Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.
Ps. 37, 4
Das Sommermärchen 2006, versetzte die ganze Nation in einen schwarz-rot-goldenen Rausch. Hupende Autocorsos brachten selbst kleine Orte wie Dettingen, am Fuße der schwäbischen Alb in Feierlaune. Leidenschaft und Begeisterung lag in der Luft und steckte jeden Unbeteiligten mit an. Für einen Monat herrschte Ektase und nichts schien glücklicher und erfüllter zu machen als Fußball.
Leben als Ekstase ist für Gott normal. Da ist überschwängliches Glück, das nicht zu toppen ist. Habe Lust am Herrn, flippe aus, für das Leben, das dir geschenkt ist. Sei verrückt nach all den Gaben, die dir in die Wiege gelegt wurden. Schöpfe wie ein Wahnsinniger aus dem Pool der Unendlichkeit. Genieße es, dass du ein Kind des Schöpfers bist und erschaffe, was dein Herz begehrt. Da du aus ewigem Holz geschnitzt bist, kannst du voller Hoffnung in diese ewige Welt eintauchen und sie ins Dasein ziehen. Damit ist dir alles möglich, was Gott hat. Diese Leidenschaft sprengt Grenzen, bis hin zu theologischen Bauchschmerzen. Wer kann schon glauben, dass ein Leben bei Gott zum überschwappen gedacht ist. Das brave christliche Gemüt sagt sich hier, das geht entschieden zu weit.
Doch auch Markus sagt: Ihr bekommt alles, wenn ihr glaubt. Gott will alles geben, was sich dein Herz wünscht. Für ihn ist es gar kein Problem, denn er hat ja alles. Damit hakt es an unserem Glauben und unserer Leidenschaft. Wir wünschen, wir erwarten zu wenig. Wir sind Gott gegenüber wie eingeschlafene Füße. Wir hängen ihm nicht mehr begeistert am Hals. Wir sind eben anständig, förmlich, christlich.
Wo sind wir noch leidenschaftlich davon gepackt, von Gott alles zu erwarten?
Gott segne dich.
Gib der Glocke den Rest
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