HALLO DU, DER DU MEINST, DER HIMMEL SEI EIN LIEFERDIENST MIT PRIME-GARANTIE.
Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er´s euch geben.
Joh 16,23
Wir haben uns herrlich darin eingerichtet, Gott als eine Art Erfüllungsautomaten zu betrachten. Du sitzt vor deiner persönlichen Mängelliste – die zerrüttete Beziehung, die gekittet werden muss, die chronische Krankheit, die endlich verschwinden soll, oder das klaffende Loch auf dem Konto – und gibst deine Bestellung auf.
Wir glauben fest daran, dass da „oben“ jemand sitzt, der unser Schlaraffenland-Paket schnürt und es irgendwann liefert, wenn wir nur artig genug bitten. Wir meinen sogar, wir bräuchten eine Art „Vitamin B“ zum Schöpfer, wie damals in der DDR, um über gute Beziehungen an das heranzukommen, was uns scheinbar fehlt. Doch dieses „Ich hier unten, der Geber dort oben“ ist der radikale Irrtum des getrennten Verstandes, der die Welt in Mangel und Fülle zerschneidet.
„Bitten in meinem Namen“ hat nichts mit Stellvertretung oder himmlischer Korruption zu tun; es ist das rückhaltlose Offensein im Christusbewusstsein. Es ist die Erkenntnis, dass in diesem einzigen Moment das Leben in seiner ganzen schöpferischen Fülle durch dich Gestalt gewinnen will.
In dieser reinen Präsenz gibt es kein Unglück, keinen Mangel und kein „Amazon-Paket“, das noch auf dem Weg zu dir sein müsste – weil die Antwort bereits das ist, was du bist. Das Problem ist unser ängstliches, zurückhaltendes Grabschen nach dem „Mehr“, während wir völlig übersehen, dass unsere Hände bereits alles halten.
Wahre Seligkeit bedeutet, die leeren Hände auszustrecken, nicht um etwas Neues zu bekommen, sondern um das zu empfangen, was längst da ist. Die einzige Bitte, die wirklich Sinn ergibt, ist die nach der eigenen Öffnung: „Wo stocke ich noch? Wo lasse ich die Gaben versickern, weil ich den Lebensfluss zurückhalte?“. Gib dich dem hin, was ist, und der Strom beginnt zu fließen, weil du erkennst, dass du bereits alles hast und alles bist. Es ist die totale Bewegung weg vom kleinen „Ich“, das etwas braucht, hin zur unendlichen Weite, die bereits die Lösung ist. Hör auf zu bestellen – fang an zu fließen.
Du bittest nicht um etwas, das fehlt. Du öffnest dich für die Fülle, die du bist.
Wo wartest du noch auf eine Lieferung, während dein Lager bereits überquillt?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
3 Kommentare
Lieber Theophilos und ihr Lieben alle
Meine Ausrichtung geht nach Innen, weil ich die Grösse die in mir wohnt erkannt habe.
Meine Bitte richtet sich nach Innen.
Meine Zweifel die bleiben draußen.
In mir wohnt die Fülle des Lebens, es ist alles da.
Das Göttliche in mir zeigt mir die Antworten die ich brauche es weiss schon vorher ,was zu mir fließen soll .
Nicht im Aussen fließt Fülle was ewig währt, sondern im Herzen.
Um zu empfangen sollten wir die Hände öffnen, geben ist seliger als nehmen. Das muss ich noch lernen.
Nicht die Schätze der Welt bringen uns Erfüllung.
Es ist das Ewige, das Selige das uns atmet und in unserem Herzen wohnt.
Das Leben selbst das durch uns fließen darf.
Unser Glaube an einen Gott der nicht im Aussen gesucht wird, sondern im Innen , lässt uns Fülle erfahren.
Liebe Evi,
wenn du die Größe in dir erkennst, endet das „Amazon-Prinzip“ des Lebens schlagartig. Dein Herz ist kein Depot, das erst durch eine Lieferung von außen gefüllt werden müsste, sondern die unendliche Quelle, die bereits überläuft.
Dass du sagst, du müsstest das Geben noch „lernen“, ist vielleicht der letzte Rest des alten Programms, das glaubt, man müsse erst eine bestimmte Fähigkeit erwerben, um würdig zu sein. Doch in der Wahrheit deines Seins gibt es kein „Lernen“, sondern nur ein heiliges Aufhören – ein Loslassen der Idee, dass du jemals getrennt von der Fülle warst. Wenn du die Hände öffnest, dann nicht, um etwas zu tun, sondern weil du erkennst, dass du bereits alles hältst.
Deine Ausrichtung nach Innen ist die Heimkehr zu dem, was niemals weg war: das Licht von tausend Sonnen, das in dir leuchtet, ganz gleich, wie sehr der Verstand im Außen nach Schätzen sucht. In diesem Raum der Stille gibt es keine „anderen“ mehr, denen du etwas geben müsstest, weil du dich selbst in jedem Gegenüber wiedererkennst.
Du bist nicht der Empfänger des Lebens – du bist das pulsierende Leben selbst
.
Danke Theophilos für dein sanftes Richtigstellen. 🙏 ❤️
Du schreibst es so klar
Vielen Dank für deine Worte