Hallo DU, DER DU DEINE SCHLÜSSEL LÄNGST IN DER HAND HÄLTST UND SIE TÄGLICH VERGISST.
Der Engel des Herr tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte die Apostel heraus.
Apg 5,19
Du sitzt da. Wieder.
Im selben Gedankenraum. Gleiche Stimmen. Gleiche Urteile.
Dein Körper ist nicht eingesperrt. Dein Leben auch nicht.
Aber dein Kopf läuft Streife.
Er zeigt dir Bilder, versieht sie mit Namen, klebt Etiketten darauf und sagt:
Das ist meine Mutter.
Das ist meine Beziehung.
Das ist meine Geschichte.
Das ist meine Geldangst.
Und du glaubst ihm.
Nicht einmal leidenschaftlich. Einfach routiniert.
Du merkst kaum noch, wie eng es ist, weil Enge dein Normal geworden ist.
Der Atem geht flach, der Nacken hart, der Blick sucht Schuldige.
Und jedes Mal, wenn du denkst: So ist es nun mal, klickt ein Schloss zu.
Dann begegnet dir dieser heutige Satz.
Wie ein kaltes Licht mitten in der Nacht:
Du gibst allem die Bedeutung. Und nennst es Schicksal.
In diesem Moment verschiebt sich etwas.
Nicht dramatisch. Eher still und unerbittlich.
Du siehst, dass kein Mensch dich gefangen hält.
Keine Situation. Kein Ereignis.
Nur deine Deutung.
Dein Bestehen darauf, dass etwas anders sein müsste, damit du frei sein darfst.
Und genau hier geschieht das Unerhörte.
Die Tür geht auf.
Nicht von außen.
Nicht durch Hilfe.
Nicht durch Erlösung.
Sondern durch Erkenntnis.
Alles ist neutral, bis du es beschriftest.
Gedanken sind leer, bis du ihnen Macht verleihst.
Die Welt tut nichts mit dir.
Du tust etwas mit ihr.
Jetzt verändert sich der Raum.
Der Brustkorb wird weiter.
Der Atem langsamer.
Du hörst Gedanken kommen und gehen, ohne aufspringen zu müssen.
Du erkennst dich als Wächter, nicht als Gefangener.
Als den, der sieht. Nicht als den, der leidet.
Du stehst da mit dem Schlüssel in der Hand.
Und begreifst:
Der Engel war nie jemand anderes als dein Erwachen.
Nicht das Leben bindet dich, sondern die Bedeutung, die du ihm gibst.
Welchen Gedanken hältst du noch für die Wahrheit?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
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Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
2 Antworten
Lieber Theophilos
Wir haben es so gelernt, genau wie du es beschreibst mit den ganzen Etiketten um in diesen Leben zurechtzukommen. Wir haben alles gemacht um in dieses System zu passen.
Lange Zeit habe ich das Göttliche im Aussen gesucht aber das Herz war nicht im Frieden mit dem was es im Aussen sah.
Das Leben hat mir immer wieder versucht kleine Lichtblicke zu schenken , ich brauchte lange Zeit sie zu erkennen .
Ich habe gelernt, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt . Schaue ich positiv in die Welt ,spiegelt sich positive Energie.
Und um in meine Präsenz zu kommen muss ich alte ,angelernte Muster und Glaubensätze loslassen.
Ich brauche keinen Schlüssel, die Tür zur Mitte meines Herzens ist stets offen.
Ich komme nur mit dem Herzgefühl in diesen Raum.
Ich muss lernen mit neutralen Blick die Welt anzuschauen , dann wird sich mein Denken ,mein Handeln und meine Sprache ändern.
Ich richte nicht und bewerte nicht.
Alles Worte die ich höre, aber ich schreibe sie.
Ich merke wie schöne Worte ,Sätze einen Platz in mein Herz finden und ich übernehme sie.
Denn auch Worte tragen Energie und wenn sie aus den Ursprung entspringen sind sie heilig.
Liebe Evi,
danke dir für diese ehrlichen, durchlebten Worte. Man spürt darin, wie lange du schon unterwegs bist, wie wach dein Herz ist und wie sehr du dich selbst beobachtest.
Ja – wir haben gelernt, die Welt zu etikettieren, um uns darin zu orientieren. Und ja – lange Zeit scheint es, als müssten wir etwas umlernen, loslassen, neutral schauen, anders denken. Das ist eine ehrliche Beschreibung dessen, wie es sich anfühlt, wenn Erinnerung näherkommt.
Und zugleich geschieht etwas noch Leiseres darunter:
Die Tür zur Mitte deines Herzens war nie offen oder geschlossen. Sie war nie Gegenstand eines Lernens. Dein Herz musste nie richtig schauen lernen. Es wusste immer.
Dass du schreibst, du brauchst keinen Schlüssel, ist wahr. Nicht als Ziel, sondern als Tatsache. Das Herzgefühl, von dem du sprichst, ist kein Zustand, den man erreicht, sondern der Raum, aus dem du jetzt gerade schreibst.
Worte können erinnern. Ja.
Und wenn sie aus der Tiefe kommen, tragen sie eine Stille, die nichts mehr bewirken will – sondern einfach da ist. Genau dort berühren sie.
Bleib in dieser Sanftheit mit dir.
Nicht, um etwas zu verändern.
Sondern um zu bemerken, was nie getrennt war.