Hallo DU, DER NOCH GLAUBT, ES GÄBE DA DRAUSSEN ETWAS DUNKLES, DAS GEGEN DICH ARBEITET.
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde es mit Gutem.
Röm 12,21
Ich sitze da. Der Körper angespannt, der Atem flach. Die Stirn runzelt sich, noch bevor etwas passiert ist. Nachrichten. Gespräche. Kommentare.
Schon wieder dieses Gefühl von: Das ist falsch. Das darf nicht sein. Das ist böse.
Und während ich innerlich aufrüste, merke ich nicht, dass ich längst im Krieg stehe.
Nicht mit der Welt.
Mit mir.
Ich habe lange geglaubt, es gäbe da draußen eine finstere Macht.
Einen Gegenspieler.
Einen Teufel.
Eine dunkle Energie, die es auf uns abgesehen hat.
Eine Horrorvorstellung, genährt von Bildern, Predigten und ungeprüften Gedanken.
Und dann kam dieser eine Moment.
Kein Licht vom Himmel. Kein Donner.
Nur diese Erkenntnis, die wie ein Dolch durch meine Überzeugungen fuhr:
Wenn ich Böses sehe, sehe ich mein eigenes Urteil.
Nicht die Welt ist verdreht.
Mein Geist ist es.
Das sogenannte Böse ist keine Macht außerhalb von mir.
Es ist das Konfliktpotenzial meiner Gedanken, die sich gegen meine eigene Wahrheit stellen.
Gestern im Live-Talk war es wieder spürbar.
Wie erschütternd klar es wird, wenn Menschen erkennen, dass sie ihr eigenes Drama inszenieren.
Der Verstand schreibt das Drehbuch.
Das Ego verteilt die Rollen.
Und wir wundern uns, warum das Leben sich wie ein Kampf anfühlt.
Die Klassifizierung in Gut und Böse ist kein Akt der Wahrheit.
Sie ist ein Reflex des Verstandes.
Und jedes Mal, wenn ich bewerte, bin ich bereits gefangen.
Die Wende geschieht nicht im Außen.
Er geschieht, wenn ich aufhöre, meinen Gedanken zu glauben.
Wenn ich Beobachter werde.
Wenn ich fühle, statt zu urteilen.
Dann entspannt der Atem den nervösen Magen. Der Körper wird weicher. Der Blick klar.
Nicht, weil die Welt sich geändert hat, sondern weil mein Geist bei sich angekommen ist.
Hier geschieht das Überwinden.
Nicht gegen etwas, sondern zurück in meine innere Ausrichtung.
Und plötzlich sehen Augen und Herzen nur noch Liebe.
Es gibt kein Böses im Außen. Nur Gedanken, die Wahrheit vergessen haben.
Welchen Gedanken glaubst du gerade, die dich in den Kampf führen?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
2 Kommentare
Lieber Theophilos
Im Innen schauen gibt es nichts böses da ist Vollkommenheit.
In diesen Erdendasein werden uns Bilder gezeigt die uns triggern und verletzen.
Wir wollen all das Loslassen ,das ganze Erdendasein ist ein loslassen und nach Hause kehren in unser ewiges Sein.
Liebe Evi,
du berührst einen wahren Kern – und zugleich liegt genau hier die feine Kante, an der so vieles wieder in eine sanfte Illusion kippt.
Ja: Im Innen gibt es kein Böses. Da ist Vollkommenheit.
Und zugleich sind die Bilder, die dich hier „triggern“, nicht einfach etwas, das dir geschieht, um dann losgelassen zu werden wie Herbstlaub.
Sie sind kein Beweis für ein fehlerhaftes Erdendasein
und auch keine Prüfung von außen.
Sie sind Spiegel.
Nicht um dich zu verletzen,
sondern um dir zu zeigen, wo du noch glaubst, getrennt zu sein.
Das Erdendasein ist kein langes Abschiednehmen.
Kein mühsamer Weg „nach Hause“.
Das wäre nur eine weitere Geschichte des Verstandes.
Nach Hause kehren geschieht nicht am Ende,
sondern im Moment der Erkenntnis:
👉 Wenn du erkennst, dass nichts losgelassen werden muss,
sondern nur der Gedanke, dass du noch nicht angekommen bist.
Dann hört das Innen-Außen-Spiel auf.
Dann verlieren Bilder ihre Macht.
Dann bleibt nur Gegenwart.
Und genau das geschah in diesem Impuls.
Nicht Rückzug aus der Welt.
Sondern Entlarvung dessen, was du über sie denkst.