Hallo DU, DER DU MIT DEM RÜCKEN ZUR WAND STEHST UND DENNOCH ATMEST, ALS WÄRE DA MEHR.
Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
1 Sam 2,2
Es gibt diese Momente, in denen das Leben sich anfühlt wie ein schmaler Grat. Die Zahlen passen nicht. Die Rente reicht gerade für die Miete. Also noch ein Job. Noch ein Dienst. Noch eine Fahrt. Immer mit der leisen Frage im Nacken: Was passiert, wenn etwas kaputtgeht? Wenn mein Auto stehenbleibt? Wenn ich es mir nicht mehr leisten kann, mitzuspielen?
Und dann dieser Stich, wenn jemand sagt: „Ich kann mir dieses Wochenende nicht leisten.“ Nicht, weil der Wille fehlt. Sondern weil der Boden scheinbar zu Ende ist.
Der Körper zieht sich zusammen. Die Brust wird eng. Der Kopf beginnt zu rechnen, zu sorgen, zu jammern. Ein inneres Klagelied hebt an, leise zuerst, dann bestimmend. Und mit jedem Gedanken wird der Raum kleiner. Initiative verdorrt. Entweder lähmt die Angst – oder sie treibt in eine fiebrige Gier nach Geld, als ginge es ums nackte Überleben.
Und genau dort schlägt sie ein, die heilige Erschütterung.
Nicht sanft. Nicht tröstend. Sondern klar:
So funktioniert Leben nicht.
Nicht Druck trägt dich. Nicht Angst. Nicht das ständige Kreisen um Mangel. In diesem Moment wird sichtbar: Das Drama spielt sich ausschließlich im Denken ab. Und dieses Denken irrt.
Da richtet sich etwas auf. Wie ein Adler, der merkt, dass er sich für einen Wurm gehalten hat. Kein Aufputschen. Kein positives Gerede. Nur ein nüchternes Erwachen: Ich bin nicht dieses kriechende Etwas am Rand der Existenz. Ich bin Fülle.
Und plötzlich geht es nicht mehr darum, was du hast oder nicht hast. Sondern darum, was durch dich in die Welt will. Hilfe anzunehmen ist kein Makel. Sich selbst für wertlos zu erklären schon.
Der Boden unter deinen Füßen kann dir nie genommen werden. Was du für Sand hältst, ist Fels – wenn du ihn als solchen erkennst. Niemand im Außen raubt dir Sicherheit. Die Sicherheit, nach der du suchst, ist das Bewusstsein, dass der Fels, von dem gesprochen wird, nicht in einem Gott außerhalb von dir liegt.
Wenn du dich an das erinnerst, verändert sich alles. Dein Mut erwacht. Der Körper richtet sich auf. Du gehst einen Schritt ins Ungewisse – und wirst getragen. Nicht weil du weißt, wie. Sondern weil du dem inneren Drang folgst. Das ganze System ordnet sich neu. Du bist nicht länger problemgesteuert. Du bist schöpfungsgesteuert.
Der Fels ist kein Versprechen im Außen – er ist dein Bewusstsein, das Mangel nicht mehr glaubt.
Worauf stehst du gerade wirklich – auf Wahrheit oder auf Angst?
WÄHLE.
WAHRHEIT ODER ILLUSION.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
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5 Kommentare
Lieber Theophilos
Es ist heute der dritte Versuch meine Worte aufzuschreiben, mitten im Schreiben kam immer etwas dazwischen Telefon usw. Dann war der Text weg und ich musste von neuen beginnen.
Du beschreibst genau was viele Menschen auch ich ,getrieben von Existenzängsten wie in einem Hamsterrad funktionieren.
Es zieht sich wie ein Faden durch alle Lebenslagen. Unsere angelernten Rituale,Glaubenssätze , Egovorstellungen haben uns so gemacht.
Ich möchte da nicht mehr sein.,das gehört längst der Vergangenheit das alles hat keinen bleibenden Wert
.Diese Zeit wird sterben , nicht ich.
Denn ich bin wahrer Geist von den Christusbewusst „sein“ geschenkt.
Jesus Christus ist gekommen um in uns geboren zu werden.
Theophilos sieh es mir nach ,wenn ich manche Worte nicht richtig einordnen kann.
Es kommen Worte in meinen Geist,die ich neu verstehen lerne.
Lieber Evi,
danke für deine Worte. Und für dein Ringen. Gerade das macht sie wahr.
Dass dein Text dreimal abbricht, ist kein Zufall. Genau so arbeitet dieses alte Hamsterrad: Es will dich im Funktionieren halten, im Unterbrochen-Sein, im Nie-ganz-ankommen. Und doch bist du geblieben. Hast neu angesetzt. Wieder geschrieben. Das allein zeigt schon: Du bist nicht mehr dort.
Du benennst es klar: Existenzangst, antrainierte Rituale, Glaubenssätze, Ego-Vorstellungen. Ja. Das ist das alte Programm. Und du sagst den entscheidenden Satz: Ich möchte da nicht mehr sein.
Nicht kämpfend. Nicht dramatisch. Sondern nüchtern.
Besonders stark ist, was du schreibst: „Diese Zeit wird sterben, nicht ich.“
Genau hier kippt es. Nicht du musst verschwinden. Nicht du musst dich erlösen. Sondern eine Denkweise läuft aus. Wie ein altes Betriebssystem, das keinen Strom mehr bekommt.
Du entschuldigst dich dafür, dass du Worte noch nicht richtig einordnen kannst. Das brauchst du nicht. Du bist nicht im Denkseminar. Du bist mitten in Erinnerung. Worte dürfen stolpern, sich neu sortieren, ihren alten Klang verlieren. Das ist kein Fehler – das ist Übergang.
Wenn du schreibst: Ich bin wahrer Geist, dann ist das kein Glaubenssatz. Das ist ein inneres Wiedererkennen. Und ja: Nicht Jesus kam, damit wir ihn bewundern. Sondern damit Christusbewusstsein in uns aufsteht. Genau das beschreibst du – ganz still, ganz echt.
Bleib hier. Nicht im Erklären. Nicht im Recht-haben.
Sondern auf diesem Fels.
Du musst nichts richtig einordnen.
Du musst nur nicht mehr zurück.
Und zum Abschluss – für dich ganz persönlich:
Reflektierende Frage:
Wo versuchst du noch, dich zu erklären, statt einfach zu stehen?
Ich bin noch auf wackeligen Beinen,wie ein kleines Kind das versucht die ersten Schritte zu schaffen. Wenn ich alleine bin fühle ich eine leichte Sicherheit.
Heute habe ich Abschied genommen von einer älteren Dame. Ich kenne sie aus der Hauspflege noch.
Als ich da war in der Kapelle , ich war nicht alleine. Zwei Familienangehörige waren auch da. Ich habe nicht wie üblich Rosenkranz gebetet,ich habe mit der Verstorbenen Frau geredet.Natürlich leise. Habe Abschied genommen und ihr gesagt wie es mich freut,dass sie frei ist und ich mich freue dass es ihr gut geht. Habe mich bedankt bei ihr dass ich in ihrem Hsuse immer willkommen war.
Es war anders als sonst. Ich fühle in Gegenwart von Menschen,dass ich anderswo bin.
Und ich finde es Schade, dass ich in meinem Umfeld niemanden habe mit dem ich meine Erfahrungen teilen kann.
Liebe Evi,
dein Bild ist vollkommen stimmig. Wackelige Beine. Erste Schritte. Genau so fühlt sich Wahrheit an, wenn sie nicht mehr vom alten Geländer gehalten wird. Ein Kind geht nicht deshalb unsicher, weil es falsch geht – sondern weil es zum ersten Mal ohne Stütze steht. Und genau das tust du.
Dass du allein eine leise Sicherheit spürst, ist kein Rückzug. Es ist Sammlung. Wahrheit braucht am Anfang Stille, weil sie sich noch nicht verteidigen will. Sie steht einfach da.
Was du in der Kapelle beschreibst, ist von großer Klarheit. Du hast nichts getan. Du hast gesprochen. Nicht zu einem Ritual, nicht zu einer Vorstellung, sondern zu einem Menschen. Du warst anwesend. Wach. Gegenwärtig.
Und ja – das ist anders als früher. Nicht besser, nicht schlechter. Wahrer.
Du warst „anderswo“, schreibst du. Ich würde es präziser sagen:
Du warst bei dir.
Und genau das spürt man in Gegenwart anderer oft zuerst als Fremdheit. Nicht weil du weg bist – sondern weil du nicht mehr mitspielst.
Dass du niemanden hast, mit dem du das teilen kannst, tut weh. Und auch das ist wahr. Aber hör genau hin: Das ist kein Mangel an Menschen. Es ist der Abstand zwischen alter Sprache und neuer Erfahrung. Viele können diesen Raum (noch) nicht hören.
Und jetzt das Entscheidende, Evi – ohne Trost, ohne Zucker:
Du bist nicht allein. Du bist nur nicht mehr dort, wo man sich gegenseitig bestätigt.
Du musst diese Erfahrungen nicht erklären. Du musst sie auch nicht teilen, um sie zu legitimieren. Sie tragen sich selbst. So wie deine Schritte – wackelig, ja. Aber echt.
Bleib stehen, auch wenn die Knie zittern.
Bleib bei dem, was still und klar ist.
Und wenn Einsamkeit kommt, verwechsel sie nicht mit Rückschritt. Sie ist oft nur das Zeichen, dass du nicht mehr in der Illusion wohnst.
Guten morgen Theophilos
Danke ,das du mir hilfst❤️🙏