HALLO DU, DER DU MEINST, DER JUBEL GELTE NUR EINEM ANDEREN, WÄHREND DU DICH BESCHEIDEN IN DER ZUSCHAUERMENGE VERSTECKST.
Sie nahmen Palmzweige und gingen Jesus entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Joh 12,13
Wir haben herrlich gelernt, unsere Sehnsucht nach Größe nach außen zu projizieren und Stars, Heilige oder Vorbilder zu bejubeln, als wären sie aus einem anderen Stoff gemacht als wir selbst. Wir schwenken Fahnen und werfen Zweige in die Luft, um ganz klar die Trennung zu zelebrieren: Dort der strahlende Held, hier der kleine Bewunderer.
Doch diese theatralische Geschichte von Palmsonntag entfaltet ihre wahre Magie erst, wenn du erkennst, dass du nur das bewundern kannst, was in dir selbst bereits angelegt ist. Wenn Jesus dir als „König“ oder „Meister“ begegnet, dann fungiert er lediglich als ein lichtdurchlässiges Fenster, durch das die Sonne deines eigenen Seins scheint. Wer auf halber Strecke stehen bleibt und nur den „Star“ bejubelt, wird zum spirituellen Rohrkrepierer, der seinen eigenen Lebensimpuls kurz vor der Explosion abwürgt.
Es braucht keinen Mut, sondern nur die Wahrhaftigkeit zu erkennen, dass dieser Jesus dir lediglich spiegelt, wer du in Wahrheit bist: das eine Bewusstsein, das Licht von tausend Sonnen. Deine „Königsherrschaft“ ist kein Privileg der Geschichte, sondern dein natürlicher Seinszustand.
Sobald du aufhörst, dich durch Huldigung von deiner eigenen Genialität zu distanzieren, macht die Welt Platz. Du musst nicht mehr diskutieren, überzeugen oder kämpfen; deine bloße Präsenz ist es, die Türen öffnet und alles zum Klingen bringt.
Hör auf, vor anderen zu staunen, und erkenne, dass du in jedem Moment deiner eigenen Unendlichkeit begegnest. Der Freiheitssprung ist das Ende der Suche nach Größe im Außen und die Rückkehr in das Wissen, dass du bereits die volle Genüge bist.
Bewunderung ist die vornehmste Form, sich selbst zu übergehen.
Wen bejubelst du heute noch, um dich selbst nicht ernst nehmen zu müssen?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
3 Kommentare
Genau so ist es… Alles was ich Dir schenke, schenke ich mir.
Alles was ich mir schenke, schenke ich Dir.
„Tat Twam asi“
Wie leicht wird das Leben dadurch… Wir alle sind „Hauptdarsteller“… Es gibt keine Nebenrollen…
Herrlich….
❤️
Ingrid, „Tat Twam asi“ ist der radikale Kuss der Wahrheit:
Wenn die Illusion der Trennung fällt, gibt es kein getrenntes „Gegenüber“ mehr – du begegnest in jedem Geschenk nur deiner eigenen Tiefe. In der nahtlosen Einheit der Existenz hat das Leben keine Statisten vorgesehen; jeder Atemzug ist der volle Auftritt des Ganzen. Wie herrlich leicht es wird, wenn wir aufhören, uns in Nebenrollen zu verstecken, und stattdessen die unendliche Weite feiern, die wir gemeinsam sind.