Hallo, DU IM GEÄST DES LEBENS, DER NUR NOCH EINES WILL: HEIMKOMMEN.
Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.
Luk. 19,5
Ich war wie Zachäus – ständig unterwegs, auf allen Ästen meines Lebens. Ich wollte wirken, gestalten, bewegen, Gutes tun. Und doch hab ich mich dabei verloren.
Ich wollte noch dieses Seminar besuchen, bei jenem Kongress dabei sein, jenen Workshop mitnehmen, um nichts zu verpassen. Ich war wie betrunken vom Tun – überzeugt, dass ich etwas versäume, wenn ich nicht überall dabei bin.
Der unbestechliche Ruf
Bis ich eines Tages spürte: Ich bin nicht mehr verbunden mit dem Stamm, aus dem ich wachse.
Ich hatte mich im Geäst meiner vielen Aktivitäten verfangen – und meine eigene Quelle überhört.
Und dann kam dieser leise, unbestechliche Ruf:
„Zachäus, steig eilend herunter; ich muss heute in deinem Haus einkehren.“
Ich wusste: Das bin ich.
Ich soll heruntersteigen – aus der Hektik, aus dem Müssen, aus dem noch-mehr und noch-besser.
Das ist dein unbestechlicher Ruf, der genau JETZT an dich ergeht.
Glaube nicht, noch etwas erreichen zu müssen; es ist alles schon da:
Fülle. Frieden. Gegenwart.
Du kannst nichts verpassen, wenn du anfängst bei dir zu bleiben.
Du empfängst alles, wenn du heimkehrst.
Du musst nirgends mehr hin – das Leben ist längst bei dir eingekehrt.
Wo hast du dich im Geäst guten Absichten und dem Streben nach mehr verloren?
Bleib bei dir – da, wo der Himmel längst wohnt.
In deiner Stille fließt das, was du suchst.
Und vielleicht hörst du heute dieselbe Stimme:
„Ich muss in deinem Haus einkehren.“
Mit einem heimkehrenden Herzensgruß
Theophilos
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
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