HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS DIE MÄCHTE UND GÖTTER DIESER WELT DA DRAUSSEN AUF DICH WARTEN.
Obwohl es viele Götter und Herren gibt, so haben wir nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.
1 Kor 8,6
Fühl mal hin, wo du dich ununterbrochen kleinmachst vor den großen Stars, den Gurus, den Fußballgöttern oder den Päpsten da draußen. Spür den Druck in der Brust, die ständige Sehnsucht, irgendjemandem hinterherzurennen, der es anscheinend besser weiß. Schau radikal in dich hinein: Da ist kein Gott da draußen.
Da ist nur eine tiefe, kalte Gewohnheit, deine eigene Kraft wegzugeben. Nimm die Angst wahr, die dich seit zwanzig Jahren wie ein unsichtbarer Voodoo-Fluch verfolgt, seit dieser Begegnung mit dem schwarzen Voodoo-Priester. Spür das lähmende Gewicht dieser Negativspirale, dieses dumpfe, schwere Gefühl im Magen, das dir jeden Tag einredet, du seist ein wehrloses Opfer, ausgeliefert einer finsteren Macht. Atme da hinein. Es ist nichts als ein Spuk aus Gedanken, den du selbst mit deiner Lebensenergie fütterst. Es braucht keine lange Analyse – es braucht nur diesen einen, zitternden Moment, in dem du in deinem Körper aufstehst und sagst: „Damit ist jetzt Schluss.“ Spürst du, wie die Energie augenblicklich zurückschießt? Dies erlebte eine Frau, mit der ich gestern ein Gespräch hatte.
Wo sitzt dieses feine, quälende Unwohlsein in dir, weil du eine Rolle spielst, die längst gestorben ist? Spür den faulen Kompromiss im Hals, dieses ständige, mühsame Schlucken, nur um den Ball irgendwie am Laufen zu halten. Ich kenne diese Enge zutiefst. Ich fühle sie genau jetzt auf meinem augenblicklichen Geburtsweg, so wie damals hinter den Klostermauern – dieses schmerzhafte Erwachen, wenn Überzeugungen, die dich jahrelang getragen haben, plötzlich wie trockenes Laub zerbröseln. Lass das laute Gebrüll der äußeren Formen mal für einen Atemzug verstummen.
Hörst du das zarte, unendlich leise Zittern der inneren Stimme darunter? Das ist der eine Geist der Wahrheit, der in dir lebt. Das ist dieses feine, nackte Spüren, das du so oft wegdrückst, weil es dein ganzes geordnetes Leben stört.
Es ist kein Konzept. Es ist die reine Stille, die jetzt gerade in dir spricht. Lass dich einfach hineinfallen.
Die Götter, die dich jagen, sind nur deine eigenen Gedanken – der eine Lebensgeist in dir ist die einzige Autorität.
Welchen erfundenen Fluch deiner Vergangenheit fütterst du heute noch mit deinen Gedanken?
Spür, wo du gerade das wegdrückst, was in dir lebt.
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6 Kommentare
Vielen lieben Dank für deine wahre Worte. Oft habe ich solche gute Redner beneidet. Denn ich selbst habe Mühe vor einigen Leuten zu reden. Werde selbst sehr nervös und fange an Worte zu wiederholen. Oftmals werde ich ignoriert und sie lassen mich nicht zu Wort kommen. Habe deswegen einige Kurse besucht. Und nun spüre ich oft dass viele sich profilieren wollen und sich zu wichtig nehmen. Ich danke dir herzlich für deine wahre Information. Es gibt Menschen die vom Herzen aus reden. Als Übermittlung das spürt man.
Liebe Carmen,
da ist diese quälende, zittrige Nervosität im Hals, wenn du vor Menschen stehst, das schmerzhafte Gefühl, einfach überhört und ignoriert zu werden – und da ist dieses ganz feine, zarte Aufatmen, wenn du heute merkst, was für ein absurdes Theater da draußen eigentlich gespielt wird.
Ich danke dir von Herzen für dein ungeschöntes, ehrliches Teilen. Fühl mal genau in diesen Moment hinein, den du so gut kennst: Dieses heftige Herzklopfen, wenn die Worte anfangen zu stolpern und du dich wiederholst. Jahrelang hast du geglaubt, du seist falsch. Du hast Kurse besucht, an dir herumgeschraubt und die „guten Redner“ beneidet, die so scheinbar mächtig und perfekt auf ihren Sockeln stehen.
Und heute? Heute darfst du dir fast ein bisschen amüsiert an den Kopf greifen und erkennen: Wie bescheuert sind wir eigentlich unterwegs, dass wir vor diesem lauten Gebrüll so gezittert haben?
Das, was du in diesen Kursen und Runden spürst, ist nichts als das nackte, verängstigte Ego der anderen, das sich unendlich wichtig nehmen und profilieren muss, um die eigene Leere zu überspielen. Sie müssen dich niederschreien, weil sie ihre eigenen Fesseln nicht aushalten. Ihr lautes Reden kommt nicht aus der Fülle, sondern aus dem nackten Überlebenskampf.
Du musst keine perfekte Rolle mehr lernen, Carmen. Du musst nicht lernen, wie man die Bühne rockt. Der Christusgeist in dir braucht kein Showbusiness. Wenn du das nächste Mal merkst, dass du nervös wirst oder die anderen dich ignorieren, dann spür einfach genau diese Enge, ohne sie wegzuhaben. Tritt zurück aus dem Kampf um Aufmerksamkeit. Wer aus dem Herzen spricht, braucht keine Schablone und keinen perfekten Vortrag. Es ist die schlichte, bodenständige Wahrheit deines einfachen Seins im Moment, die ansteckt – ganz ohne Worte.
Guten morgen lieber Theophilos
Ich kenne diese Götter, früher war das noch ganz extrem als ich ein Kind war.
Priester ,Lehrer Ärzte und alle die Amt bekleideten wo etwas zu sagen hatten, hat man auf einen Sockel gestellt.
Heute ist es mit den Politikern so.
So wurde es bei uns in der Familie übermittelt.
Und überall ist das Ego, das sich hinter allen versteckt. Laut und angstreibend , versteckt in allen menschlichen Gegebenheiten.
Ich erkenne inzwischen diese Muster und das treibende Ego wo sich göttlich präsentiert.
In dieser Erkenntnis weiß ich das alles gehört der Illusion ,was bleibt ist das aus dem Herzen kommende nähmlich die reine nakte immer bestehende Wahrheit der Christus Liebe in uns Menschen.
Der Lebensgeist in mir in uns allen ist der wahre Führer. Er ist nicht laut er kommt aus der Tiefe unseres „seins“
Danke für deine Worte ,die immer wieder berühren lieber Theophilos.
Liebe Evi,
da ist die tiefe Erinnerung an die alten, mächtigen Sockel der Kindheit, das Erkennen der lauten, angstreibenden Masken des Egos in der Politik und der Welt – und da ist dieses eine, befreiende Schmunzeln, wenn die ganze aufgeblasene Kulisse in sich zusammenbricht und nur noch die nackte Christus-Liebe in der Tiefe deines Seins übrig bleibt.
Wie wunderbar und hell du das heute auf den Punkt bringst! Es ist fast zum Lachen, wenn man nachträglich erkennt, mit was für einer heiligen Ernsthaftigkeit wir diese selbstgemachten Götter aus Fleisch und Blut jahrzehntelang gefüttert haben. Wir wurden in diese Ehrfurcht hineingesteckt und haben vor den lauten Gebräuchen der Welt gezittert – nur um heute festzustellen: Es war die ganze Zeit nur das Ego, das sich als Platzhirsch verkleidet hat, um uns in Angst zu halten.
Das ist das eigentliche Pfingstwunder in dir: Du durchschaust das Spiel. Du musst nicht mehr gegen die Sockel kämpfen oder dich über die Politiker im Außen aufregen. Sobald du erkennst, dass diese ganze Tyrannei der lauten Stimmen nur eine dünne Illusion ist, verliert sie ihre Macht.
Du greifst dir heute quasi amüsiert an den Kopf und erkennst: Der wahre Führer war nie laut. Er sitzt nicht auf einem Amt, trägt keine Krone und braucht kein Spektakel. Er ist dieser ganz leise, bodenständige Lebensgeist, der unbemerkt in deiner Tiefe atmet. Danke für dein feines, zartes Spüren und dieses heitere Licht, das du heute in den Tag bringst!
Lieber Theophilos, nochmal auf gestern, drei Punkte, die mir über Stille und Gebet heute nochmal deutlich geworden sind:
1. DU HAST RECHT
2. verheddert oder wieder in die Falle geraten, Macher-Ego – alles richtig!
3. im Gebet hat mich der Heilige Geist zu Joh. 15, zum Weinstock geschickt, und ja, was macht so eine Rebe eigentlich? Sie weiß, sie ist am Weinstock und wird von ihm in jeder Weise versorgt. Und was macht sie sonst noch? Nichts. Sie kümmert sich nicht um ihre Nachbarrebe oder um die über ihr. Da habe ich mich verheddert, bei meinem alten Thema „Einfach Loslassen“. Es ist eigentlich so befreiend. Entweder es fließt aus mir oder eben noch nicht. Christus ist in mir, er ist der Handelnde.
P.S. noch was Organisatorisches: soll ich meine Antwort immer unter den Beginn der jeweiligen Konversation oder unter das aktuelle Datum? Sei gesegnet und danke für deine ehrlichen Worte!