HALLO DU, DER DU MEINST, DU MÜSSTEST DICH IN GOTTES WERKZEUGKASTEN NÜTZLICH MACHEN.
Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
Eph 2,10
Wir betrachten „gute Werke“ oft durch die Brille einer anstrengenden Moral und glauben, wir seien Werkzeuge in Gottes Werkzeugkasten – kleine, fleißige Figuren, die sich abmühen müssen, damit das Göttliche durch sie hindurchscheint.
Doch dieses Wort sagt nicht, dass du ein Werkzeug bist. Du bist das Werk selbst. Du bist nicht die Schaufel, sondern die vollendete Kathedrale. Wenn du staubsaugst, an der Kasse stehst oder über die Autobahn jagst, besteht dein „gutes Werk“ nicht darin, besonders heilig zu gucken oder spirituelle Sätze zu dreschen. Dein Werk ist deine nackte Präsenz. Es ist der Frieden, der keine Bedingungen stellt, und die sprühende Lebensfreude, die einfach ausflippen möchte, weil sie existiert.
In der Tiefe gibt es keine Hierarchie, kein „Oben“ und „Unten“. Es gibt keinen Unterschied zwischen Christus und dem Licht, das du bist. Wenn du im Alltag stehst – mit Gummistiefeln am Spülbecken oder im Konflikt mit dem Partner – ist die einzige „gute Tat“, die es zu vollbringen gilt, das Aufhören. Das Aufhören, dich als begrenztes, gefallenes oder vorläufiges Wesen zu definieren, das erst noch mühsam in die Vollendung gelangen muss.
Du bist bereits die schaffende Liebe in Aktion. Dein System fängt nur deshalb an zu spinnen, weil du versuchst, das Unendliche in die zu enge Form einer „kleinen Person“ zu quetschen, die meint, ihren Wert durch Tun beweisen zu müssen.
Wandle in der Wahrheit, dass deine reine Existenz bereits das Ereignis ist. Wenn du im anderen genau denselben unendlichen Ausdruck siehst, verabschiedet sich das ganze Klein-Klein der Beziehungskonflikte von selbst, weil es keinen Gegner mehr gibt. Präsenz braucht keine moralische Anstrengung; sie ist das Ende des Tuns und der Beginn des Seins. Dein Werk ist längst bereitet. Es ist die unkaputtbare Klarheit, die durch deine Augen schaut, während du die Wäsche faltest. Du bist das Licht der Welt – nicht als künftige Aufgabe, sondern als gegenwärtige Tatsache deines Wesens.
Du bist kein Werkzeug, das Gott benutzt. Du bist das vollendete Meisterwerk, das sich gerade als du erlebt.
Wo versuchst du noch nützlich zu sein, statt einfach da zu sein?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
8 Kommentare
… „gut gebrüllt Löwe“… Genau so isses… Hallelujah 💃🕺🏻🤗
🥰
Hallelujah, Ingrid!
Schmeiß den Schraubenzieher in die Ecke. Löwen tanzen nämlich lieber, als nützlich zu sein.
Genau Ingrid! 😅
Ich musste so grinsen beim Lesen! Früher dachte ich auch immer: Lass mich dein Werkzeug sein!
Heute weiß ich: ich bin das Haus und nicht der Hammer 😁. Ich bin der Bäcker und nicht das Brötchen. Was für eine Freude darin steckt!
🥰
Beate, herrlich!
Hämmer machen nur Krach, Häuser geben Heimat. Wer will schon ein nützliches Brötchen sein, wenn er der Meister der ganzen Backstube ist? Genieße dein Haus-Sein!
Lieber Theophilos
Wie gut der Text heut passt.
Wieviel leichter ich mich heute fühle
Kein Druck, keine Erwartungen einfach „sein“
Die Liebe kann und macht alles.
Ich bin behütet und geschützt im Herzen der Liebe. Schön das ihr alle da seid.
Dankeschön 🙏 🙏 🙏
Evi, herrlich!
Wenn der Druck geht, kommt die Weite. Genieße dein nacktes Sein – es ist dein unkaputtbarer Naturzustand. Schön, dass du aufgehört hast, dich selbst zu dämpfen!