Sei glücklich schwach

Herr, es ist dir nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen.
2.Chron. 14, 10

Es ist nicht schick, schwach zu sein. Wir sind getrimmt auf starker Max und funktionieren müssen. Es wäre schön, wenn wir Schwachheiten nicht verstecken müssten. Im Glauben werden wir zum schwach sein ermutigt, wo herrliches passiert.

Eine junge Frau, um die dreißig, outet sich mit ihrem Zusammenbruch. Sie hatte erfolgreich ihren Krebs besiegt und ist über Wiedereingliederungs-Aktionen, wieder ganz in den Beruf eingestiegen. Sie fühlte sich fit und ihren Aufgaben gewachsen. Doch nach und nach ging ihr immer mehr die Luft aus, bis sie erneut auf dem Boden lag. In diesem desolaten Zustand erzählt sie ihre Geschichte und zeigt menschliche Größe, indem sie zu ihrer Schwachheit steht. Es fällt schwer, uns mit unseren Schwächen zu zeigen. Vor uns schwebt das Idealbild, gesund, charakterstark, erfolgreich und gefestigt im Glauben. Doch unsere Wirklichkeit hat sehr wenig mit dem Livestyle der Hochglanzmagazine zu tun. Das viele Unperfekte an uns und anderen raubt den letzten Nerv und lässt aneinander hochgehen. Da ist es gut, dass uns einer kennt, der zu Kreuze gekrochen ist.

Wer finstere Nacht hell macht, wer Krankes aus dem Staub aufhebt, wer Tote zum Leben erweckt, ist Spezialist für das Schwache. Christus ist die Plattform für Schwachheit. Wo der Mensch an seinen Grenzen steht, fängt Gott an, sich zu verherrlichen. Wo Schwächen nicht zugedeckt und vertuscht werden, sondern zu Christus schreien, bekommt der Blinde was auf die Augen und der Lahme Saft in die Beine. Die Christus-Begegnung verwandelt die Realität. Sie bringt menschliche Schwäche mit Erlösungskraft zusammen.

Kann Schwäche da nicht glücklich sein, wenn solche Kräfte stark machen?

Gott segne dich.

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