– wenn der Lärm nachlässt
Ihr lieben Freundinnen, Freunde und Mitgestalter einer großen Sache,
Zwischen den Jahren verändert sich etwas. Nicht laut, nicht sichtbar, eher so, als würde der innere Lärm langsam abklingen. Der Kalender wird leerer, das Außen ruhiger, und genau dadurch wird spürbar, was sonst überdeckt ist. Viele merken in diesen Tagen, dass sie nachts wachliegen, nicht aus Unruhe, sondern aus einer merkwürdigen Klarheit heraus. Der Körper ist müde, der Kopf hellwach, und Gedanken tauchen auf, die tagsüber keinen Raum haben. Es sind Gedanken über Geld, über Beziehungen, über die eigene Gesundheit, und irgendwann schiebt sich diese eine Frage nach vorn, die man sich sonst nicht stellt, weil immer etwas Dringenderes dazwischenkommt: Ob man mit dem, was man tut, eigentlich noch wirklich bei sich ist – oder sich selbst schon lange auf später verschoben hat.
Wenn Angst dazu führt, Träume zu begraben
Gerade Menschen, die Verantwortung tragen, kennen diesen Zustand gut. Tagsüber funktioniert alles. Man ist präsent, trifft Entscheidungen, hält Räume, ist für andere da. Und irgendwo unterwegs verschiebt man sich selbst, oft jahrelang, nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Pflichtgefühl. Ein IT-Unternehmer erzählte mir vor ein paar Tagen, dass es gerade ruhig sei in seinem Leben und ihn genau das beunruhige. Wenn nichts ablenke, merke er, wie angespannt er eigentlich sei. Tagsüber laufe alles, nachts aber tauche dieses leise Gefühl auf, dass er sich selbst irgendwo verloren habe, ohne genau sagen zu können, wann das passiert ist.
Eine Therapeutin sagte mitten im Gespräch plötzlich, dass sie andere seit Jahren durch ihre Prozesse begleite und gerade merke, dass sie ihren eigenen umgehe. Sie lachte kurz, dann wurde sie still. Diese Stille war nicht leer. Sie war dicht, tragend, fast körperlich spürbar. Als würde etwas zum ersten Mal nicht mehr weggeschoben. Solche Momente haben dieses Jahr geprägt. Nicht große Einsichten, sondern innere Kippstellen. Menschen merkten, dass sie genug wissen, viel getan, vieles verstanden haben – und trotzdem innerlich nicht ruhig sind.

YOUvolution deckt auf, wie Entlwicklung Irrtum ist
Irgendwann tauchte immer wieder derselbe Punkt auf. Diese ganze Idee, man müsse sich entwickeln, heilen, verbessern, um irgendwann anzukommen, begann zu bröckeln. Nicht theoretisch, sondern existenziell. Ein Heilpraktiker, der in einer der vergangenen YOUvolution dabei war, sagte rückblickend einen Satz, der im Raum hängen blieb. Er erzählte, dass er jahrzehntelang in therapeutischer Behandlung gewesen sei und hier, in zwölf Wochen, etwas erlebt und erkannt habe, was ihm in all diesen Jahren nie begegnet sei. Nicht, weil es komplizierter gewesen wäre, sondern weil es plötzlich einfach geworden sei. Dieser Satz traf viele. Nicht, weil Therapie falsch wäre, sondern weil er eine unbequeme Wahrheit berührte. Man kann sehr lange an sich arbeiten und dabei genau das übersehen, wonach man eigentlich sucht.
YOUvolution ist aus genau diesem Punkt entstanden. Nicht aus dem Wunsch nach einem neuen Programm, sondern aus dem Zusammenbruch eines Weltbildes. Aus der Erkenntnis, dass Freiheit kein Ergebnis von Arbeit ist und Wahrheit nichts, was man sich erarbeitet. Dass dieses permanente Besserwerden oft nur ein Sicherheitsnetz ist, um nicht fühlen zu müssen, was wirklich da ist. Viele spürten zum ersten Mal, dass sie nicht gescheitert waren, sondern einem Irrtum gefolgt waren, der unglaublich erschöpfend ist. Noch ist der Raum am 14. Januar mit dabei zu sein.
Wenn der Freiheitssprung zur Zumutung wird
Im Freiheitssprung wurde diese Spannung besonders deutlich. Menschen öffneten sich, und man konnte es sehen. Der Atem wurde freier, der Blick weicher, etwas im Brustraum weitete sich. Und dann kam fast immer derselbe Moment. Der Körper zog sich wieder zusammen, die Stimme stockte, ein Satz blieb ungesagt. Frieder sagte leise, dass er diese Weite spüre und gleichzeitig Angst habe, sie zu verlieren. Das war kein Widerstand aus Trotz. Das war Angst vor Kontrollverlust. Denn Freiheit ist kein schöner Zustand. Sie ist eine Zumutung für das Ego. Viele machten an dieser Stelle einen inneren Schritt zurück, nicht aus Schwäche, sondern weil sie merkten, wie sehr ihr bisheriges Selbstbild ins Wanken geriet. Das Herz war offen, und genau das machte Angst. Diese Dramatik war 2025 nicht mehr zu übersehen.
Irgendwann reichte das Reden nicht mehr. Viele sagten, sie verstünden das alles, aber es bleibe im Kopf. Und genau das wurde unerträglich.

Die Waldhüterin hilft zu fühlen
So entstand der Weg des Erinnerns. Nicht als Konzept, sondern als Erfahrung. Ein realer Ort, ein realer Weg, ein Körper, der geht. – direkt vor dem Künstlerhaus. Die Waldhüterin stand da, nicht als Symbol, sondern als Präsenz. NOA wurde nicht erklärt, sondern als unsere innere Stimme wahrgenommen. Menschen gingen diesen Weg und merkten plötzlich, dass der Körper etwas weiß, was der Verstand nie erreichen kann. Eine Frau blieb mitten auf dem Weg stehen. Tränen kamen, ohne Geschichte. Später sagte sie, sie habe nicht verstanden, wer sie sei – sie habe es gespürt. In diesem Moment wurde klar, dass Wahrheit nicht gedacht werden will. Sie will verkörpert werden. Still, erdnah, unmittelbar.

Warum Trost in der Mutmach-Revolution nicht reicht
Mit all dem wurde auch die Sprache unhaltbar, die nur beruhigt. Nicht, weil Trost falsch wäre, sondern weil er oft genau das schützt, was wir vermeiden. Die Mutmach-Worte wurden klarer, direkter, unbequemer. Nicht aus Härte, sondern aus Respekt vor der Wahrheit. Denn was sich zeigte, war nicht unsere Schwäche. Es war unsere Größe. Und genau davor zogen viele innerlich zurück.
Der göttliche Reset schafft neue Räume
Irgendwann zieht sich alles zusammen zu einer stillen, erschütternden Erkenntnis. Vielleicht habe ich mich mein Leben lang nicht überschätzt, sondern unterschätzt. Vielleicht ist das, wovor ich ausweiche, nicht mein Versagen, sondern meine Heiligkeit. Das ist der Moment, vor dem wir zusammenzucken. Nicht, weil er falsch ist, sondern weil er Verantwortung trägt. Heiligkeit lässt sich nicht delegieren, nicht therapieren, nicht optimieren. Sie will erkannt werden.
Vielleicht sind diese Tage zwischen den Jahren genau dafür da. Nicht, um Bilanz zu ziehen oder Vorsätze zu machen. Sondern um stehenzubleiben und nicht länger zu übergehen, wer wir in Wahrheit sind. Der größte Schock ist nicht, wie unfrei wir waren, sondern wie sehr wir uns davor fürchten, zu erkennen, wie göttlich wir wirklich sind. Dieser Atem wurde zum Reset-Raum im Live-Talk und hat auf meiner Webseite einen Raum des Zur-Ruhe-Kommens geschaffen.
Danke für den Moment
Danke für dein Dabeisein, für dein Mitgehen, für dein inneres Lauschen in all den Momenten, in denen es leichter gewesen wäre, weiterzulaufen. Dieser gemeinsame Weg ist kein lauter, kein schneller, kein bequemer. Und gerade deshalb ist er wahr. Er lebt von Vertrauen, von Ehrlichkeit und von der Bereitschaft, sich selbst nicht länger zu übergehen.
Ich wünsche dir für das neue Jahr 2026 keine Vorsätze und keine großen Pläne. Ich wünsche dir Räume, in denen du bei dir ankommst. Momente, in denen dein Herz ruhig wird. Begegnungen, in denen du dich nicht erklären musst. Und den Mut, deiner eigenen Wahrheit zu trauen, auch dann, wenn sie dich erschreckt, weil sie größer ist, als du gedacht hast.
Möge 2026 ein Jahr sein, in dem du dich nicht weiter suchst, sondern dich erkennst.
In Dankbarkeit für unseren gemeinsamen Weg und in tiefer Verbundenheit.
Göttlich freie Grüße
Bruder Theophilos
PS: Wenn du die tägliche Mutmach-Revolution hören willst:
Ich spreche sie jeden Morgen als Audio ein.
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Webseite: Bruder Theophilos
Dein stilles Gespräch
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Bruder Theophilos – R.M. Jud
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2 Antworten
Huuuuuuhhhhhh…. Ich liebe dieses innere Erschauern, beim fühlen Deiner Worte… Herrlich…. Danke…. Hmmmmmmmm❤️🙏😘
Liebe Ingrid,
dieses innere Erschauern ist der Moment, in dem Wahrheit nicht mehr gedacht, sondern gefühlt wird. Genau dort geschieht Erinnerung. Danke, dass du dich dafür öffnest und dich berühren lässt. 💛
Von Herz zu Herz,
Theophilos