Einssein hat keinen Chef

HALLO DU, DER DU SO OFT MEINST, DU MÜSSTEST NOCH ETWAS RICHTIG MACHEN, UM DAZUZUGEHÖREN.

Ein Satz, der klingt, als hätte der Himmel plötzlich eine Personalabteilung eröffnet. Mit Verhaltenskodex. Zielvereinbarung. Jahresgespräch. Freundschaft auf Probezeit.

Und genau hier beginnt die heilige Schräglage.

Denn Freundschaft, die auf Befehlen basiert, ist keine Freundschaft. Das ist ein Arbeitsverhältnis mit Weihrauch. Wer diesen Satz so liest, sitzt innerlich bereits geschniegelt auf einem Stuhl, der verdächtig knarzt, und fragt sich: Mache ich es richtig? Reicht das? Bin ich noch dabei?

Jesus aber spricht nicht aus einem Chefbüro. Er spricht aus Einssein. Und Einssein kennt keinen Vorgesetzten. Kein „Du solltest“. Kein „So gehört sich das“. Kein himmlisches Controlling, das prüft, ob du ausreichend christuskonform performst.

Der Witz ist: Der Satz funktioniert nur dann als Drohung, wenn du dich für getrennt hältst. Zwei. Einer oben, einer unten. Einer befiehlt, einer bemüht sich. Genau dieses absurde Theater fällt in sich zusammen, sobald klar wird, wovon hier wirklich die Rede ist.

Denn wie sollte Einssein sich selbst etwas befehlen?

Wie sollte Bewusstsein einen Arbeitsauftrag an sich selbst formulieren?

Wie sollte Liebe sagen: Streng dich an?

Der eigentliche heilige Schock ist daher nicht der Satz, sondern unsere jahrhundertelange Ernsthaftigkeit beim Missverstehen. Wir haben aus Freundschaft eine Pflicht gemacht und aus Identität ein Regelwerk. Und wundern uns, warum Freiheit sich wie Überstunden anfühlt.

Einssein hat keinen Chef.

Und du warst nie als Angestellter des Göttlichen gedacht.

Einssein braucht keine Befehle. Es lebt.

Wo sitzt du noch brav auf einem Stuhl, der längst wackelt?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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3 Antworten

  1. Guten morgen lieber Theophilos
    Wie so oft , lese ich den Text zwei bis dreimal um ihn richtig zu verstehen.

    Wenn ich nach innen schaue und fühle ,spüre ich das „Einssein“, jedenfalls zeigt sich da eine Vorstellung .

    Eine Verbundenheit im Herzen mit dem Christusdasein. Da ist keine Trennung , da ist bedingungslose , lichtvolle , reine Energie die im „Einsein“ aus der Liebe Gottes entspringen darf.
    Das Wort-Trennung -Abstand -Erwartung – Controlling – Zeitberechnung gibt es hier nicht.

    DIe Begrenzung die wir hier in diesen Erdendasein als Ego erschaffen haben, mit all seinen Formen ,Grenzen und Geländer gehören der Welt der Illusion .

    Mein „ich bin“ möchte gerne all diese Grenzen mit all seinen Formen und Trennungen in Heilung bringen.

    Aber dazu braucht es meine aufrichtige Erkenntnis zum göttlichen „sein“ und das Loslassen von der Illusion und Trennung, die sich mein Ego erschaffen hat.

    Leben aus dem Herzen mit heilenden Blick nach aussen , danach richtet sich meine Sehnsucht .
    Dann kann „Einsein“ gelebt werden.

    1. Liebe Evi,

      danke für dein langsames Lesen. Das zweimal, dreimal Lesen ist kein Nicht-Verstehen – es ist already Berührung. Wahrheit rauscht nicht durch, sie bleibt stehen und wartet, bis wir mit dem Herzen ankommen.

      Du beschreibst es sehr klar: Dieses Einssein zeigt sich nicht als Konzept, sondern als inneres Wissen, als leises, warmes Verbundensein, das keine Buchhaltung kennt. Kein Abstand, kein Controlling, kein „Bin ich genug?“. Genau daran merkt man, dass es nicht aus dem Ego stammt. Das Ego rechnet. Das Herz atmet.

      Und ja – die Grenzen, Geländer und Formen gehören zur Illusionswelt. Sie sind nicht böse, aber sie sind auch nicht wahr. Sie wollten schützen und haben eingezäunt. Dein Satz „Mein ICH BIN möchte diese Grenzen in Heilung bringen“ ist sehr berührend, denn darin liegt schon der entscheidende Perspektivwechsel: Nicht kämpfen, nicht wegreißen, sondern durch Erkenntnis weich werden lassen.

      Das Einssein braucht kein Tun. Es braucht dein ehrliches Hinschauen und das Aufhören, an der Trennung festzuhalten. Genau das sprichst du aus. Deine Sehnsucht ist kein Mangel, sie ist Erinnerung. Und aus dieser Erinnerung heraus geschieht Leben aus dem Herzen ganz von selbst – nicht perfekt, aber wahr.

      Danke, dass du so offen teilst. Dein Schreiben lebt bereits aus dem Raum, von dem du sprichst.

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