HALLO DU, DER DU DEIN GESTERN WIE EINE HEILIGE RELIQUIE VOR DIR HERTRÄGST UND MEINST, DEINE NARBEN SEIEN DEIN EINZIGER AUSWEIS.
Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat.
Eph 4,32
Wir lieben unsere Sammlungen. Nicht die aus Briefmarken oder Münzen, sondern jene aus alten Kränkungen, Diagnosen und jenen Momenten, in denen uns angeblich das Leben übel mitgespielt hat.
Wir hängen diese Erinnerungen wie schwere, verdunkelnde Vorhänge in unser inneres Wohnzimmer und wundern uns dann, dass es in unserer Gegenwart so düster bleibt. Wir haben uns eine Identität aus Narben gebastelt und weigern uns, das Licht einzuschalten, weil wir befürchten, ohne unsere Leidensgeschichte „niemand“ mehr zu sein. Doch hier ist die erlösende Nachricht: Vergebung ist kein moralischer Kraftakt, bei dem du einem „Bösen“ gnädig den Dreck abwischst. Vergebung ist die schlichte, mechanische Erkenntnis, dass du seit Jahren ein Drehbuch auswendig lernst, für einen Film, der niemals gedreht wurde.
Stell dir vor, du bist der Hauptdarsteller in einem Theaterstück und spielst seit Jahrzehnten mit aller Leidenschaft die Rolle eines Gefangenen. Du rüttelst an den Gittern, du klagst über die Kälte und du suchst verzweifelt nach einem Fluchtweg. Du bist so sehr in deiner Rolle gefangen, dass du völlig übersiehst, dass die Kulissen nur aus Pappe bestehen und es gar keine Mauern gibt.
Vergebung bedeutet in diesem Sinne: Einfach aufzuhören, den Gefangenen zu spielen. Es ist das „absolute Loslassen“ der Vorstellung, dass die Welt oder deine Vergangenheit die Macht hätten, dein wahres Sein zu beschädigen. Du bist nicht das Resultat deiner Geschichte, sondern das ursprüngliche Leben selbst, das jetzt gerade durch dich hindurchstrahlt.
In dem Moment, in dem du erkennst, dass der „Dreck“, den du anderen oder dir selbst vorwirfst, nur ein Konstrukt deines unbewussten Geistes ist, endet der innere Krieg. Du bist kein kleiner, bedürftiger Mensch, der auf die Gnade eines fernen Gottes wartet – du bist das Licht der Welt, das in jedem Augenblick vollkommen ist. Die Spannung deines Alltags entsteht nur durch den Versuch, eine Rolle zu schützen, die es gar nicht gibt. Wenn du diese Identifikation aufgibst, wirst du zum „Christus für die Welt“, der freundlich und ohne Geländer dem Leben begegnet, weil er weiß: Nichts war je getrennt, und nichts kann je verloren gehen.
Vergebung ist die Erkenntnis, dass die Geschichte deines Schadens nie geschrieben wurde.
Welches Drehbuch deiner Ohnmacht zerreißt du heute endlich?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
3 Antworten
Liebster Theophilos
Den Fokus nicht im Aussen halten, sondern von Innen nach Aussen.
Je mehr ich in den Verstand gehe um so mehr Energie gebe ich meinen kleinen „ich“.
Ich diskutiere und komme dann in dieses Gedankenkarusell, was ich gar nicht möchte.
Es ist ein Teufelskreis der unterbrochen werden sollte.
Ja ich erkenne was sich das Ego erschaffen hat, es will Überleben in all seinen Lebensrollen,
mit all diesen Verhaltensmustern, Glaubensätze und Identifikationen dessen.
Dieses Ego kennt die Lichtseite nicht. Durch unser Vergessen haben wir das Ego walten lassen wie es wollte.
Ich vergebe mir ,dass ich mein Licht nicht gesehen habe
Ich vergebe mir dass Liebe gefehlt hat
Ich vergebe mir dass ich mein „ich bin“ vergessen habe.
Danke liebster Theophilos ,dass du da bist.❤️
DANKBARKEIT ist auch Gebet habe ich gehört.
Sorry ,wenn ich in Mini Schritten gehe.
Ich war immer etwas langsam unterwegs.
Liebe Evi,
vergiss die „Mini-Schritte“ – sie sind nur ein letzter Trick deines Egos, um eine Reise vorzutäuschen, wo gar kein Weg ist. Du musst nicht erst heiler, schneller oder klarer werden, um das Licht zu sein, das du längst bist.
Dankbarkeit ist kein Gebet, um etwas zu erreichen, sondern das heitere Staunen darüber, dass das Leben dich atmet, ohne dass du es kontrollieren musst. Dein „bisheriges Buch“ liegt gerade still – genieße die Leere.
Du bist bereits zu Hause.
Daanke❤️