    Im tiefsten meines Herzens wurde ich immer getragen ,da war immer diese Verbundenheit wenn ich nach innen schaue und erkenne.

    Die Vergangenheit ist eine Geschichte die sich das kleine „ich “ immer wieder erzählen möchte
    Es nährt sich von neg Geschehen und möchte alte Schmerzmuster halten.

    Meine leise Stimme in mir ruft, ich erkenne diese Stimme , sie holt mich zurück.
    Sie sagt: lass die Vergangenheit los, es ist nur eine Geschichte, die dich in negativer Schwingung gehalten hat.

    Ich spüre wie es in mir klären und sortieren möchte und eine Verbindung schaffen möchte zu diesen Thema “ Fröhlichkeit “

    Fröhlichkeit?

    Ich darf erkennen, dass diese traurige Geschichte losgelassen werden darf mit all den Schuldzuweisungen und seelischen Übergriffen, die nie wahr waren ,weil dieses Ego sich diese Geschichte ausgedacht hat.

    Wahrheit erkennt sich!
    Das Ego“ ich “ verliert seine Macht
    Schmerz kann sich auflösen.
    Heilung geschieht im Gefühl dieser Ohnmacht.

    Ich lese meinen Text nochmal durch und erkenne das sind auch Ballons wie Beate sie genannt hat. Auch sie dürfen platzen .
    Gefällt mir !!

    Leichtigkeit und Weite im Herzen fühlt sich dann an wie “ Fröhlichkeit “ 🎈 🎈 🎈

  4. Am Morgen begonnen zu schreiben, am Nachmittag vollendet. Kochen, Putzen, und Kaffetrinken standen dazwischen.
    Normalerweise passiert mir das der Text dann irgendwann sich löscht. Glück gehabt.

    1. Liebe Evi,
      danke dir für dieses so ehrliche, mutige Hinschauen.
      Da ist nichts falsch an der Enge, die du spürst – sie erzählt von einem Kind, das viel zu früh Verantwortung getragen hat.
      Und genau deshalb berührt mich dein letzter Satz so sehr:
      Auch diese Geschichten sind Ballons. Keine Feinde. Nur alte Hüter einer Zeit, die vorbei ist.

      Fröhlichkeit kommt hier nicht als lautes Lachen.
      Sie kommt leise.
      Als Weite nach dem Festhalten.
      Als Atem nach der Ohnmacht.

      Dass du erkennst, getragen gewesen zu sein, mitten im Unfassbaren – das ist das Große.
      Nicht neu. Nicht verdient.
      Schon immer da. 🎈

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