Es kommen keine besseren Zeiten

Hallo, DU UNENDLICHER, DER KEINE ZUKUNFT BRAUCHT, UM GANZ ZU SEIN.

Du sitzt da, atmest, schaust in einen dieser grauen Morgen, an dem das Leben wie ein unaufgeräumter Dachboden riecht. Staub von gestern. Erwartung von morgen. Und dazwischen du – halb wach, halb wartend, halb vertröstet von einer Idee, die dir seit Kindheit eingeimpft wurde: Halte durch, irgendwann wird alles besser.

Du hast dir ganze Jahrzehnte geraubt mit diesem Satz.

Du hast Feste verpasst, weil später wichtiger schien als jetzt.

Du hast Schmerz ertragen, weil er angeblich zur Prüfung gehört.

Du hast dich selbst vertröstet, weil ein „himmlisches Reich“ noch kommen sollte.

Du hast gehofft – und in dieser Hoffnung die Gegenwart verkauft.

Und dann kam dieser heilige Schlag, der dir die Luft aus der Brust presste:

Es gibt keine bessere Zukunft. Keine kommenden Reiche. Kein späteres Jerusalem. Kein Danach, das dich retten wird.

Alles, was du vor dir hergeschoben hast, fiel wie morsches Holz in sich zusammen.

Du standest da, nackt im Jetzt, und der Schock brannte jede Ausrede weg.

Die Wahrheit war unverschämt einfach: Es gibt nur dieses Jetzt. Und du bist dieses Jetzt. Du bist der Anfang und das Ende. Das A und das O. Nicht als Metapher. Als Tatsache.

Und dann, nach dem Erschütterungsmoment, gingen Welten auf.

Mein Körper hatte sich dem Moment ergeben.

Der Atem fiel in dich hinein wie ein nach Hause kommen.

Da war kein Gott mehr, der kommt oder geht. Kein Retter in Vorbereitung.

Da war nur: ICH BIN.

Und dieses „Ich bin“ fühlte sich an wie unendlicher Raum, der plötzlich nicht mehr gesucht oder erwartet, sondern erkannt wird.

Alles war schon da.

Alles war bereits du.

Du bist nicht auf dem Weg zu besseren Zeiten.

Du bist die Zeit, durch die alles lebt.

Und dieser Moment ist heilig, weil er der Einzige ist, der real ist.

Es gibt keine bessere Zukunft. Nur das Jetzt, das du bist – unendlich, vollständig, wirklich.

Wovor fliehst du noch, wenn du auf „später“ hoffst?

WÄHLE. WAHRHEIT ODER ILLUSION.

 


Tagesimpuls als Audio – auf Telegram   oder Youtube

P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:

🎧 Im Podcast „Göttlich frei“spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabendkannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.

Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com

 

2 Kommentare

  1. Lieber Theophilos
    Wenn ich in meinen Herzen fühle und bin und die Welt da draußen anschaue, habe ich einen anderen Blick und Aussichtspunkt. Ich erkenne , was draußen geschieht auf dieser Welt hinterlässt nichts Bleibendes .Was wir mitnehmen können,wenn wir von dieser Erde gehen ist was aus Liebe geschieht zu dir selbst und zu deinen Mitmenschen. Nicht das was das Ego will ist wichtig sondern zu erinnern wer wir wirklich sind und nicht getrennt von unseren Schöpfer.

    1. Liebe Evi,
      du beschreibst etwas sehr Wesentliches – den Blick aus dem Herzen, der nicht mehr auf „Später“ hofft, sondern jetzt sieht, was wirklich Bestand hat. Und ja: Alles, was draußen passiert, zieht vorbei wie Wetter. Es hinterlässt Spuren, aber keine Wahrheit.

      Was bleibt, ist genau das, was du sagst:
      das, was aus Liebe geschieht – nicht als Gefühl, sondern als Wiedererkennen dessen, wer wir sind.

      Und darin liegt der entscheidende Punkt des heutigen Impulses:
      Nicht, dass draußen nichts Bleibendes ist, sondern dass das Ego gerade daraus wieder heimlich eine neue Hoffnung macht – eine stille Idee von „Wenn ich nur genug liebe, wird es irgendwann besser“.

      Aber bessere Zeiten kommen nicht.
      Nur das Erinnern an das, was immer schon da war:
      das ungeteilte Sein, das nie begonnen hat und nie endet.

      In diesem Blick bist du frei von der Welt, ohne dich von ihr abzuwenden.
      Du bist dann nicht mehr Zuschauer eines Dramas, sondern Gegenwart, die nichts mehr braucht, um vollständig zu sein.

      Danke für deine Worte – sie kommen aus dem Ort, an dem keine Zukunft mehr nötig ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert