Hallo DU, DER DU ÜBERALL HILFT, NUR DICH SELBST ÜBERSIEHST.
Wer mich liebt, der wird mein Wort halten, und mein Vater wird mit mir Wohnung bei ihm nehmen.
Joh 14,23
Ich begegne Menschen, die voller Wissen sind, voller Konzepte, voller kluger Sätze. Sie sprechen über Heilung, über Führung, über Bewusstsein. Und während sie reden, sind sie nicht da. Ihre Augen sind wach, doch der Raum in ihnen ist unbewohnt.
Sie sind unterwegs in den Geschichten anderer, in den Problemen der Welt, in den Fehlern ihrer Gegenüber. Der Körper ist angespannt, die Schultern tragen eine unsichtbare Last. Immer gibt es etwas zu reparieren, jemanden zu korrigieren, einen Konflikt zu benennen. Es wirkt engagiert, fast edel. Und doch ist da diese Härte. Diese innere Unruhe. Diese Rastlosigkeit, die verrät: Hier wohnt niemand.
Neulich stand ich genau davor. Ein Mensch sprach mit mir, kontrollierend, wissend, innerlich auf Kante. Alte Ängste lagen offen unter jedem Satz. Unverdaute Geschichten drückten durch jedes Urteil.
Und plötzlich traf mich eine Erkenntnis wie ein Stromschlag:
Ich habe hier nichts zu tun. Gar nichts. Kein Mensch will von mir gerettet, geführt oder durchschaut werden. Alles, was ich im Außen ordnen will, ist nur ein Umweg um mich selbst.
Auf einmal wurde es still. Nicht resigniert, sondern klar. Ich erkannte: Meine einzige Aufgabe ist es, meine Wohnung zu bereiten. In mir anzukommen. Nicht bei den Baustellen der anderen, nicht in der Welt, nicht in der Politik, nicht in Beziehungen. Heimkommen ist keine moralische Leistung. Heimkommen ist Wahrheit. Alles andere ist Beschäftigungstherapie für ein Ego, das sich vor der eigenen Leere fürchtet.
Wenn du aufhörst, draußen aufzuräumen, beginnt innen Raum zu entstehen. Der Atem wird weiter. Der Körper weicher. Du musst nichts mehr geben, um geliebt zu sein. Du spürst Liebe, weil du endlich da bist. Genau hier will das Leben wohnen. Genau hier bist du gemeint.
Heimkommen ist die einzige Antwort. Alles andere ist Flucht.
Wo lenkst du dich ab, um dir selbst nicht zu begegnen?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
8 Antworten
„Heimkommen ist Wahrheit“… Dieser Satz sagt alles… Und es gluckst in meinem Bauch die Freude…
Hui Theophilos, da regt sich heute im mir ein Unwohlsein beim Lesen. Ja du provozierst gerne oder überzeichnest, um zum Reflektieren anzuregen. Heute könnte der Eindruck entstehen, „die Welt“ interessiert dich gar nicht. Wenn ich bei mir bin, hab ich mit dir nichts zu tun. Heimkommen als Ziel.
Ich glaube, das meinst du gar nicht. Heimkommen ist die Verkörperung der Präsenz, und aus ihr heraus kannst du genau diese Räume öffnen, die echte Begegnung erst möglich machen. Mitfühlen statt Mitleiden. In der Welt aber nicht von der Welt. Nondual denken in der dualen Welt. Die Abgrenzung oben klingt hart, Heimkommen aber macht durchlässig und lässt die Welt präsent wahrnehmen und verkörpern. Dann ist geheilte Begegnung möglich. Und das ist keine Flucht.
Liebe Beate,
danke dir für dieses wache, ehrliche Gegenüber.
Und ja: Du spürst sehr genau, wo der Text schneidet.
Du hast recht: Heimkommen ist keine Abkehr von der Welt.
Es ist das Ende der Verwechslung.
Nicht Weltflucht, sondern Quellenwechsel.
Der Text überzeichnet bewusst, weil er eine Illusion treffen will, die sehr subtil ist:
die Idee, wir seien für die Welt zuständig, während wir innerlich abwesend sind.
Diese „Zuständigkeit“ fühlt sich oft wie Mitgefühl an, ist aber nicht selten Selbstverlust.
Was du beschreibst, ist die tiefere Wahrheit dahinter:
Heimkommen macht nicht dicht, sondern durchlässig.
Es ist Präsenz, die nicht mehr reagiert, sondern begegnet.
Nicht Mitleiden, sondern Mitfühlen.
Nicht Rückzug, sondern Verkörperung.
Und ja: Aus diesem Heimkommen heraus wird echte Begegnung überhaupt erst möglich.
Weil nichts mehr kompensiert werden muss.
Weil niemand mehr gebraucht wird, um sich selbst zu spüren.
Der Text will nicht sagen: „Die Welt geht mich nichts an.“
Er will sagen:
Solange ich nicht bei mir bin, gehe ich der Welt am Wesentlichen vorbei.
Danke, dass du diesen Raum geöffnet hast.
Das ist kein Widerspruch zum Impuls
sondern seine gelebte Tiefe.
„Heimkommen ist Wahrheit“
„Heimkommen ist die einzige Antwort“
Alles andere ergibt sich von selbst! ❤️🙏😊
Liebe Ingrid,
ja. Genau das.
Wenn dieser Satz im Bauch zu glucksen beginnt, dann ist niemand mehr überzeugt worden.
Dann ist etwas erinnert.
„Heimkommen ist Wahrheit“ ist kein Gedanke.
Es ist ein inneres Wieder-Da-Sein.
Ein Aufatmen, bei dem nichts mehr erklärt werden muss.
Und ja: Wenn das Heimkommen geschieht, ordnet sich alles andere ohne Zutun.
Nicht, weil wir es endlich richtig machen
sondern weil wir aufgehört haben, woanders zu wohnen.
Dass Freude dabei aufsteigt, leise, warm, selbstverständlich
ist das deutlichste Zeichen:
Du bist nicht auf dem Weg.
Du bist angekommen.
Danke, dass du das so schlicht und klar benennst.
Das ist kein Kommentar.
Das ist ein Zeugnis.
Lieber Theophilos
Wir sind nur Gast auf Erden ,die einzige Aufgabe ist zu erkennen und uns zu erinnern ,dass alles was im Aussen geschieht der Illusion gehört, nichts in unser Egodasein hat einen bleibenden Wert.
Wir sind und waren immer verbunden mit der Ewigkeit und dem göttlichen „sein“.
Es fehlt an nichts, es ist alles da, wenn wir uns dessen Bewusst werden hören wir auf zu suchen und spüren den heiligen Augenblick dessen der in uns wohnt..
Das ewige Leben.
Grosse Worte dehnen wir Wahrheit einhauchen können.
Liebe EVI,
ja. In deinen Worten liegt viel Erinnerung.
Und zugleich ist da ein feiner Punkt, den ich behutsam berühren möchte.
Wir sind nicht nur Gäste auf Erden.
Dieses Bild kann leicht wieder trennen.
Als wären wir hier auf Durchreise, als wäre das Leben hier zweitrangig, als müsste man das Sichtbare relativieren, um das Ewige zu schützen.
Die tiefere Wahrheit ist radikaler und zugleich zärtlicher:
Die Ewigkeit ist nicht woanders.
Sie lebt hier.
In diesem Atem. In diesem Körper. In diesem Augenblick.
Du hast recht: Alles, was im Außen geschieht, gehört der Illusion an, wenn wir es aus dem Ego lesen.
Doch sobald wir heimkommen, verliert das Außen nicht seinen Wert, sondern seine Macht.
Es wird Ausdruck. Spiel. Begegnung. Nicht mehr Beweis für Mangel oder Bedrohung.
Der heilige Augenblick ist kein Rückzug aus der Welt.
Er ist das plötzliche Erkennen:
Ich suche nichts mehr, weil ich da bin.
Und genau deshalb kann ich ganz hier sein.
Das ewige Leben beginnt nicht nach diesem Leben.
Es atmet sich jetzt durch dich.
Danke für deine großen Worte.
Wenn sie nicht erklärt, sondern verkörpert werden,
werden sie still.
Und wahr.
Lieber Theophilos
Ich spüre deine Vorsicht in deiner Antwort und erkenne auch dieser Satz ( wir sind nur Gast…..) darf entlassen werden, er wurde so wie viele andere Sätze von mir übernommen.
Ich lerne erst vieles zu begreifen zu erkennen und loszulassen.
Deine Worte geben mir ein klares Verständnis, aber ich brauche immer lange um etwas zu verinnern.
Bei mir geht das nicht in einem Schritt.
Trage wohl noch viel Palast mit mir.
Alte Geschichten und alte Glaubensätze die nun gehen dürfen.
Danke für deine Antwort Theophilos