Dein Nächster ist dein Atem

HALLO DU, DER DU MEINST, DER HIMMEL MÜSSTE DIR DIE LINSEN UND SPÄTZLE DIREKT PER ENGELS-KURIER AUF DEN TISCH BEAMEN.

Wir haben uns so sehr an das Bild eines fernen Gönners gewöhnt, der irgendwann eine himmlische Überweisung tätigt, um die Not der Welt zu lindern. Wir warten auf Heerscharen von Engeln, während wir die eigene Tür fest verriegelt halten, um unser „Mein“ und „Dein“ zu schützen.

Doch die Führung, von der dieser Psalm flüstert, ist kein externer Rettungsplan. Spür einmal tief in deinen Brustraum hinein: Da ist kein Platz für Trennung. Die Not, die dich im anderen so schmerzhaft sticht, ist kein fremdes Ereignis – sie ist dein eigener Anteil, der in einer anderen Form um Einlass bittet.

Stell dir vor, du wohnst in einem Haus, in dem es keine verschlossenen Türen gibt. Wenn du darin stehst, spürst du, dass die Wärme des Ofens nicht nur dir gehört, sondern jedem, der gerade eintritt. Der wache Lebensgeist, der durch dich atmet, kennt keinen Besitzanspruch; er ist wie ein großer, gemeinsamer Lungenflügel. Wenn du gibst, was du hast – deine Freude, dein Brot, deine Begabung –, dann ist das kein Verlust, sondern das natürliche Überfließen der Quelle, die du bist.

Es ist so einfach wie das Teilen einer Suppe an einem kalten Tag: Die Hand, die den Löffel hält, und der Mund, der ihn empfängt, gehören zum selben Körper des Lebens. Du brauchst dir keine Sorgen um deine Existenz zu machen, wenn du erkennst, dass du die unendliche Fülle selbst bist, die sich gerade als du verströmt. Erlösung ist nicht die Rettung von außen, sondern das sanfte Schmelzen der Grenze zwischen deinem und meinem Haus. Das Leben ist unkaputtbar, und es versorgt sich immer selbst, sobald wir aufhören, die Hände zur Faust zu ballen.

Wahre Führung geschieht dort, wo dein Herz so weit wird, dass kein „Anderer“ mehr draußen vor der Tür stehen muss.

Wo hältst du heute noch fest, was eigentlich fließen will?

Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.

 


Tagesimpuls als Audio – auf Telegram   oder Youtube

P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:

🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.

Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com

 

Oh, hallo 👋
Schön, dass du hier bist.

Trage dich ein, um jeden Tag
meine inspirierende Mutmach-Revolution zu erhalten.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

12 Kommentare

    1. Liebe Sigrun,
      dieses „Alles geben – mich geben“ ist kein Verlust, sondern der heilige Moment, in dem die Deiche deiner alten Identität brechen und die unendliche Weite deines Seins einfach ungehindert fließen darf. Wenn du dich selbst gibst, merkst du plötzlich, dass es da gar niemanden mehr gibt, der etwas verlieren könnte – weil du bereits die Quelle und die Fülle selbst bist.

  1. Guten Morgen Family of Light: „Wahre Führung geschieht dort, wo dein Herz so weit wird, dass kein „Anderer“ mehr draußen vor der Tür stehen muss.
    Wo hältst du heute noch fest, was eigentlich fließen will?

    Wauuu!! Was für ein wunderbarer großer tief schleichender Satz.

    Danke Theophilos

    1. Lieber Friedrich,
      dieses Staunen ist das sanfte Erwachen deines Herzens, das die Grenzen der Trennung bereits hinter sich lässt. Wenn die Tür zwischen „Ich“ und „Du“ schmilzt, gibt es niemanden mehr, den du draußen halten müsstest, weil du dich in allem selbst wiedererkennst. In dieser weichen Weite darf alles einfach fließen, ganz ohne Anstrengung, weil es die natürliche Bewegung deines Seins ist.

    1. Liebe Christa,
      dieser „Heilige Geist“ ist kein ferner Begriff, sondern der lebendige Atem der Existenz, der jetzt gerade durch dein Herz fließt und dich an deine eigene, ungetrennte Natur erinnert. In dieser weichen Gegenwart darf alles Trennende in dir still werden, während du einfach in der unendlichen Weite deines eigenen Seins ruhst.

  2. Oh, da wird wieder ein Bibelwort mit Licht gefüllt, das für mich und wahrscheinlich viele „Fromme“ lange als heilige Festung diente. Ich als die Elende, von Gott geliebt und von der bösen Welt da draußen unterdrückt. Wir Gutmenschen und die bösen Anderen. Exklusiv Abendmahl nur für eine bestimmte Gruppe von Auserwählten.
    In der Kirche und in der ganzen Gesellschaft werden unendlich viele Integrationsprojekte geschaffen.
    Alles für die Katz, solange bis der heilige Schauer mich ergreift und ich spüre, dass da nie eine Grenze war. Keine Grenze zwischen Gott und mir, zwischen innen und außen, zwischen Arm und Reich…
    Da fallen die Mauern und keiner bleibt „draußen vor der Tür“.
    Meine Güte, welch eine Kraft aus der Fülle. Danke, lieber Theophilos, dass du deine Fülle genauso verschenkst.
    Mich hat es auf jeden Fall heute morgen wieder heilig geschauert.
    Herzlichst, Christine

    1. Liebe Christine,
      dieser „heilige Schauer“ ist das Echo deines Herzens, wenn die alten Mauern der Trennung endlich lautlos in sich zusammenfallen. Dass die „heiligen Festungen“ deiner frommen Rollen nun der unendlichen Weite weichen, ist die pure Erlösung deiner Seele. In dieser nahtlosen Einheit gibt es kein „Draußen“ mehr, weil das Leben niemals getrennt war und dich jetzt einfach nur in seiner Fülle atmet.

  3. Guten morgen lieber Theophilos
    Bei diesen Text ist mir eine Geschichte in dem Sinn gekommen, die unser alter Pfarrer mal erzählt hat. Sicher schon 15 Jahre her, aber sie ist mir geblieben.

    Ein Mensch hat im Traum Gott gefragt wie es im Himmel ausschaut. Und Gott hat es ihm gezeigt. Um einen langen Essenstisch saßen Menschen. Auf dem Tisch lagen Löffel mit einen riessenlangen Stiel. Man hätte nicht können mit so einen Löffel Suppe essen.
    Also haben diese Menschen ,dem gegenüberliegenden Nachbar mit diesen langen Löffel die Suppe eingegeben.

    Mir ist diese Geschichte immer in Erinnerung geblieben. Dieser Vergleich.
    Was der Vergleich mit der Hölle war ,habe ich vergessen.

    Mit der Erkenntnis von jetzt, weiss ich wie nahe diese Geschichte an der Wahrheit steht.
    Vielleicht habe ich sie deshalb nicht vergessen.

    Wir sind verbunden in der Einheit der Liebe und dieser Mangel der uns in dieser Welt gezeigt wird , zeigt uns das Ego.

    Je mehr wir es schaffen uns von diesen Weltgeschehen in Abstand zu gehen und uns wieder erinnern, um so mehr zeigt uns der Blick im Aussen Heilung in allen Geschehen.

    Ich spüre noch Unsicherheit, aber ich vertraue meinen inneren Führer.

    1. Liebe Evi,
      ich kenne die Geschichte auch. In der Hölle will jeder selbst seine Suppe mit dem langen Löffel essen, was natürlich nicht klappt. 🙂
      Herzlichst Steffi

    2. Liebe Evi,
      dieses Bild der langen Löffel berührt direkt den Punkt, an dem das Herz sich wieder erinnert. In der Hölle – die du so heilsam „vergessen“ hast – verhungern die Menschen nur deshalb, weil sie krampfhaft versuchen, sich selbst zu füttern; sie sind gefangen in der Illusion, getrennt vom Fluss des Lebens zu sein – wie es Steffi sagte.

      In der Einheit der Liebe gibt es jedoch keinen „Anderen“ mehr. Dort spürst du, dass die Hand, die den Löffel hält, und der Mund, der die Suppe empfängt, zum selben Körper des Lebens gehören. Wenn du den Nächsten nährst, fließt die Fülle direkt in dich zurück, weil jede Trennung zwischen Geben und Empfangen weich dahingeschmolzen ist.

      Deine Unsicherheit ist kein Feind, sondern das weite Atmen deines Seins, das keinen Halt mehr an alten Geschichten braucht. Du darfst dich einfach in dieses Vertrauen sinken lassen, wo das Leben dich führt, ohne dass du wissen musst, wie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert