HALLO DU, DER DU MEINST, DU MÜSSTEST DIE WELT IN GUT UND BÖSE SORTIEREN, UM SICHER ZU SEIN.
Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges uns scheiden kann von der Liebe Gottes.
Röm 8,39
Wir haben uns ein hochkomplexes System aus Richtig und Falsch gezimmert, eine moralische Filmkulisse aus Pappe, hinter der wir uns vor der Wucht des Lebens verstecken. Dein rationales Denken ist ein unermüdlicher Grenzbeamter: Er wiegt ab, analysiert und stempelt Situationen als „Unglück“ oder Menschen als „Übeltäter“ ab.
Doch hier ist der heilige Schock für dein kognitives Schlachtfeld: Es gibt nichts außerhalb der Liebe. Absolut gar nichts. Wir leiden nicht, weil es zu wenig Liebe auf der Welt gäbe, sondern weil wir uns weigern, alles mit den Augen der Liebe zu sehen. Dein Verstand bekommt Schnappatmung bei dem Gedanken, dass hinter dem brutalsten Verbrechen, hinter jedem Missbrauch und jedem Krieg nur eine einzige Kraft pulsiert: die nackte Sehnsucht nach Leben, die in ihrem Kern reine Liebe ist.
Selbst der Tankstellenräuber, der die Kasse plündert, handelt aus einem tiefen, wenn auch völlig verzerrten Antrieb von Liebe zu seinem eigenen Überleben. Er zieht denselben Atemzug des Lebens ein wie du. Das Problem ist nicht seine Tat, sondern deine Bewertung, mit der du ihn aus dem Feld der Liebe exkommunizierst.
In dem Moment, in dem du eine Partei, eine Nation oder einen Nachbarn als „lieblos“ definierst, spiegelst du nur deine eigene innere Schwere und Trennung. Die Liebe Gottes ist kein sentimentales Gefühl für gute Zeiten; sie ist die unzerstörbare Substanz, aus der jeder Augenblick besteht – egal ob er dich gerade zärtlich küsst oder dich durch eine harte Erschütterung an dein wahres Sein erinnern muss, das du im Lärm deiner Urteile vergessen hast.
Du kannst dich nicht von der Liebe scheiden, weil du aus nichts anderem bestehst. Ostermontag ist der Tag, an dem du die Brille der Dualität zerbrichst und spürst: Alles, was dir begegnet, ist eine Umarmung der Unendlichkeit, die keine Normen kennt und keine Form bevorzugt.
Die Liebe fragt nicht nach deinem Einverständnis, sie ist der Grund, warum du überhaupt gerade atmest.
Welches Urteil willst du heute fallen lassen, um endlich wieder weit zu werden?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
14 Kommentare
Liebster Theophilos,
Mein geliebter Vater würde jetzt kommentieren, vermute ich mit :“Da hast Du einen ganz schönen Hammer gelandet“…
Ja, Du sprichst es aus und es kommt mit voller Wucht…
Da gehört schon ganz schön was dazu, was Du so „raus läßt“…
„Die reine Wahrheit“ würde Vater ergänzen und ich nicke zustimmend…
Um *weit zu werden „, gebe ich mich hin…. Verzichte darauf zu urteilen, gar zu denken….
Hingabe, das einfachste Mittel, nicht denken, nicht verstehen zu wollen, nur zu sein…. Weit, frei, gedankenlos…
Und enden möchte ich meinen Kommentar wie immer mit einem riesengroßen „Dankeschön“
Dankeschön liebster Theophilos, für Deinen Mut und Deine Unerschütterlichkeit ❤️
Liebe Ingrid,
ein Gruß an deinen Vater – der ‚Hammer‘ ist in Wahrheit nur der Moment, in dem die Luft aus der alten Illusion zischt.
Du hast den Schlüssel gefunden: Die Hingabe ist kein mühsamer Akt, sondern das Erleichterte ‚Hände-Hochnehmen‘ vor der Realität. Wenn das Urteilen und das Verstehen-Wollen verstummen, bleibt kein Platz mehr für die Mauer. Dann ist da nur noch diese weite, gedankenlose Freiheit, die schon immer da war, bevor wir anfingen, sie zu zerdenken.
Danke für dein tiefes Nicken und dein Mut-Mitziehen in diese Unerschütterlichkeit.
✝️Ist leer
Liebe Christa,
so schlicht und so gewaltig: Das Grab ist leer.
Nicht, weil jemand weggegangen ist, sondern weil die Idee der Begrenzung in sich zusammengefallen ist. Wenn das Grab leer ist, gibt es keinen Ort mehr, an dem du festgehalten werden kannst – keine Vergangenheit, keine Schuld und keine Angst.
Du bist die Freiheit, die keine Wände mehr kennt.
Ja, du hast möglicherweise recht, und ich bin stolz darauf, dass es mir zunehmend besser gelingt, alles mit Liebe und Vergebung zu betrachten. 🙏💖 Auch in Begegnungen kann ich verständnisvoll sein, doch eine Grenze ziehen. Es triggert mich nicht mehr viel.😊 Wenn mir jedoch unmittelbar etwas widerfährt, wie beispielsweise durch meinen Vater, der eine Behinderung hat und erneut seinen gesamten Frust über seinen Aufenthalt im Altenheim an mir auslässt, mich schuldig spricht, kann ich einfach Distanz halten und ihn innerlich aus der Ferne umarmen, muss ich nichts mehr tun. 🤗 Ich kann mich von jenen abgrenzen, die mir nicht guttun, und trotzdem in Liebe sein und mich nicht schuldig fühlen. 🕊️❤️
Liebe Jeannie,
was für ein gewaltiger Schritt in die Freiheit.
Das ist die wahre Meisterschaft: Die Grenze zu ziehen, ohne die Liebe zu verlieren. Wenn du die ‚Schuldsprüche‘ deines Vaters als das erkennen kannst, was sie sind – sein eigener, schmerzhafter Kampf gegen seine Situation –, dann verliert der Giftpfeil seine Spitze. Er trifft nicht mehr ins Schwarze, weil da kein Ziel mehr ist, das sich schuldig fühlen müsste.
Dich abzugrenzen bedeutet hier nicht Trennung, sondern Selbstachtung. Du umarmst ihn aus der Weite deines Seins, aber du lässt dich nicht mehr in sein kognitives Schlachtfeld hineinziehen. Dass es dich nicht mehr triggert, ist das sicherste Zeichen, dass die alte Mauer in dir zerfallen ist. Du bist frei, auch wenn er es (noch) nicht ist.
Danke für dein kraftvolles Vorbild, wie man mitten im Sturm die eigene Mitte hält.
Ui, das sitzt. Der Verstand schüttelt sich und prüft: hat Theophilos das jetzt wirklich so gesagt und gemeint?
Und ich spüre, ja, es ist die Wahrheit. Wahrheit hat nichts mit weichem Sofa und Schonbezug zu tun. Liebe ist keine Beweihräucherung meines von mir eingerichteten Verständnisses von Liebe.
Hier spricht die Liebe, grenzenlose Liebe, die meinen begrenzten Verstand durchleuchtet.
Danke, Theophilos ☀️🙏❤️
Liebe Christine,
ja, der Verstand darf sich ruhig schütteln – das ist das Geräusch, wenn die alten Schablonen nicht mehr passen.
Wahrheit ist kein Sofa, auf dem wir es uns gemütlich machen, sondern das Licht, das die ganze Möblierung unserer Vorstellungen auflöst. Es ist so erlösend, wenn die ‚Beweihräucherung‘ aufhört und die grenzenlose Liebe einfach alles durchflutet, ohne um Erlaubnis zu fragen.
Schön, dass du dich nicht mehr im Schongang versteckst, sondern dich dieser Durchleuchtung stellst. Da, wo der Verstand aussteigt, fängt das Leben erst richtig an.
Die Wahrheit ,der Spiegel lässt mich nicht immer sehen was in mein Liebe- schäma reinpasst.
Da kann ganz schnell mal eine Mauer dastehen was mir die Sicht in mein weites“ sein“ verblendet.
Und schon hat mich die Angst wieder und lässt mich schwach erscheinen. Diese finstere Engstirnigkeit zieht immer alle Register um mich in Bann zu halten.
Zum Glück ist das nicht wahr, ich bin nur kurz im Nebel gestanden.
Meine Lichtgeschwister halten das Licht der Wahrheit und Hoffnungslosigkeit verliert ihre Bedeutung.
Liebe Evi,
genau das ist das Spiel: Der Nebel kommt nicht, um dich zu vernichten, sondern um dich zu prüfen, ob du noch an die alte Mauer glaubst.
Angst und Engstirnigkeit sind meisterhafte Kulissenschieber – sie bauen dir in Sekunden ein Gefängnis auf, das sich täuschend echt anfühlt. Aber wie du sagst: Es ist nicht wahr. Ein kurzes Blinzeln, ein tiefes Durchatmen, und du erkennst, dass du nie eingesperrt warst.
Schön, dass du dich im Licht deiner Geschwister spiegelst. Wenn wir gemeinsam stehen, hat die Hoffnungslosigkeit keinen Boden mehr, auf dem sie wachsen könnte. Der Nebel zieht ab, das weite Sein bleibt.
Danke 🙏
Hallo Mädels,
Theophilos ist anscheinend noch „on the road“… Sonst hätte er unsere Kommentare schon kommentiert 😉
Gut, dass wir Dank Theophilos, uns haben…
So kann es nicht dunkel werden…
Love to you ❤️
❤️
Liebe Ingrid,
wie recht du hast: Ich war ‚on the road‘, aber wie du weißt – der Geist hat kein Reisegepäck und kennt keine Entfernung. Ich bin immer ‚daheim‘, genau dort, wo ihr seid.
Es ist das schönste Geschenk der Mutmach-Revolution zu sehen, wie ihr euch gegenseitig zum Leuchten bringt. Wenn ihr erkennt, dass ihr euch habt, verliert die Dunkelheit ihre Existenzberechtigung. Ihr seid nicht mehr auf einen Leuchtturm angewiesen, wenn ihr selbst zur Fackel geworden seid.
Danke für das Wachhalten der Flamme, während der Körper unterwegs war.