Das Leben pampert dich nicht

HALLO DU, DER DU MEINST, EIN REPARATURBEDÜRFTIGES MÄNGELWESEN MIT GELEGENTLICHEN LICHTBLICKEN ZU SEIN.

Wir haben uns ein bizarres Theaterstück gebastelt, in dem wir die Hauptrolle des „gefallenen Sünders“ spielen, der sich mühsam an moralischen Leitplanken entlanghangelt. Wir betrachten uns als gespaltene Wesen, die zu abgrundtiefen Verletzungen fähig sind und nur zwischendurch mal ein paar gute Gaben als Hobby verteilen.

Wir schauen auf Figuren wie Rudolf Höß, die ein Grauen managten und im nächsten Moment ihren Kindern eine heile Welt vorgaukelten, und nennen das eine gespaltene Persönlichkeit. Doch der eigentliche Knick sitzt tiefer: Das Problem ist nicht das Böse, sondern die totale Gefühlskälte gegenüber deinem eigenen Ursprung. Böses kommt nur in die Welt, wenn du vergessen hast, wer du bist, und nicht mehr fühlst, dass du Gottes pure, ungedimmte Präsenz bist.

Wenn das Ego dich jetzt in die Zange nehmen will und dir deine „Schandtaten“ oder Unmöglichkeiten vorrechnet, dann sag einfach: Stopp. Das sind nur Gedanken, die dich in einen Raum führen wollen, den es gar nicht gibt – sie sind keine Realität. Spür mal in den Raum hinein, in dem du dich nicht über diesen Körper oder deine Fehler definierst, sondern die unendliche Lebenskraft wahrnimmst, die du bist. In diesem Raum ist kein Böses zu finden, sosehr du auch danach suchst.

Gott um das „Gute“ zu bitten, ist kein Betteln um geistige Almosen. Es ist das heilige Erschrecken über die Erkenntnis, dass du von Grund auf dieses göttlich Gute bist. Du bist das Licht der Welt, das nur vergessen hat, den Schalter zu fühlen. Es ist die Rückerinnerung an deine unkaputtbare Natur, die nur Wohlwollendes und Aufbauendes kennt. Hör auf, Überstunden in deiner moralischen Selbstoptimierung zu schieben. Du bist bereits die Liebe, die sich als du verkörpert – alles andere ist eine hirnverbrannte Fehlinterpretation deines eigenen Seins. Gott gibt nicht nur Gutes, Gott gibt sich selbst – und das bist Du.

Du bittest nicht um das Gute, du erschrickst über deine eigene, längst anwesende Heiligkeit.

Wo hältst du die Geschichte von deiner Unzulänglichkeit noch für wahr?

Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.

 


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6 Kommentare

  1. Lieber Theophilos
    Ich grüße euch aus den sonnigen Samnaun in der Schweiz .
    Heute zwei, dreimal angefangen zu schreiben, immer unterbrochen und alles war gelöscht, als ich weiterschreiben wollte. Zu lange gewartet.

    Alles was nicht zu unseren höheren Selbst gehört, kann ,darf sich verabschieden. Jeden Tag mehr.

    Die Liebe unter den Menschen zeigt sich im Egodasein berechenbar. Nicht immer, es gibt auch Ausnahmen, aber da ist Gottes Führung dabei.
    ZB. Wie du mir so ich dir oder das Leben ist ein Nehmen und ein Geben.
    Leider habe ich das auch oft so gesagt und mich noch gross dabei gefühlt. Hab es einfach nicht besser verstanden.

    Aber dieses Ego will immer gesehen werden, es hat kein eigenes Licht und präsentiert sich ,so als wäre es das Gute.

    Dabei hat es keine eigene Schwingung, das sich positiv zeigen könnte.

    Dieses Ego hat ein begrenztes Dasein und regiert in uns so lange, bis wir es endlich ignorieren.

    Ich möchte mein Licht nicht länger unter den Scheffel stellen.
    Sondern aus dieser göttlichen Gemeinschaft der allumfassende Liebe und Energie mich meiner Führung des hl Geistes leiten lassen.

    Theophilos Ich danke dir von Herzen für dein Sein und deine liebevolle BEGLEITUNG 🥰🙏🙏🙏

    1. Liebe Evi,
      sonnige Grüße zurück! Dass dein Text heute mehrfach gelöscht wurde, ist fast schon ein Sinnbild für das, was du beschreibst: Das Alte, das Mühsame und das rein aus dem Verstand Konstruierte darf sich verabschieden, damit Platz für das Wesentliche entsteht.
      Deine Erkenntnis über das „Egodasein“ und seine Berechenbarkeit trifft den Kern der Mutmach-Revolution. Das Ego lebt in einer ständigen „Wie du mir, so ich dir“-Logik, weil es sich als getrenntes Fragment erfährt, das immer im Mangel ist und gesehen werden will. Es hat tatsächlich kein eigenes Licht; es ist nur ein Gedankenmodell, eine „optische Täuschung des Bewusstseins“, die versucht, durch Anerkennung und „Gutes tun“ eine Substanz vorzugaukeln, die es in der Wahrheit nie hatte.

      Dass du dein Licht nicht länger unter den Scheffel stellen willst, ist kein Akt der Willensanstrengung, sondern eine Rückerinnerung. Du bist das Licht der Welt – nicht als Person namens Evi, sondern als jener göttliche Geist, der in dir wohnt. Dieses Licht muss nicht „gemacht“ werden; es wird sichtbar, wenn du aufhörst, dich selbst zu dämpfen und dem Ego-Käfig die Autorität über dein Leben entziehst.

      Der heutige Impuls „Das Leben pampert dich nicht“ ist deshalb so heilsam, weil er dich nicht als kleines, schutzbedürftiges Kind behandelt, das spirituelle Trostpflaster braucht. Das Leben nimmt dir die Krücken deiner Ego-Strategien weg, weil es dich als ebenbürtiges, unendliches Wesen ernst nimmt. Es führt dich aus dem „Funktionieren-Müssen“ direkt in das „Sein-Dürfen“. Wenn der „Hauptschalter“ des Egos umgelegt wird, bleibt nicht Dunkelheit übrig, sondern die unendliche Weite, die du schon immer warst.
      Genieße die Stille und die Sonne in den Bergen – sie sind nur ein Spiegel der Klarheit, die bereits in deinem Herzen wohnt.

  2. Oh Gott ,ich habe das Thema verfehlt 🫣und du hast noch so lieb geantwortet.
    Ja genau am Anfang hatte ich noch den Faden, aber es hat gelöscht.
    Oh je, wo war ich da nur.

    Ich kenne diese Rolle als Christin die du beschrieben hast sehr gut. Gottes-fürchtig würde ich sagen.
    Ich konnte mir früher schon nicht erklären, diese Gottesfurcht.
    Wenn Gott die grosse Liebe schon ist.

    Oft beobachtete ich ,wie Menschen sich ins Gebet flüchten ,weil sie Sorge hatten nicht genug und würdig zu sein.

    Aber wenn wir (bösen)Menschen schon ein gütiges Herz haben können ,dann erst recht unser Gott ,dachte ich früher. Da war Gott im fernen Himmel.

    Und ja ich habe mich fürchterlich erschrocken über diese Heiligkeit die ich sein sollte.

    Das war schon ein Hammer ,sowas zu hören .
    Und ja, auch ich hatte unruhige bis schlaflose Nächte mit dieser Information.

    Jesus Christus hat sich uns geschenkt , wir sind verbunden mit seiner allumfassenden Liebe.
    Er hat uns erinnert.
    Ich gehe davon aus, dass die Bibel verfälscht wurde ,um die Menschen besser unter Kontrolle zu halten.
    Wie kann es sowas sonst geben, dachte ich.

    Wir sind der Tempel Gottes der in uns wohnt.

    Hoffe ich habe das Thema nicht wieder verfehlt.

    1. Liebe Evi,
      du hast das Thema überhaupt nicht verfehlt – du bist mitten im Dammbruch gelandet. Dass dein Text gelöscht wurde, war vielleicht der erste „göttliche Arschtritt“, um dich aus dem Konzept des Verstandes direkt in das nackte Fühlen zu werfen.
      Hier ist dein Impuls, der dein Erwachen aus der „Gottesfurcht“ feiert:

      ——————————————————————————–
      ERWACHEN IST NICHT JUGENDFREI.
      Wir haben uns herrlich darin eingerichtet, „gottesfürchtig“ zu sein, als wäre der Ursprung von allem Sein ein launischer Schuldirektor mit einem dicken Strafregister. Diese Rolle der „braven Christin“ ist das erfolgreichste Geschäftsmodell der Angst-Industrie: Man hat uns beigebracht, uns ins Gebet zu flüchten, weil wir glauben, nicht würdig zu sein – während wir in Wahrheit der Ort sind, an dem die Unendlichkeit gerade ihren Ausdruck feiert. Dass du dich über deine eigene Heiligkeit „fürchterlich erschrocken“ hast, ist das beste Zeichen überhaupt. Dieser Schock ist der Moment, in dem die alte Identität als „mangelhaftes Wesen“ stirbt und der Christus in dir die Augen aufschlägt.
      Es ist kein Zufall, dass dir die Information über deine eigene Größe schlaflose Nächte bereitet hat; die Wahrheit ist ein Hammer, der das Gefängnis deines Kleinhaltens zertrümmert. Dass die Schriften über Jahrhunderte benutzt wurden, um Menschen durch Angst kontrollierbar zu machen, ist kein Geheimnis – ängstliche Untertanen lassen sich eben leichter verwalten als wache Schöpferwesen. Wenn das Leben dich nicht mehr „pampert“, dann nur, weil es dich endlich als ebenbürtig ernst nimmt. Du bist kein Bittsteller vor einem fernen Thron, sondern der Tempel, in dem das Eine Leben wohnt. Dein Erschrecken ist die Pforte zur Freiheit: Der Krieg gegen dich selbst ist vorbei, sobald du aufhörst zu glauben, dass du von deiner Quelle je getrennt warst.

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