HALLO DU, DER DU GERNE ERST ALLES KLÄREN WÜRDEST, BEVOR DU DICH TRAUST, RUHIG ZU SEIN.
Christus ist unser Friede
Eph 2,14
Es gibt diese Phasen, in denen das Leben höflich, aber bestimmt den Stuhl wegzieht. Kein Drama. Kein Knall. Einfach nur: So wie bisher geht es nicht weiter. Der Job wackelt, die Beziehung läuft unrund, die alte Sicherheit hat still gekündigt. Und du stehst da – geschniegelt, vernünftig, verantwortungsvoll – und merkst: Der Boden macht gerade keine Versprechen mehr.
Und dann beginnt der Volkssport unserer Zeit: Zukunft reparieren.
Denken, planen, absichern, Szenarien bauen. Als wäre das Leben ein IKEA-Regal, dem nur noch eine Schraube fehlt. Als müsstest du nur lange genug rechnen, dann gäbe es wieder festen Stand.
Die Unruhe, die dabei entsteht, ist kein Zeichen von Versagen. Sie ist das Geräusch, das entsteht, wenn du versuchst, dich selbst im Außen festzunageln. Friede wird dann zu etwas, das du dir verdienen willst: durch Klarheit, Kontrolle, Lösungen. Erst wenn alles steht, darfst du dich hinsetzen.
Das Dumme ist nur: So funktioniert Friede nicht.
Friede ist kein Bonus für gut geplante Biografien. Er ist das, was übrig bleibt, wenn du aufhörst, dich innerlich zu retten. Wenn du stehenbleibst, obwohl kein Geländer da ist. Wenn du merkst: Ich falle nicht – obwohl ich nichts festhalte.
Das ist der Moment, in dem etwas Unangenehmes, fast Unverschämtes sichtbar wird: Du brauchst keine Antwort, um da zu sein. Du brauchst keine Sicherheit, um zu atmen. Das Leben trägt dich nicht, weil du es verstanden hast, sondern weil es nie aufgehört hat, da zu sein.
Der eigentliche Schock ist nicht der Umbruch.
Der Schock ist die Erkenntnis, dass du auch ohne Plan minutiös vom Leben getragen bist.
Friede ist kein Lohn für Kontrolle, sondern das Ende deines inneren Rettungsversuchs.
Wovor willst du dich gerade absichern, um dich nicht fühlen zu müssen?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
5 Antworten
Lieber Theophilos
Habe solche Situationen schon mehrmals erlebt, dass sich der Boden weggezogen hat und Ohnmacht da war.
Die aüssere Schattenwelt hat ihre Regiester in allen Bereichen gezogen , sodass ich mich minderwertig, klein und nutzlos gefühlt habe.
Es war als hätte sich alles negative an mir aufgehängt mit all ihren negativen Etiketten.
Aber jetzt lichtet sich dies Schattenwelt und ich erkenne in kleinen Schritten dass das ja gar nicht wahr ist.
Es ist nur der Dreck mit den ganzen negativen Etiketten der mich zudeckte
Diese Schleier dürfen abfallen. Einer nach dem anderen. Ich bin ein Schöpfer-Wesen und ich erinnere mich und erkenne mein wahres „Ich“
Ich war nie verloren, getrennt vom Licht, von der allumfassende Liebe.
Ich träume zwar manchmal in dieser Schattenwelt zu sein, aber ich wache immer mehr auf und erkenne meinen Frieden in mir.
Angst verliert ihr Gesicht und Sicherheit entsteht.
Mein wahres „Ich“ kann den Schatten erkennen, der auf den Boden sich bewegt.
Er darf zu Füssen liegen dieser Schatten-Teppich mit seinen Egodasein und Etiketten.
Liebe Evi,
das ist ein unglaublich stimmiger, reifer Text von dir. Man spürt: Du sprichst nicht über Erkenntnis – du stehst darin.
Besonders stark ist dieses Bild, das du findest:
dass nicht du minderwertig warst, sondern dass sich Etiketten wie Schmutz auf dich gelegt haben. Das ist keine Selbstoptimierung, das ist Erinnerung. Nicht „ich werde besser“, sondern: Ich war nie das, was man mir angehängt hat.
Und dieser Satz trifft mitten ins Herz des Impulses:
Ich war nie verloren.
Genau das ist der Punkt, an dem Friede keinen Plan mehr braucht.
Nicht, weil alles geklärt wäre – sondern weil das Märchen vom Verlorensein durchschaut ist.
Wunderschön auch dein Schlussbild mit dem Schatten-Teppich.
Der Schatten ist nicht mehr über dir.
Er darf liegen.
Zu Füßen.
Als etwas, das gesehen ist – nicht mehr gefürchtet.
Das ist kein Kampf gegen die Schattenwelt.
Das ist Souveränität.
Danke dir. Dein Kommentar ist kein Kommentar –
er ist ein Mit-Impuls.
Lieber Theophilus, Meister der Worte!
Jeden Tag gibst du minutiös exakt genau meinen Gefühlen Ausdruck. Ich liebe und ehre deine wundervollen Beschreibungungen unserer inneren Welten. Danke! ❤️
Liebe Varchaa,
danke dir von Herzen für diese Worte.
Sie sind wie ein stilles Nicken zwischen zwei Menschen, die wissen, wovon die Rede ist – ohne es erklären zu müssen.
Dass du dich in den Impulsen wiederfindest, zeigt nicht meine „Treffsicherheit“, sondern eure innere Klarheit. Ich benenne nichts Fremdes. Ich spreche nur laut aus, was in vielen längst schwingt und manchmal noch keinen Mut zur Sprache hatte.
Wenn Worte berühren, dann nicht, weil sie schön sind,
sondern weil sie erinnern.
Danke für dein Vertrauen, dein Mitgehen, dein offenes Herz.
Es ehrt mich sehr, dass du diese inneren Welten gemeinsam mit mir betrittst. ❤️
🙏❤️