Hallo, DU ZERRISSENES WUNDER, DAS SICH NICHT ZUM SCHWEIGEN ZWINGEN LÄSST.
Ich dachte: Ich will seiner nicht mehr gedenken. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer.
Jer 20,9
Es gab eine Zeit, da wollte ich alles hinschmeißen. Meine Berufung, mein Leben im Kloster, meinen ganzen inneren Auftrag. Ich war verliebt – in eine Novizin.
Da stand plötzlich ein Mensch vor mir, der mein Herz aufsprengte, meine ganze Gefühlswelt überrollte, und ich wusste: Das passt nicht in den Weg, den ich gewählt hatte. Ich war hin- und hergerissen zwischen einem Feuer, das mich an meine Lebensaufgabe band, und einer Liebe, die mich innerlich überwältigte.
In dir brennt ein unaufhörliches Feuer
Es war kein kleiner Zwiespalt, es war ein Zerreißen. Nächte voller Tränen. Tage, in denen ich dachte: „Ich kann das nicht mehr. Ich will nicht mehr.“ Ich war kurz davor, meine ganze Lebensform aufzugeben. Und gleichzeitig brannte etwas in mir, das sich nicht ersticken ließ. Dieses Feuer sagte: „Du kannst dich von mir trennen wollen – aber ich lasse dich nicht los.“
Die Trennung von dieser Liebe war ein Schmerz, der mir den Boden wegzog. Und doch – genau dort wurde klar: Das, was in mir brennt, ist stärker als jede Entscheidung, stärker als jede Sehnsucht nach Sicherheit oder Zweisamkeit. Es ist ein Ruf, der unaufhaltbar ist. Nicht weil ich so standhaft wäre, sondern weil er von tiefer herkommt als alles, was ich jemals gedacht oder gewollt habe.
Und genau das ist auch deine Geschichte. Vielleicht nicht mit Kloster und Novizin – aber mit den Momenten, in denen du dachtest: „Jetzt zerbricht alles. Ich kann nicht mehr.“ Und doch bist du noch hier. Dein Ruf hat dich getragen, selbst wenn du ihn verfluchen wolltest.
Dein inneres Feuer ist stärker als jede Dunkelheit.
Wo in deinem Leben spürst du den Ruf, der sich nicht abschalten lässt?
Spring mit mir — im Podcast, im Live-Talk oder im persönlichen Gespräch: wir lesen das Feuer gemeinsam zu Ende.
Bleib bei dir – dort, wo das Feuer schon lange brennt.
Es ist die Flamme, die dich nie verlässt.
Mit einem feurigen Herzensgruß,
Theophilos
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:
🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
3 Kommentare
Hallo Bruder Theophilos, ich lese jeden Morgen deine „Kurzandacht“ und freue mich darüber. Oft denke ich an die wunderbare Hochzeit von Mona und Roman auf Fehmarn und an deine wunderbare Trauungsrede.
Vor einigen Tagen habe ich dir eine E-Mail geschickt, aber leider bis heute keine „Rückmail“ bekommen.
Dein Freund Reinhard Hapke
Wie wahr. so wahr. aber so was von wirklich wirklich wahr. Nur wegen diesem inneren Licht, wegen diesem Feuer, dass es noch lange nicht das Ende ist, ewig und schon immer getragen, bin ich noch immer da. Und das ist erst der Anfang.
Lieber Friedrich,
deine Worte glühen wie ein Echo des Feuers selbst. 🌟
Ja – getragen von diesem inneren Licht, das nie verlischt, stehen wir heute noch hier. Und genau darin liegt das Wunder: Was wie das Ende aussieht, ist in Wahrheit der Anfang von etwas Größerem.
Danke, dass du dein „Noch-immer-da-Sein“ so kraftvoll in Worte gefasst hast. 🔥