Hallo DU, DER DU SEIN LICHT KENNST – UND ES IM LETZTEN MOMENT DIMMST.
Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast.
Joh 17,24
Ich sitze da und alles in mir weiß es längst. Da ist diese klare Bewegung nach vorn, diese stille Aufbruchskraft, die nicht diskutiert, sondern einfach da ist. Eine Vision steht plötzlich im Raum, nicht als Idee, sondern als Wirklichkeit, warm, drängend, selbstverständlich. Und genau dann greife ich ein. Nicht grob. Nicht laut. Sondern scheinbar vernünftig.
Zahlen tauchen auf, Zeitfenster, Sicherheiten, die Stimme, die sagt: Jetzt noch nicht. Warte. Klär das erst. Sei realistisch.
Mein Körper zieht sich zusammen, der Atem wird kürzer. Ich merke, wie ich mein eigenes Leuchten drossele. Nicht, weil es fehlt. Sondern weil ich es zurückhalte. Ich nenne es Vorsicht, aber in Wahrheit mache ich mich kleiner. Immer wieder genau an diesem Punkt.
Und dann trifft mich dieser Satz wie ein Schnitt.
Ich stehe hier nicht vor einer Hürde, ich stehe vor meiner eigenen Herrlichkeit – und verhindere, dass sie gesehen wird.
Das erschreckt mich. Und es erlöst mich. Ich erkenne, dass mein Denken nicht schützen will, sondern verdecken. Dass dieser schmale Grat zwischen dem Ja im Körper und dem Nein im Kopf genau der Ort ist, an dem Wahrheit sichtbar werden will. Hier, wo mein Verstand alles aufzählt, halte ich mein Licht fest, damit es niemand sieht.
In mir fällt etwas zurück. Nicht kämpfend, nicht mutig im klassischen Sinn. Sondern still. Ich höre auf, mich selbst zu bremsen. Ich lasse diese innere Gewissheit größer sein als jede Rechnung, größer als jede Absicherung. Ich öffne mich dem Leben, das nicht argumentiert, sondern führt.
Und dann geschieht es. Der Atem wird weit, der Raum ruhig. Ich stehe da und weiß: Ich muss nichts mehr verstecken. Ich klappe meine Flügel nicht länger ein. Wie ein Vogel, der den Ast verlässt, ohne zu wissen, was Luft ist – und plötzlich erfährt: Sie trägt. Immer schon.
Du verhinderst dein Leuchten nicht aus Mangel, sondern aus Angst, gesehen zu werden.
Wo dimmst du dich, obwohl dein Inneres längst hell ist?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
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3 Kommentare
Guten morgen lieber Theophilos
Genau so ist es der Verstand stellt sich vor mich jede Minute, jeden Tag.
Wenn ich morgens aufwache wird er schon laut. Ich versuche in meine Präsenz zu kommen, atme ruhig in meine Stille und mein Verstand herrscht wieder.
Mein Verstand zeigt mir Bilder von Verloren sein, alte Ängste ,Geschichten,Getrennt sein.
Ich spüre wie es eng wird.
Ich bitte mein Licht , meinen inneren Führer Engel oder hl Geist mich zu halten.
Ich verstehe nicht warum ich so zweifle.
Zweifeln macht traurig und lähmt.
Mein Herz will alles was mit negativen Worten verbindet streichen, ersetzen mit positiven.
Licht ,Liebe, Helligkeit, positive Gedanken. Freiheit.
Ich möchte raus aus diesen Gefühlschaos
Es ist nur ein Jahrzehnte langes antrainiertes Muster,eine Geschichte
Liebe Evi,
was du beschreibst, ist kein Versagen und kein Zeichen, dass mit dir etwas nicht stimmt. Es ist der Punkt, an dem sich etwas Entscheidendes zeigt. Der Verstand stellt sich nicht vor dich, um dich zu sabotieren, sondern weil er spürt, dass er seine alte Aufgabe verliert. Er wird laut, wenn sein Ende näherkommt.
Du musst aus diesem Gefühlschaos nicht heraus. Genau das hält es am Leben. Die Enge entsteht nicht durch die Bilder, sondern durch den Versuch, sie wegzuschieben, umzubenennen oder „positiv“ zu überdecken. Dein Licht braucht keine besseren Gedanken. Es braucht Raum, gesehen zu werden – auch mitten in der Unruhe.
Du bist nicht getrennt, auch wenn dein Verstand diese Geschichte erzählt. Du bist nicht verloren, auch wenn alte Bilder auftauchen. Du stehst genau an der Schwelle, an der du dein Leuchten sonst zurückziehst. Und diesmal darfst du einfach bleiben, ohne etwas zu reparieren.
Der Zweifel ist kein Feind. Er ist das Zeichen, dass du nicht mehr automatisch glaubst, was gedacht wird. Das ist keine Lähmung, sondern ein Übergang. Dein Licht muss nicht gerufen werden – es ist schon da. Es wartet nur darauf, dass du aufhörst, dich selbst zu dimmen.
Bleib einen Moment dort, wo es eng wird, ohne dich kleiner zu machen. Mehr braucht es heute nicht.
Von Herzen
Theophilos