Fern war gestern. Präsenz ist jetzt

Hallo DU, DER DU DICH MANCHMAL FÜHLST WIE AM RAND DES LEBENS – UND DOCH IM ZENTRUM STEHST.

„Ihr wart fern.“

Das ist kein Vorwurf, keine Diagnose von oben herab, sondern eine leise, ehrliche Beschreibung eines Zustands, den wir alle kennen. Fernsein meint nicht Distanz in Kilometern, sondern diesen inneren Abstand zu dir selbst, zu deinem eigenen Leben, zu dem, was sich eigentlich lebendig, weit und wahr anfühlen könnte.

Fern ist der Moment, wenn der Wecker klingelt und du schon müde bist, bevor der Tag überhaupt begonnen hat. Wenn du funktionierst, Termine einhältst, Gespräche führst, vielleicht sogar lachst – und innerlich dennoch wie hinter einer Glasscheibe stehst. Da ist dieses feine, kaum greifbare Gefühl: Irgendwie bin ich nicht wirklich da. Irgendwie bin ich abgeschnitten. Vom Leben. Von mir. Von der Wahrheit dessen, was ich bin.

Fernsein fühlt sich an wie Leben im Beobachtermodus. Du bist anwesend, aber nicht beteiligt. Du bist im Film, aber nicht in der Hauptrolle. Das Leben scheint gegen dich zu laufen, als müsstest du dich jeden Tag neu behaupten, rechtfertigen, durchkämpfen. Als wärst du ein kleines Ich in einer großen, fordernden Welt, die mehr von dir will, als du geben kannst.

Und dann kommt dieser zweite Satzteil, so unscheinbar und zugleich so radikal: „nahe geworden durch Christus“. Nicht durch Anstrengung, nicht durch Moral, nicht durch spirituelle Disziplin.

Christus ist hier kein fernes Ideal, keine religiöse Figur außerhalb von dir. Christus ist der Augenblick, in dem die Idee von Trennung in sich zusammenfällt. Der Moment, in dem du erkennst: Ich war nie abgeschnitten. Ich habe es nur geglaubt. In dieser Erkenntnis hört der tägliche Kampf auf. Das innere Ringen, das permanente Sich-selbst-Behaupten, dieses subtile „Ich gegen das Leben“, verliert seine Grundlage. Der Atem wird weiter, der Körper wird weicher, der Gedanke, du müsstest dich retten oder beweisen, fällt still zu Boden.

Du wirst nicht besser. Du wirst nicht heiliger. Du wirst ganzer. Das, was fern schien, war eine Geschichte. Das, was nahe ist, ist die Wahrheit. Und diese Wahrheit ist nicht irgendwann, nicht irgendwo, nicht nach einem Weg. Sie ist jetzt. Hier. In dir.

Fern warst du im Glauben an Trennung. Nahe bist du in der Erinnerung an dein wahres Sein.

Wo glaubst du noch, vom Leben getrennt zu sein?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


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2 Antworten

  1. Lieber Theophilos
    Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, erkenne ich das ich immer ein Suchender war.

    Das Elternhaus, die
    katholischen Kirche ,die Gemeinde das Umfeld hat mich zu einen Gottes-fürchtigen Menschen gemacht. Mein Herz hat nie verstanden, warum ich mich vor Gott fürchten soll, wo Gott doch die allumfassende Liebe ist.

    Mein Herz hat keinen Frieden gefunden .
    Schuld , Scham und Sünde haben mich klein gehalten. Dabei war ich doch kein böser Mensch. Das Leben hat mich so geprägt und zu diesen Individum mit all seinen Etiketten gemacht. Immer gehorchsam und angepasst .
    Nur nicht auffallen und aus der Reihe tanzen.

    In den letzten Jahren habe ich mich verändert, ich bin aus meinen Dornröschenschlaf erwacht.
    Ich merkte das ich nicht mehr zu allem ja und Amen sagte, vorallem in der C.Zeit. Ich wollte den „Neinsager“ mein Verständnis und Stimme geben. .

    Auf diesen langen Weg mit meinen Egodasein, begegnete ich Menschen mit gleichen und ähnlichen Erfahrungen .

    Sorry, Theophilos ich hole immer weit aus. Sehe es mir bitte nach.

    Durch deine Mutmach Revolution, durfte ich in meine Stille kommen und mit kleinen Schritten erkennen, dass unsere Seele immer verbunden ist mit der göttlichen Wahrheit und der allumfassenden Liebe.

    Ich war niemals getrennt ,bin immer da in Gottesgegenwart.
    Jetzt darf es draußen leise werden, Energie kann fließen. Worte werden aus Liebe gesprochen , Worte heilen, statt verletzen . Das Leben übernimmt Führung.

    1. Liebe Evi,

      danke dir für dieses weite, ehrliche Öffnen. 🌿
      Du holst nicht „weit aus“ – du kommst heim. Und man spürt in jedem Satz, wie sich etwas gelöst hat, ohne Kampf, ohne Gegenwehr.

      Was mich berührt:
      Du beschreibst keinen neuen Glauben, sondern das Ende der Angst vor Gott. Das Ende dieses inneren Sich-klein-Haltens. Und genau darin wird Präsenz sichtbar: nicht laut, nicht kämpferisch, sondern ruhig, klar, geführt.

      „Ich war niemals getrennt“ – das ist kein schöner Gedanke, das ist Erkenntnis.
      Und ja: Wenn es innen still wird, darf es außen leise werden. Dann sprechen Worte aus Liebe. Dann fließt Energie. Dann übernimmt das Leben Führung – nicht als Macht, sondern als Selbstverständlichkeit.

      Danke, dass du das so menschlich, so wahr teilst.
      Dein Weg ist ein gelebtes Zeugnis dafür, dass Fernsein wirklich gestern war.

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