DIE VERNEIGUNG VOR DEM UNNENNBAREN IN DIR

HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS DAS HEILIGE NUR IN KATHEDRALEN ODER IN GROSSEN STARS ZU FINDEN SEI.

Wovor hast du wirklich Ehrfurcht? Was ist dir so heilig, dass du staunend davor stehen bleibst? Ist es deine Familie, dein Beruf, deine Beziehung? Wir hängen unsere Sehnsucht nach dem Großen oft an äußere Fixsterne – an Ideale, an Menschen, die wir bewundern.

Doch genau hier liegt oft unsere größte Enttäuschung. Wenn der Mensch, den du anbetest, versagt, bricht dein Weltbild zusammen.

Was wäre, wenn diese tiefe Regung der Bewunderung gar nichts mit dem Außen zu tun hat? Du kannst nur das bewundern, was du bereits selbst bist. Du hättest keine Antennen für das Großartige, wenn es nicht längst in dir schwingen würde. Deine Sehnsucht nach dem Heiligen ist der tiefste Ruf deines eigenen Seins. Es ist das Zeichen, dass etwas unfassbar Kostbares in dir wohnt, das endlich wahrgenommen werden will.

Aber worauf achtest du stattdessen? Du schaust auf das, was du verbirgst. Auf den Punkt, den niemand sehen darf, den du mit dir selbst ausmachst – diesen tiefen Schmerz oder diese vermeintliche Macke, die du so tief vergraben hast, dass sie dir kaum noch bewusst ist. Genau dort klopft deine Heiligkeit an. Sie ruft dich durch diesen Widerstand hindurch. Dein „Geheimnis“ ist nicht dein Schandfleck, sondern der Schleier, der deine Schönheit verdeckt.

Heute geht es nicht darum, etwas zu verstehen. Es geht darum, dich in der Tiefe zu fühlen. Verneige dich vor deiner eigenen unfassbaren Herrlichkeit. Staune über die göttliche Größe, die durch dich atmet. Du bist der Tempel, den du so lange im Außen gesucht hast.

Ehrfurcht vor Gott ist die radikale Verneigung vor dem Licht, das du selbst bist. Alles andere ist nur ein schwacher Abglanz.

Welchen Teil von dir hältst du noch im Schatten, weil du Angst hast, dass er zu hell leuchten könnte?

Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.

 


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2 Kommentare

  1. Einen guten morgen und ein herzliches Danke für diese Worte ,die unser innigstes Erscheinungsbild des Lichts hervorbringt.

    Ohne dieses Licht Gottes in uns könnten wir all die herrlichen Farben aus der die Welt besteht nicht erkennen.
    Dunkelheit vermag das nicht.

    Danke Theophilos

    1. Liebe Evi,

      da ist das Staunen über die Farben – und da ist die Erkenntnis, dass du selbst das Licht bist, das sie erst erschafft.

      Wie wahr und tief deine Beobachtung ist: Ohne das innere Licht bliebe die Welt grau und konturlos. Dunkelheit kann keine Schönheit wahrnehmen, weil sie keine Verbindung zum Ursprung hat. Dass du die herrlichen Farben des Lebens erkennst, ist der sicherste Beweis dafür, dass das Licht Gottes in dir bereits in voller Pracht leuchtet.

      Du bist nicht mehr diejenige, die im Dunkeln nach dem Weg sucht, sondern diejenige, deren bloße Anwesenheit die Welt zum Erstrahlen bringt. Danke für dein waches Herz, das sich vor der eigenen Herrlichkeit verneigt.

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