Gott sei uns gnädig und segne uns.
Ps. 67,2
Das Erdbeben im Indischen Ozean, am 26. Dezember 2004, war ein unterseeisches Megathrust-Erdbeben mit einem Ausschlag von 9,1 und dem Epizentrum 85 km vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra. Es war das drittstärkste jemals aufgezeichnete Beben. Jeder der sich noch zurückerinnern kann, sieht Bilder vor sich, wie Häuser im Wasser schwammen und ganze Städte als Schuttberge übrig geblieben sind. Fassungslos und Kopfschüttelnd standen wir vor den Naturgewalten, die von nichts mehr aufgehalten werden konnten. Es gibt Kräfte im Universum, für die unser ach so wichtiges Leben wie ein Spiel ist.
Wenn jemand spricht: Gott sei uns gnädig und segne uns, dann betet er um einen Dammbruch. Er ist sich bewusst, bei allem, was ich in dieser Welt bei höchstem Engagement erreichen kann, bin ich ein Sandkorn in der Wüste. Zeitlebens bewegt sich mein Menschsein in einen Schatten, von unbeschreibbarer Größe. Die Wirklichkeit hat eine Spannweite, die mein menschlicher Geist nicht erfassen kann. Ich bin ein Teil von unvorstellbarer Unendlichkeit. Sei uns gnädig, ist die Sehnsucht, nicht in menschlicher Wahrnehmung steckenzubleiben, sondern zur göttlichen Wahrnehmung durchzubrechen. Schenke mir die Gnade, dass die Wirkungen der unbändigen, schöpferischen Gestaltungskraft, zu meiner Wirklichkeit werden. Öffne mir diese Kanäle, die alles Leben mit Herrlichkeit überfluten. Mache die Schleusen deines Segens auf, dass ich Licht bin.
Wo du dich der Gnade und des Segens öffnest, bist du nicht mehr der sich im Leben Abrackernde. Du bist dann nur der Kanal für die viel größeren Wirkungen, die durch dich geschehen. So geschehen Wunder durch dich.
Welchen Kanal könnte ich öffnen, um diese Wunder zur Welt zu bringen?
Gott segne dich.
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