Hallo DU, DER DU IM SICHTBAREN SUCHST, WAS SICH NUR SPÜREN LÄSST.
Gottes unsichtbares Wesen und ewige Kraft, wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit der Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen.
Röm 1,20
Dieses Wort wird seit Jahrhunderten entschärft. Man hat es in Landschaften gelegt, in Sterne, in Ordnung, in das Staunen über die Welt. So wird es ungefährlich. So darf der Verstand zufrieden nicken und das Herz unberührt bleiben. Doch genau darum geht es hier nicht.
„Gottes unsichtbares Wesen und ewige Kraft werden ersehen.“
Das ist kein Aufruf zum Anschauen. Das ist ein Angriff auf dein Wahrnehmungssystem.
Unsichtbar heißt: nicht fassbar, nicht beweisbar, nicht erklärbar. Und dennoch erkannt. Nicht durch Denken, sondern durch Spüren. Nicht durch Vernunft, sondern durch Zulassen. Genau hier beginnt dein innerer Konflikt. Du lebst, als müsste alles Sinn machen, bevor es wahr sein darf. Du misst, bewertest, sicherst dich ab. Und währenddessen übersiehst du das Einzige, was dich wirklich trägt.
Der Widerstand liegt nicht im Außen. Er liegt in dem Moment, in dem du das, was du fühlst, zurückweist. In dem du der Enge glaubst, aber nicht der Weite. In dem du dem Gedanken mehr Vertrauen schenkst als der stillen Kraft in deinem Körper. Du sagst: „So fühlt sich das Leben eben an.“ Doch tief innen weißt du, dass das nicht stimmt.
Nicht Gott ist verborgen. Du bist es.
Du hast dich von deiner eigenen Wahrnehmung abgewendet.
Die ewige Kraft ist nicht fern, nicht jenseits der Welt, nicht hinter der Schöpfung. Sie ist das, was bleibt, wenn du aufhörst, dich innerlich zu verteidigen. Wenn du den Angriff auf dich selbst beendest. Wenn du den Gedanken loslässt, der sagt, es müsse anders sein, bevor Frieden möglich ist.
In diesem Aufhören geschieht keine Erklärung. Aber alles wird still. Und klar. Und gegenwärtig. Das ist es, was gesehen wird. Nicht mit den Augen. Sondern ohne Widerstand.
Nicht die Schöpfung zeigt Gott – dein Widerstand verdeckt, was du längst spürst.
Wo glaubst du deinen Gedanken mehr als deiner eigenen Wahrnehmung?
Wähle. Wahrheit oder Illusion.
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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
6 Kommentare
Lieber Theophilos
Ich bin irritiert, stimmt die Schöpfungsgeschichte gar nicht?
Ist alles was von Schöpfung Gottes spricht gar nicht wahr?
Gehört alles was wir sehen im irdischen Leben: die Erde, Sonne, Mond und Sterne, die Lebewesen der Illusion?
Oder ist das wirklich alles nur Energie?
Ich habe immer geglaubt Gott ist in allen was er erschaffen hat. So hat man es uns erzählt.
Oder wird hier die Göttliche Energie angeschaut? Und wir verwechseln da was?
Als Mensch bin ich abhängig von der Mutter Erde ,(gute Böden wo Gutes wachsen kann um uns zu ernähren ) ohne Sonne kein Leben, ohne Wasser auch kein Leben, Luft zum Atmen.
Alles Schöpfung!?
Wenn ich den letzten Atem aushauche, brauche ich das alles nicht ,es ist ja irdisch. Ich bin ein Geistwesen das diesen Körper eine zeitlang bewohnt. Und trete hervor als mein „Ich Christusbewusstsein “
Ich bin ein lichtvolles Energiewesen, Christus atmet durch mich und alles Energetische.
Gar nicht so einfach zu verstehen.
Liebe Evi,
deine Irritation ist gesund. Sie zeigt nicht Verwirrung, sondern dass gerade etwas Altes seine Selbstverständlichkeit verliert. Und ja – das ist nicht „einfach“. Es ist ein echtes Kippen.
Lass mich es klar und ruhig entfalten, ohne etwas wegzunehmen, was wahr ist.
Nein, die Schöpfungsgeschichte ist nicht „falsch“.
Aber sie wird oft falsch gelesen.
Der entscheidende Punkt ist dieser:
👉 Die Schöpfung ist real – aber sie ist nicht der Ort, an dem Gott gefunden wird.
Das ist der Unterschied, der hier schmerzt.
Die Erde, die Sonne, das Wasser, der Atem – all das ist real, notwendig, kostbar. Du hast völlig recht: Solange wir hier leben, sind wir davon abhängig. Der Körper braucht Nahrung, Wärme, Luft. Das ist keine Illusion. Das ist Form. Leben in Erscheinung.
Was aber eine Illusion ist, ist die Verwechslung:
dass Gott in diesen Formen lokalisiert werden kann.
Als wäre Gott in der Natur so wie Wasser im Glas.
Wenn du sagst: „Ich habe geglaubt, Gott ist in allem, was er erschaffen hat“, dann ist darin etwas Wahres – aber auch etwas Gefährliches. Denn dann suchst du Gott weiterhin außen, nur feiner, spiritueller, kosmischer.
Der heutige Impuls dreht genau daran.
„Gott ist nicht in der Schöpfung“ heißt nicht:
Die Schöpfung ist schlecht.
Es heißt:
👉 Die Schöpfung zeigt Gott nicht.
Warum?
Weil alles, was du sehen, brauchen, verlieren kannst,
nicht das ist, was du bist.
Und das hast du selbst berührt, als du schreibst:
Wenn der letzte Atem geht, brauchst du das alles nicht mehr.
Genau.
Nicht weil es unwichtig war –
sondern weil es nicht deine Quelle ist.
Du bist kein Körper, der spirituell wird.
Du bist Bewusstsein, das Form bewohnt.
Und jetzt kommt der entscheidende Schnitt:
Gott ist nicht in der Erde, nicht in der Sonne, nicht in der Schöpfung.
Gott ist das Bewusstsein, in dem Erde, Sonne, Körper erscheinen.
Das Unsichtbare Wesen ist nicht Energie im physikalischen Sinn.
Es ist das, was wahrnimmt, dass da Energie ist.
Darum sagt der Impuls:
Nicht Gott ist unsichtbar – dein Widerstand verdeckt, was du längst spürst.
Du spürst es längst.
Nicht als Gedanke.
Nicht als Erklärung.
Sondern als stille Selbstgewissheit jenseits von Erde und Himmel.
Und ja: Das lässt sich nicht „verstehen“.
Es lässt sich nur zulassen.
Du bist auf der richtigen Schwelle.
Nicht zwischen Glauben und Unglauben –
sondern zwischen Vorstellung und Erinnerung.
Und diese Irritation ist kein Fehler.
Sie ist das Zeichen, dass du nicht mehr zufrieden bist mit einem Gott, den man erklären kann.
Das ist kein Verlust.
Das ist Erwachen.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.
-Gott ist beides Wort und Gott und alles geht von ihm aus.
-Aus seinen Bewusstsein hat er alles erschaffen . Als erstes war immer das Wort, dann wirkte er in der Schöpfungs-Form.
Das ist alles was wir sehen ,angreifen ,sogar Fühlen können.
-Das größte seiner Schöpfung ist der Mensch ,als Gefäß in dem das Göttliche inne wohnt mitten im“ Herzraum“
–
-Wir sehen die Schöpfung mit all seiner Form im Aussen und wir leben in dieser Schöpfung mit all seiner Form und Gestalt .
Sie dient und erfreut uns ,solange wir in diesen Körper atmen.
-Die Seele mit den Geist Gottes wohnt in uns Menschen und wir dürfen uns erinnern ,dass wir nie getrennt waren von der Göttlichkeit.
Ich weiss es sind alles Wiederholungen die ich schreibe, aber etwas in mir will das ich Wahrheit erkenne und anschaue.
Danke für die Geduld 🙏❤️
Gott ist natürlich in der Schöpfung, ich muß es nur ganzheitlich sehen. Ein Sonnenaufgang in den Bergen, die Kraft eines Gewitters und die Schönheit einer Blume zeigt mir viel von Gott. Liebe Engagement Phantasie Fülle Weite usw. Und da ich auch Schöpfung bin, gilt das alles eben auch mir. Und an Tagen, wo es nicht so läuft, ist mir Schöpfungserfahrung gleich Gotteserfahrung gleich Selbsterfahrung und ich weiß wieder, wer ich wirklich bin
Lieber Bruder Paidoios,
ich höre sehr genau, woher du sprichst – und ich möchte das nicht wegwischen, sondern präzisieren, weil hier ein feiner, aber entscheidender Punkt liegt.
Ja: Ein Sonnenaufgang kann dich öffnen.
Ja: Ein Gewitter kann dich erinnern.
Ja: Die Schönheit einer Blume kann Liebe, Weite, Fülle berühren.
Aber – und das ist der Kern des heutigen Impulses –
nicht der Sonnenaufgang zeigt Gott, sondern das, was in dir still wird, wenn du ihn erlebst.
Das ist kein Wortspiel. Das ist der Schnitt.
Die Schöpfung ist nicht falsch.
Sie ist nicht das Problem.
Doch sie ist auch nicht die Quelle.
Was du beschreibst, ist eine Resonanzerfahrung:
Die Form bringt etwas in dir zum Klingen.
Aber das, was da schwingt –
das ist nicht die Blume, nicht das Gewitter, nicht der Berg.
Es ist deine Offenheit.
Darum ist der Satz „Gott ist in der Schöpfung“ gefährlich – nicht weil er lieblos ist, sondern weil er die Blickrichtung offen lässt für eine subtile Verschiebung:
Man beginnt wieder außen zu suchen, nur ästhetischer, spiritueller, ganzheitlicher.
Der heutige Impuls sagt etwas Radikaleres:
👉 Die Schöpfung ist nicht der Ort der Gotteserkenntnis. Sie ist höchstens der Spiegel.
Und Spiegel sind nie die Quelle dessen, was sie zeigen.
Du schreibst etwas sehr Entscheidendes:
„Und da ich auch Schöpfung bin, gilt das alles eben auch mir.“
Genau hier kippt es.
Denn wenn du sagst „ich bin Schöpfung“, bleibt immer noch etwas, das erschaffen wurde.
Der Impuls heute geht einen Schritt weiter – und der tut weh:
👉 Du bist nicht Schöpfung. Du bist das, worin Schöpfung erscheint.
Darum brauchst du an den Tagen, „wo es nicht läuft“, keine schöne Natur, kein Gewitter, keine Blume.
Denn das, was du dann wieder spürst, war nie von der Schöpfung abhängig.
Nicht Gotteserfahrung = Schöpfungserfahrung = Selbsterfahrung.
Sondern:
Selbsterfahrung → und die Welt darf auftauchen.
Der Impuls sagt nicht: Schau weniger hin.
Er sagt: Verwechsele nicht den Auslöser mit der Quelle.
Denn Gott ist nicht dort, wo es schön wird.
Gott ist dort, wo du aufhörst, dich innerlich festzuhalten.
Und genau deshalb heißt der Satz heute:
Gott ist nicht in der Schöpfung.
Nicht, um sie zu entwerten –
sondern um dich heimzuholen.
Genau so, Sonnenschein, Blume, Gewitter und jetzt Schnee holen mich heim und zeigen mir, wer ich wirklich bin