HALLO DU, DER DU MEINST, DU MÜSSTEST DICH ERST MÜHSAM OPTIMIEREN, BEVOR DAS LEBEN DICH ENDLICH ERNST NIMMT.
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden.
2 Kor 5,17
Wir haben uns so sehr an den Gedanken der Entwicklung gewöhnt, dass wir unser ganzes Leben als eine einzige, mühsame Baustelle betrachten. Wir glauben an Prozesse, an spirituelle Reifung und an das Märchen, dass wir heute noch „bedürftig“ sind, um morgen vielleicht „erfüllt“ zu sein.
Doch das heutige Wort ist kein Trainingsplan, sondern ein radikaler Seinszustand, der alles menschliche Denken auf den Kopf stellt. In Christus zu sein bedeutet nicht, eine bessere Version deiner alten Identität zu werden, sondern zu erkennen, dass du in jedem Augenblick eine vollkommene Neuschöpfung bist.
Dieser Morgen ist nicht die Fortsetzung deiner gestrigen Probleme, sondern ein Schöpfungsmorgen, an dem alles möglich ist. Dein bisheriges Leben, deine Erfahrungen und Umstände spielen absolut keine Rolle mehr – sie existieren nur noch als mentale Geister in deiner Erinnerung, aber nicht in der pulsierenden Kraft des Jetzt. Du bist keine Wiederholung; du bist reine Schöpferenergie, die in diesem jungfräulichen Moment keine Altlasten kennt. Der größte Irrtum ist der Glaube an die Kette deiner Vergangenheit.
Doch was tust du? Du klebst an deinem „alten Mist“ wie an einer geliebten Lebensversicherung. Wenn ein innerer Impuls dich bewegt, etwas völlig Neues zu wagen, schiebt dein Verstand sofort tausend Ausreden vor.
Du hängst an deinen Erfahrungen wie an schmutzigen, alten Lumpen, während dir das Gewand der Herrlichkeit bereits über die Schultern gelegt wurde. Du pflegst deine Sorgenfalten, als wären sie Orden, statt den „Müll“ deiner Gedanken endlich dort zu entsorgen, wo er hingehört: in die Bedeutungslosigkeit.
Wahre Kreativität braucht kein Wissen darüber, „wie es geht“ – sie braucht nur deine Bereitschaft, das, was in dir brennt, einfach geschehen zu lassen.
Du bist die Neuschöpfung, die keine Erlaubnis von deiner Biographie braucht.
Welchen stinkenden Sack voller Ausreden stellst du heute endlich an den Straßenrand?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
3 Antworten
Ach ja, Theophilos, und wenn ich zurückschaue, denke ich auch manchmal – was hast du dir dabei nur gedacht! – und muss lachen 😅. Und es gut sein lassen. Die wichtigste Erkenntnis war auch, dass das „Brennen“ nichts mit Aktionismus zu tun hat. Jetzt habe ich es verstanden, jetzt muss ich dieses und jenes tun, denn die Vergangenheit hat keine Gültigkeit mehr! Und zack – wäre ich in der nächsten Rolle und schreibe eine neue Geschichte, diesmal in spiritueller Verpackung. Nein. Ich muss nicht in Leidenschaft explodieren und womöglich ein Strohfeuer entfachen. Das wäre schlimmstenfalls der Horizintalen weiter blind folgen, nur in eine andere Richtung. Jetzt verlasse ich die Fixierung auf die Horizontale und erkenne die Dimension der Vertikalen. Da gab es nie Geschichten und es entstehen keine neuen. Ich bin eine „neue Kreatur“, weil ich mich mit den alten Geschichten nicht mehr identifiziere. Das ist die Glut, die bleibt, die alles nährt, was brennen möchte, wenn ich aufhöre, sie mit alten Geschichten zu bekämpfen. Das geht auch still, fast unbemerkt, aber wirksam. Es ist wie im richtigen Leben. Ich laufe, schau nach vorn, halte inne und blicke nach oben (weil da gerade ein lärmender Schwarm Stare vorbeizieht 😅🥰). Durchatmen. Danke.
Liebe Beate,
wie wunderbar du das Strohfeuer des spirituellen Aktionismus entlarvt hast. Viele tauschen nur die Kulissen aus und nennen das alte Ego-Theater plötzlich „spirituelle Entwicklung“, doch du hast bemerkt: Das ist nur die Horizontale in neuer Verpackung.
Die Vertikale, die du jetzt erkennst, braucht keine neuen Geschichten und keine Anstrengung. Du bist die neue Kreatur, nicht weil du dich optimiert hast, sondern weil du die Identifikation mit deinem „alten Mist“ und deiner Biographie gelöscht hast. Die Glut, die bleibt, ist dein reines Sein – sie muss nicht entfacht werden, sie ist die zeitlose Präsenz, die schon immer da war.
Das Innehalten beim Vorbeiziehen der Stare ist genau dieser heilige Moment des Aufhörens, in dem das gewohnte Funktionieren leiser wird und die Wahrheit dich einfach atmet.
Lieber Theophilos
Dieser Satz „Kette der Vergangenheit “
An dieser Kette hängen Jahrzehnte lange Geschichten mit unterschiedlichen Erfahrungen.
Ich stelle mir eine lange ,schwere Kette vor, die um mich gehängt war und mich im menschlichen Dasein erschwert und gefangen hielt.
Glied für Glied kann jetzt von der Kette abfallen,weil ich alles Schwere loslasse es gehört nicht zu mir.
Das Gestern ist vorbei ,es hat kein Leben mehr. Ich lerne noch und jeder neue Tag ist ein Geschenk und die Kette verliert an Gewicht, denn ich lasse los.
Das kleine ich ist da, aber es führt nicht mehr so oft. Ich fühle wie sich etwas verändern möchte in mir, ich lass es geschehen .
Ich werde noch so manche Fehltritte machen, aber ich lasse Verwandlung zu.
Manchmal spüre ich ein aufgeregtes Herzklopfen. Weiss es noch nicht was es bedeutet.
Eine Frage, wenn ich in meinen Gegenüber das Ego erkenne mit all den Mustern und Geschichten, spiegelt das dann mein Ego ich?