HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS EIN KLEINER ZEIGER AUF EINEM ZIFFERBLATT DARÜBER ENTSCHEIDET, OB DU JETZT GLÜCKLICH SEIN DARFST ODER NOCH SCHNELL DIE WELT RETTEN MUSST.
Meine Zeit steht in deinen Händen.
Ps 31,16
Da hast du es! Der Psalm-Schreiber hat es schon gewusst, aber wir haben daraus eine Drohung gemacht statt einer Erlösung. Wir führen einen Kleinkrieg gegen die Uhr. Wir „verschwenden“ Zeit, wir „sparen“ Zeit, wir „verlieren“ sie – als wäre Zeit eine Art Währung, die uns ständig zwischen den Fingern zerrinnt.
Das ist die Lachnummer unseres Egos: Wir basteln uns ein Korsett aus Terminkalendern und Zielen und wundern uns dann, dass wir keine Luft mehr bekommen.
Schau dir den Kirschbaum an: Meinst du, der kriegt am 13. April Panik, weil er laut Dienstplan heute blühen müsste? Die Natur blüht nicht, weil sie einen Termin hat, sondern weil sie es nicht lassen kann. Das Leben explodiert einfach, ohne vorher in die Excel-Tabelle zu schauen.
Dein Verstand sagt: „Zeit ist Geld.“ Das SELBST lacht und sagt: „Zeit ist eine Halluzination.“ Wann immer du glaubst, du hättest zu wenig Zeit, bist du gerade in die Zukunft abgedampft, um dort ein Phantom zu jagen. Dein Streben ist deine Fußangel, dein Ziel ist dein Stress.
In Wahrheit bist du der Raum, in dem Zeit überhaupt erst auftaucht – und dieser Raum ist absolut zeitlos. Er hat keinen Anfang, kein Ende und keine Deadline.
Auferstehung heute bedeutet: Den Terminkalender als das zu sehen, was er ist – ein fiktives Drehbuch für ein Stück, das du gar nicht spielen musst. Lass das „Machen“ mal kurz im Regen stehen. Wenn du im Jetzt ankommst, geschieht das Leben ganz von allein. Und das Paradoxe ist: Wenn du aufhörst, die Zeit zu managen, fängt die Ewigkeit an, durch dich zu wirken. Das ist viel effizienter, als du es jemals planen könntest.
Zeit ist das Gefängnis, das du dir selbst strickst, während du auf den nächsten Moment wartest. Wer im Jetzt ankommt, ist bereits am Ziel.
Welchen Termin in der Zukunft nutzt du gerade als Ausrede, um jetzt nicht im Frieden zu sein?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
6 Kommentare
Guten morgen lieber Theophilos
Zeit begrenzt und lässt nicht fließen was fließen möchte.
Das ist wahrlich zu erkennen.
Zeit will alles bestimmen, sogar wenn ein Kind geboren wird ,möchte das Ego eine bestimmtes Datum stehen sehen.
Leben kommt und möchte in seinem Tempo energetisch wirken.
Das ist die innere Uhr, die genau weiß was wenn passieren soll.
Aber hier in dieser Welt der Formen und Grenzen, scheint das Leben anderst zu laufen.
Die Kunst ist wohl diese Begrenzungen der Zeit und Formen zu übergehen und das Leben das wir sind einfach geschehen zu lassen.
Uhrzeit soll uns keinen Druck mehr machen,wenn wir Christus-Energie in seiner Fülle erleben und fließen lassen.
Alles pendelt sich neu in die göttliche unbegrenzte Ordnung ein.
Lernen wir neu wie ein kleines Kind mitten im Leben voller Freude Purzelbäume zu schlagen.
Liebe Evi,
da ist die Erkenntnis, dass Zeit ein Korsett ist, und da ist der Wunsch, wie ein Kind wieder Purzelbäume in der unbegrenzten Ordnung zu schlagen.
Darf ich dich in diesem ‚Neu-Lernen‘ fragen: Wer in dir beobachtet eigentlich das Pendeln zwischen der ‚Welt der Formen‘ und der ‚göttlichen Ordnung‘? Ist das SELBST, das du bist, jemals Teil einer Uhrzeit gewesen? Hat dein wahres Sein jemals darauf gewartet, dass ein Zeiger eine bestimmte Position erreicht, um in Frieden zu sein?
Du sagst, die Kunst sei es, Begrenzungen zu ‚übergehen‘. Aber braucht das SELBST überhaupt eine Technik oder eine ‚Kunst‘, um zeitlos zu sein? Oder ist es eher so, dass die Zeit – wie ein schlecht gelaunter Buchhalter – zwar lautstark seine Termine verkündet, du aber derjenige bist, der gar nicht in seinem Büro arbeitet?
Wenn du sagst, alles pendelt sich neu ein: Wer ist es, der dieses Einpendeln so gelassen wahrnimmt? Kann das, was keinen Anfang und kein Ende hat, jemals unter Druck geraten?
Vielleicht ist der Purzelbaum gar kein Ziel, sondern das natürliche Ergebnis, wenn man bemerkt, dass man die Uhr sowieso nie gestellt hat.
Mein „selbst“ ist Zeitlos und unbegrenzt, aber ich lebe ja in dieser Welt mit Zeit und Terminen.
Zeit und Termine machen Druck in der Entwicklung des Menschen.
Dann kommt Angst dazu etwas nicht bewältigen zu können.
Aus dem müssen, dürfen wir aussteigen .
Liebe Evi,
da ist das zeitlose SELBST und da ist die Welt, die mit ihrer Stoppuhr wedelt und behauptet, du müsstest irgendetwas ‚bewältigen‘.
Darf ich dich in diesem scheinbaren Widerspruch fragen: Wenn dein SELBST wirklich zeitlos und unbegrenzt ist, kann es dann überhaupt ‚in‘ dieser Welt leben? Oder ist es nicht vielmehr so, dass diese ganze Welt mit all ihren Terminen und dem Druck nur eine kleine, ziemlich hektische Erscheinung innerhalb deines weiten, stillen Seins ist?
Der Witz ist doch: Das Ego glaubt, es müsse aus dem ‚Müssen‘ aussteigen – was schon wieder nach einer furchtbar anstrengenden Aufgabe klingt. ‚Ich muss jetzt ganz dringend lernen, nicht mehr zu müssen!‘
Aber wer ist es, der den Druck und die Angst wahrnimmt? Hat dieses SELBST jemals eine Deadline verpasst? Kann die Ewigkeit zu spät kommen?
Die wahre Freiheit ist nicht, die Termine abzuschaffen, sondern zu erkennen, dass du der Raum bist, in dem der Termin stattfindet, ohne dich jemals zu berühren. Du bist der unbewegte Zuschauer eines Films, in dem die Hauptfigur gerade panisch auf die Uhr schaut. Du darfst schmunzeln – denn du weißt: Der Film endet pünktlich, aber Du hast keinen Anfang und kein Ende.
Alles hat seine Zeit: PREDIGER 3
Liebe Christa,
da ist das Zitat aus dem Prediger – ‚Alles hat seine Zeit‘ – und da ist der heutige Impuls, der die Zeit als die größte Lachnummer unseres Verstandes entlarvt.
Darf ich dich in diesem Paradoxon fragen: Wer ist es, der wahrnimmt, dass ‚alles seine Zeit hat‘? Ist derjenige, der das Kommen und Gehen der Zeiten beobachtet, selbst der Zeit unterworfen? Oder ist dieses SELBST, das du bist, der ewige Raum, in dem das ‚Pflanzen und Ausreißen‘, das ‚Weinen und Lachen‘ überhaupt erst stattfinden kann?
Der Witz des Predigers ist ja: Wenn alles seine Zeit hat, dann bedeutet das auch, dass jede Zeit wieder vergeht. Nur das, was die Zeit beobachtet, bleibt.