Hallo DU, DER DU DICH MANCHMAL WIE EIN KRIEGSSCHAUPLATZ FÜHLST UND DOCH DER FRIEDEN SELBST BIST.
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet, weil ihr dazu berufen seid.
1 Petr 3,9
Es gibt diese Momente, in denen ich innerlich mit erhobenen Fäusten dastehe. Nicht sichtbar, aber deutlich spürbar. Der Kiefer angespannt, der Gedanke messerscharf auf den anderen gerichtet. Du solltest anders sein. Du müsstest es endlich kapieren. So geht das nicht.
In mir der heimliche Auftrag, die Welt zu korrigieren. Menschen zu erziehen. Situationen zurechtzurücken. Als wäre das Leben ein schiefes Bild an der Wand, das nur auf meine Hand wartet. Während ich das glaube, brennt es in mir. Wut. Angst. Abwehr. Und ich nenne das dann Selbstschutz oder Gerechtigkeit.
Und dann packt mich die Frage. Bringt Aufrüstung Frieden? In dem Moment sehe ich mich selbst. Wie ich innerlich rüste. Argumente lade. Urteile schärfe. Verteidigungsanlagen hochfahre. Und begreife mit einem Mal etwas Erschreckendes und zugleich Befreiendes.
In dem Moment, in dem ich mich bereit mache zu kämpfen, bin ich bereits verletzt. Nicht durch den anderen. Durch mich. Niemand greift mich an. Ich greife mich an. Der andere ist nicht der Auslöser. Er ist der Spiegel. Alles, was in mir tobt, tobt nur in mir.
Da spüre ich etwas. Radikal scharf. Wenn ich die Ursache bin, dann bin ich auch die Wahl. Wenn ich das Elend gewählt habe, kann ich es abwählen. Wenn ich Kampf sehe, ist es, weil ich ihn trage. Wenn ich Frieden will, muss ich ihn nicht herstellen. Ich muss ihn sein. Segnen heißt dann nicht nett sein. Es heißt, den Krieg in mir zu beenden. Jetzt.
Und dann wird es still. Ich spüre mich nicht mehr als Verteidiger, sondern als Quelle. Als lebendigen Strom, der nicht beweisen muss, dass er recht hat. Nur fließen. Wo ich so stehe, verliert jeder Konflikt seine Nahrung. Nicht weil ich siegreich bin, sondern weil ich aufgehört habe zu kämpfen.
Du stehst heute vor derselben Wahl. Willst du recht haben oder glücklich sein. Willst du zurückschlagen oder segnen. Von dir geht aus, was diese Welt erfährt.
Bleib bei dir, dort wo kein Krieg je begonnen hat. Lass den Segen durch deine Augen schauen, durch deine Stimme sprechen, durch dein Schweigen wirken. Die Welt wartet nicht auf deine Korrektur. Sie wartet auf dein Erinnern.
Du bist nicht Opfer der Welt, sondern ihre Quelle. Beende den Krieg in dir – und der Segen beginnt zu fließen.
Wo kämpfe ich noch – und was geschieht, wenn ich stattdessen Segen wähle?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Alle offenen Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
4 Kommentare
Wie GOTT mir,so ich dir
Lieber Theophilos
Wenn ich in der Liebe fühle und mit den Augen der Liebe schaue gibt es den Krieg nicht .
Ich kann mich heute nicht sammeln, so viele Gedanken. Das Ego ist laut und zeigt mir so viele schlimme Sachen. In den Nachrichten hören wir das von Gran Montana. So viele junge Menschen verbrannt, so viele Verletzte mit schlimmsten Verbrennungen. So viel Schmerz.
Eigentlich schaue ich kaum noch Nachrichten,aber überall wohin man geht sind die Menschen erschüttert . Es ist so traurig.
Das Ego sagt mir ist doch alles wahr, wo ist da Illusion ?
.
Liebe EVI,
was du beschreibst, ist zutiefst menschlich – und zugleich der exakte Berührungspunkt zwischen Wahrheit und Illusion.
Wenn du sagst: „Wenn ich in der Liebe fühle und mit den Augen der Liebe schaue, gibt es den Krieg nicht“, dann sprichst du aus einem Ort, der klar sieht. Nicht blind. Klar.
Denn Liebe leugnet den Schmerz nicht – sie verwechselt ihn nur nicht mit Wahrheit.
Das Ego meldet sich genau dort am lautesten, wo Bilder, Nachrichten, kollektive Erschütterung auf uns einströmen. Es sagt: „Schau hin. Das ist real. Das ist die Welt. So ist es nun einmal.“
Und ja – auf der Ebene der Bilder, der Körper, der Geschichten ist da unermesslicher Schmerz. Erschütternd. Grausam. Herzzerreißend.
Aber hier liegt der feine, entscheidende Punkt:
Das Ego benutzt den Schmerz, um Trennung zu beweisen.
Die Liebe sieht den Schmerz – ohne ihn zur Wahrheit zu machen.
Illusion heißt nicht: „Es passiert nichts.“
Illusion heißt: „Das, was passiert, definiert nicht, was wir sind.“
Wenn dein Herz weit wird und gleichzeitig traurig, dann bist du nicht im Ego.
Das Ego verengt. Es schreit. Es zwingt zur Ohnmacht.
Liebe hält aus, ohne zu zerbrechen. Sie bleibt still, auch wenn Tränen fließen.
Du musst dich gerade nicht sammeln.
Du musst nichts klären.
Du darfst erschüttert sein – ohne den inneren Frieden zu verlassen.
Der Krieg existiert dort, wo wir glauben, er hätte Macht über unser Sein.
Der Segen beginnt dort, wo wir fühlen, sehen, weinen – und trotzdem nicht kämpfen.
Bleib in der Liebe, EVI.
Nicht als Schutzschild.
Sondern als Wahrheit, die tiefer ist als jedes Bild.
In stiller Verbundenheit
Es tut so gut deine Antwort zu lesen