Hallo, DU EWIGER, DER DEN TOD NUR ALS KULISSE BETRACHTET, WÄHREND ER SELBST NICHT EINMAL EINEN KRATZER ABKRIEGT.
Herr, deine Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig.
Jes 25,1
Es beginnt an einem Ort, an den du nicht freiwillig gehst: dem Rand zwischen Atem und Stillstand. Ein OP-Saal. Kühle Luft. Das schrille Klirren von Metall. Ärzte, die rennen, Stimmen, die sich überschlagen. Und mittendrin ein junger Schweizer Musiker – Bo Katzmann –, dessen Körper zerfetzt, dessen Puls verschwunden, dessen Gehirn still ist. Alles, was wir „Leben“ nennen, ist in diesem Moment ausradiert.
Und das Absurde? Er selbst wundert sich nur, dass hier so viel Theater gemacht wird. „Bloß weil ich gestorben bin“, sagt er später. Für ihn war es kein Drama. Kein Verlust. Kein Ende. Sondern ein Schock aus Licht. Ein millionenfach gesteigertes Gefühl von Geliebtsein, das jeden Winkel seiner Persönlichkeit durchdrang – sogar jene, die er selbst für unrettbar hielt. Es war keine Romantik. Es war Wahrheit.
Im Tod fällt die letzte Lüge
Das absolut Verrückte dabei: Wenn Herz und Gehirn auf der Nulllinie stehen, bricht ein Bewusstsein durch, das klarer ist als jede Sekunde deines sogenannten Alltags. Und dieses Bewusstsein war nie an deinen Körper gebunden.
Das ist der Punkt, an dem dir die Wahrheit das Messer ansetzt: Nicht das, was du für „Leben“ hältst, ist Leben. Nicht die Rechnungen. Nicht die Jobs. Nicht die Biografie, die du wie ein Schulheft vorzeigst. All das ist nur Bewegung auf der Oberfläche. Leben ist Bewusstsein – das, was nicht anfängt, nicht aufhört und durch keinerlei Katastrophe beschädigt werden kann.
Wenn das kippt, bleibt etwas Seltsames zurück. Dein Atem wird weicher.
Dein Körper fühlt sich plötzlich weniger wie „du“ an und mehr wie ein Werkzeug, das du unendlich kurz ausgeliehen hast. Etwas in dir zieht sich zurück aus der Identifikation, als wäre es ein schlechter Vertrag. Und mitten in dieser Stille merkst du, wie unendlich du bist – jetzt, hier, nicht später, nicht nach dem Tod.
Der Tod ist nicht dein Übergang. Er ist der Moment, in dem die letzte Lüge fällt.
Leben ist nicht dein Körper – sondern das unzerstörbare Bewusstsein, das ihn nur kurz benutzt.
Was stirbt wirklich, wenn du deine Identifikation loslässt?
WÄHLE. WAHRHEIT ODER ILLUSION.
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3 Kommentare
Guten Tag Bruder Theophilos,
nachdem mein Mann vor 2 Jahren gestorben ist, beschäftige ich mich mit Nahtod-erlebnissen und besuche ein Seminar bei Thomas Young. Durch ihn bekam ich die Informationen über die laufenden Kongresse. So habe ich auch Ihr Interview gehört und es hat mich sehr berührt. In meinem Kopf ist sehr Vieles in Unordnung geraten und mir fällt es schwer zur Ruhe zu kommen. Auch habe ich große Schwierigkeiten mit dem „Müssen“.
Meine Erziehung fand hauptsächlich von 7 – 14 Jahren im Internat bei den Schwestern von der Heimsuchung Mariens statt. Ich glaube, dass unsere Lebenswege einige Parallelen aufzuweisen haben. Deshalb bat ich Jesus mir einen Termin bei Ihnen zugeben. Er kennt Ihren und meinen Terminkalender besser und bin gespannt, was ich von Ihnen vorgeschlagen bekomme.
Es grüßt Sie sehr herzlich
Ute Vogel
P.S.: Ich habe keine Webseite und bin 82 Jahre alt
Liebe Ute,
danke von Herzen für Ihre Worte – sie haben mich tief berührt.
Wenn ein geliebter Mensch geht, beginnt im Inneren oft ein Weg, der still ist und doch alles in Bewegung bringt. Vieles, was vorher geordnet war, fällt auseinander. Manchmal fühlt es sich an wie ein zweites Sterben – das des alten Selbst, das nicht mehr trägt.
Dass das „Müssen“ Sie so beschäftigt, wundert mich nicht:
Das ist die alte Stimme der Anpassung, der Pflicht, der inneren Strenge – sie stammt aus genau jener Zeit, die Sie erwähnen.
Und gleichzeitig spüre ich etwas anderes in Ihren Zeilen:
Eine große Bereitschaft, sich an etwas Tieferes erinnern zu lassen.
An einen Frieden, der nicht erarbeitet werden muss. Sondern schon da ist.
Ich freue mich, Ihnen in einem persönlichen Austausch Raum geben zu dürfen – ganz ohne Eile, ganz ohne Müssen.
Von Herzen,
Bruder Theophilos
Guten Tag Bruder Theophilos,
Ihr Antwort hat mich heute sehr überrascht – ich dachte, dass mein Schreiben nicht bei Ihnen angekommen sei, weil ich keine Webseite habe. Doch war ich nach dem Lesen noch aufgeregter wie vorher. Mein ganzes Leben läuft an mir vorüber und purzelt durcheinander. Inzwischen glaube ich entdeckt zu haben, dass ich Ihre Hilfe benötige um weinen zu können. Wie viele Patienten kamen zu mir in meine Sitzung und klagten, dass sie nicht weinen könnten und dann haben sie eine Stunde geweint und es ging ihnen besser. Genau das klappt jetzt bei mir nicht!
Leider kann ich nichts mit Sprachen anfangen und jetzt im Alter habe ich alles vergessen, mit was ich mich im Ausland noch notdürftig „durchgewurschtelt“ habe. Deshalb konnte ich auch keinen Termin ausmachen – war alles in Englisch!
In dem sicheren Gefühl, dass Gott mich zu Ihnen gesandt hat, grüße ich Sie sehr herzlich
Ute
Telefon: 06131-672248