HALLO DU, DER DU MEINST, DU MÜSSTEST DICH ERST QUALIFIZIEREN, BEVOR DU DEIN EIGENES LEUCHTEN ERNST NEHMEN DARFST.
Fürchtet euch nicht; ihr seid kostbarer als viele Sperlinge.
Matth 10,31
Wir haben uns herrlich darin eingerichtet, uns ständig wertlos zu fühlen, weil wir uns mit anderen vergleichen oder vor düsteren Zukunftsprognosen und Nachrichten zittern. Wir meinen ernsthaft, wir könnten aus dem Leben fallen oder abstürzen, während ein kleiner Spatz sich nicht eine Sekunde den Kopf darüber zerbricht, ob der Himmel ihn morgen noch trägt oder ob er die richtige Schwingfrequenz für den nächsten Flug besitzt.
Der größte Irrtum unserer Gesellschaft ist der Glaube, wir seien noch „nicht genug“ und müssten erst noch diesen einen Riesenberg an Programmen, Ausbildungen und Persönlichkeitsentwicklungen erklimmen, um endlich wertvoll zu sein. Wir lassen uns von einer Entwicklungsindustrie am Gängelband halten, die uns einredet, wir hätten es erst dann „gepackt“, wenn wir eine starke Persönlichkeit konstruiert haben, die bereit für die Bühnen dieser Welt ist. Doch das ist reiner Quatsch – ein kognitives Schlachtfeld, auf dem wir uns selbst die Augen zuschmieren, während wir innerlich eingeschüchtert durch den Alltag laufen, weil uns der Rotstift aus der Schulzeit immer noch im Nacken sitzt.
Du bist nicht „mehr“ oder „weniger“ als ein Sperling, sondern du bist genau dasselbe pulsierende, sprühende Leben, das ohne Uhrzeit und ohne Sorgen durch den Tag zwitschert. Das Leben trägt alles, was ist, und es lässt niemanden durchfallen; es kennt keine Verfehlungen, sondern antwortet auf jede Bedrohung mit purer Energie. Die Schwere und die Zweifel sind lediglich hausgemachte Wahnvorstellungen, mit denen wir uns ständig selbst niedermachen, weil wir vergessen haben, dass wir bereits das Ebenbild Gottes und ein Genie der Liebe sind.
In deiner wahren Essenz gibt es nichts, was korrigiert oder erst „qualifiziert“ werden müsste. Du fehlst nur dann, wenn du zweifelst – nicht, weil das Leben aufhört, dich zu tragen, sondern weil du den freien Fall des Vertrauens meidest.
Breite deine Flügel aus und erkenne, dass du bereits die optimalen Voraussetzungen hast, weil du die Idee des Lebens selbst bist. Du musst nicht fliegen lernen; du musst nur aufhören, dich am Zweig deiner Sorgen festzubeißen.
Du bist kein Mängelwesen auf Bewährung, sondern die unkaputtbare Pracht des Lebens in Person.
Wo suchst du noch nach Fehlern, wo Gott nur Vollkommenheit sieht?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
4 Kommentare
Guten morgen lieber Theophilos
Ja was soll ich sagen ,diese Geschichte trifft genau den Punkt.
Meine Tochter ,Mama von zwei Mädels arbeitet als Arzthelferin in einen Betrieb von 4 verschiedenen Ärzten.
Nun hat sie ein Angebot bekommen nochmal eine Ausbildung zu machen um in eine höhere Position zu kommen. Betrieb würde Ausbildung bezahlen.
Die älteste Tochter braucht grosse Unterstützung bei den Haus-Aufgaben.
Meine Tochter sagt ,sie würde sich gerne weiterentwickeln.
Aber sie ist hin und her gerissen , weil sie Angst hat, dass ihre ältere Tochter zu kurz kommen könnte. Ihr Mann der für die Familie alles macht hat Bedenken.
Gestern hatten wir dieses Gespräch. Angela so heisst die Tochter, zermürbt sich den Kopf. Hatte gestern auch Kopfschmerzen.
Heute als ich deinen Text las , habe ich eine Verbindung in dieser Geschichte gesehen.
Ich erkenne ,dass Symptome Kopfschmerzen .Ihr wahres“ sein“ möchte über das körperliche Symptome sagen, du musst nicht auf der Karriere-Leiter steigen um mehr zu sein.
Aber ihr Ego möchte sich weiter entwickeln , um sich selber was zu beweisen.
Ich sehe in meiner Tochter eine wundervolle , liebende Mutter die geliebt und getragen ist in Gottes Schöpfung.
Früher hätte ich direkt gesagt, ja klar machst du das. Was du hast, hast du.
Aber jetzt durch schaue ich den Werdegang.
Ich weiss nicht wie ich sie da richtig unterstützen kann.
Von mir bekommt sie keinen Druck, das mach ich auch sonst nicht.
Und ich möchte auf keinen Fall das meine Enkeltochter leidet, was Angela auch nicht möchte.
Mein Herz versucht einen Weg zu finden ihr die richtigen Worte zu sagen.
Aber sobald ich von Gott spreche, macht sie zu. Habe es versucht.
Sie lebt nach den Glauben der katholischen Kirche.
Evi, spürst du den Drang, für Angela eine Lösung oder die „richtigen Worte“ zu finden?
Genau das ist dein Marker.
In der Tiefe hast du keine Aufgabe an deiner Tochter. Sie ist – genau wie du – ein vollkommenes Genie der Liebe auf ihrem eigenen, autonomen Weg. Dein Wunsch, eingreifen oder „Gutes tun“ zu wollen, ist die Einladung, den Blick von ihr abzuziehen und ganz zu dir zurückzukehren. Hier an der Schwelle wird dein gewohntes Funktionieren leiser.
Es gibt nichts zu reparieren und nichts zu lösen. Die Wahrheit braucht keine Hilfe.
Sie braucht nur deine stille Präsenz, die aufhört, im Außen nach einer Aufgabe zu suchen.
Ja genau
das ist mein Marker
Ich erkenne es jetzt
Die Macht der Gewohnheit helfen zu wollen.
Aber wie du schon sagst , sie ist auf ihren eigenen autonomen Weg.
Jaa, wie verzwickt das doch ist, wie schnell man aus der eigenen Mitte rausrutscht und sich den Sorgen zuwendet.
Man kommt sofort in einer Ebene von Angst und Sorge.
Danke Evi für Deine Antwort: „Die Macht der Gewohnheit helfen zu wollen!“ steckt vordergründig noch zu tief in uns Müttern. Deshalb auch en dickes „Dankeschön“ für den ganzen Beitrag an Bruder Theophilos!