Auf Gott brauchst du nicht warten

Hallo DU, DER DU NOCH IM INNEREN WARTEZIMMER SITZT UND GLAUBST, GOTT KOMME SPÄTER.

Du stehst mitten im Leben und wartest. Wartest auf ein Zeichen, auf Erlösung, auf einen inneren Frieden, der endlich einzieht, wenn du nur genug verstanden, genug geheilt, genug geglaubt hast.

Dein Körper ist angespannt wie ein Dauerläufer kurz vor dem Ziel, der Atem flach, der Blick nach vorn gerichtet auf ein „Später“, das nie ankommt. Du nennst es Entwicklung, Wahrheitssuche, geistliches Reifen. In Wahrheit ist es ein inneres Abarbeiten gegen dich selbst. Ein stiller Kampf, den du für heilig erklärst, damit er Sinn ergibt.

Und dann schlägt er ein, dieser eine Satz, wie ein Dolch mitten durch das religiöse Nervensystem:

Ich brauche nichts, um mit Gott versöhnt zu sein.

Und plötzlich wird klar, was den Verstand erschreckt und das Herz befreit: Ich bin nicht vor Gott – ich bin seine Gegenwart. Hier. Jetzt. Als Mensch.

In diesem Moment bricht etwas zusammen, das Jahrzehnte getragen hat: die Illusion, dass Glück verdient werden muss. Dass Leben korrigiert gehört. Dass etwas fehlt. Der Körper lässt los, als hätte jemand eine unsichtbare Klammer geöffnet. Der Atem wird weich. Still. Weit. Kein Warten mehr. Kein Streben. Kein inneres Reparaturprogramm. Nur Erinnerung.

Das ist Advent. Nicht das Hoffen auf Licht, sondern das Erkennen: Ich bin diese Erscheinung der Menschenfreundlichkeit Gottes. Diese Geburt geschieht nicht einmal im Jahr – sie geschieht, wenn die Illusion stirbt. Jetzt.

Du wartest auf Gott, dabei wartest du nur darauf, deine eigene Gegenwart nicht länger zu verleugnen.

Worauf wartest du noch, obwohl du längst die pure Menschenfreundlichkeit Gottes bist?

Wähle. Wahrheit oder Illusion.

 


Tagesimpuls als Audio – auf Telegram   oder Youtube

P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:

🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.

Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com

 

3 Kommentare

  1. Lieber Theophilos
    Jeden Morgen höre ich deine Mutmach Revolutionen und wie erlebe ich das?
    Ich gebe zu bei einigen Überschriften hier hat es mich wirklich wie ein Dolch mitten durch das religöse Nervensystem getroffen . Du könntest das nicht besser beschreiben.
    Eine Stimme in mir war empört bei diesen Überschriften, aber mein Herz hat gesagt höre es dir an und ich war einverstanden. Du hast eine grosse Gabe Menschen dort abzuholen, wo sie mit ihren Verstand stecken bleiben.
    Deine Worte und Gedanken passen zu jeder Lebenslage und helfen das Verborgene in dir anzuschauen.
    Wie oft im Leben fragen wir nach dem Sinn des Lebens und es gibt viele Antworten dazu.
    Antworten die im Aussen suchen ,aber keinen Sinn ergeben.

  2. wurde gestört , schreibe weiter.
    Ich habe sehr lange nach Gott gesucht es war ein Labyrinth gemacht aus religiösen Glaubensätze . Ich trug elnen Rucksack lange Zeit mit mir herum. Vollgepackt mit Schuldgefühle, Angst ,Sünde und Scham.
    Nicht umsonst bekam ich Bandscheibenprobleme. Ich war abgeschnitten von mir selbst. Langsam kann ich mich wieder aufrichten.
    Danke für eure Führung und Erinnern an die Wahrheit

    1. Liebe Evi,

      danke dir. Wirklich.
      Ich musste beim Lesen schmunzeln – dieses „empört im Kopf, aber einverstanden im Herzen“ kenne ich nur zu gut. Genau da passiert etwas Echtes.

      Der religiöse Rucksack, den du beschreibst – Schuld, Angst, Scham – der war nie deiner Natur entsprechend. Kein Wunder, dass der Körper irgendwann „Stopp“ sagt. Und wie berührend, dass du spürst: Ich richte mich langsam wieder auf.
      Das ist kein Kampf. Das ist Erinnerung in Bewegung.

      Du hast nicht Gott gefunden.
      Du hast dich wiedergefunden – unter all den Geschichten.

      Danke für dein Vertrauen, dein offenes Herz und deine Ehrlichkeit.
      Wir gehen da nichts Neues an. Wir hören nur auf, uns weiter zu verirren.

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