HALLO DU, DER DU MEINST, DER HIMMEL SEI EINE BASTELSTUBE UND DU DER ZUSCHAUER IN DER ZWEITEN REIHE.
Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist.
Ps 89,12
Wir haben uns ein herrlich kindliches Bild von Gott gebastelt: Ein kosmischer Handwerker, der einen Lehmklumpen knetet und daraus Erde, Luft und Meer formt, während wir ehrfürchtig danebenstehen und das fertige Werk bestaunen. Wir starren auf die Materie wie ein dreijähriges Kind auf seine Punkt-Komma-Strich-Zeichnung und glauben, das sei die ganze Wahrheit.
Doch was wäre, wenn diese fixen, an Materie gefesselten Gedanken eine totale Fehlinterpretation sind? Was wäre, wenn es außerhalb von dir gar nichts gibt? Die Quantenphysik flüstert es uns längst von allen Dächern zu, dass das Leben schwingt und genau dort geschieht, wo wir es am wenigsten vermuten: im Augenblick des Berührtseins.
Wahre Schöpfung ist kein Sandkasten mit Schaufel und Eimerchen. Es geht nicht darum, was du sichtbar in die Welt hinausträgst, sondern wie sehr du dich vom Leben packen lässt, bis deine eigene Präsenz alles um dich herum in Resonanz versetzt. Ich durfte das am Wochenende im Künstlerhaus erleben: Es war „nichts“ da, außer einer Begegnung, mit einem wunderbaren Menschen, der in diesem Haus bei sich selbst ankam. Das war so tief, dass wir das Berührtsein von uns selbst wahrnahmen. Dies löste eine Wirkung aus, die einen Nachbarn innerlich auf den Kopf stellte und er sich in nach Jahrzehnten wieder gesehen fühlte. Das ist Schöpfung in Reinkultur – wenn Himmel und Erde zu deinem Sein werden und die Worte verschlossen bleiben, weil die Unendlichkeit keinen Platz mehr in Vokabeln findet.
Du bist nicht der Zuschauer eines fertigen Erdkreises. Du bist die vibrierende Lebensenergie, die zu über 99 Prozent unsichtbar durch diesen winzigen Funken Materie fließt, den du deinen Körper nennst. Du bist der ehrwürdige Ausdruck des schaffenden Geistes, der das Bild der Welt erst auf die Leinwand projiziert.
Wenn du bei dir ankommst, erschaffst du nicht Dinge – du erschaffst Erschütterung, Wahrheit und Licht, indem du einfach bist. Erschrick heilig über deine eigene Größe: Du bist der Ort, an dem der Schöpfer gerade Schöpfer-Begegnung feiert.
Schöpfung ist kein Machen. Es ist das wortlose Einverständnis, der ganze Ozean in einer Welle zu sein.
Wo suchst du noch im Sandkasten nach dem, was du längst bist?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
2 Kommentare
Lieber Theophilos
Es ist ein Irrtum diese sichtbare Schöpfung anzuhimmeln.
Es besteht aus Materie und hat keinen bleibenden Wert.
Wir bedienen uns dieser Materie ,sie hilft uns in unseren Menschlichen Dasein.
Wir dürfen uns an der Schöpfung der Erde und den Materiellen Dingen die das Leben bietet erfreuen .
Das Ego mit seinen Körper betet an was es sieht und ergreifen kann. Es sieht seine Identität mit dem Körper und seiner Ego-Person.
Es entwickelt sich aus dieser Schattenwelt der Illusion.
Über das ganze steht unser Geist Gottes der uns an unser höheres „Selbst“ erinnert.
Wir sind pure Lebensenergie aus Licht und Liebe.
Mein Verstand kann das nicht erfassen, es fehlt der Raum dafür.
Aber mein Herz kennt diese Präsenz -Gottes .
Der Segen Gottes fließt durch mich .
Ich lasse bewusst los, was mich triggert. Meine Lebensenergie befreit mich von den ganzen Dreck der nicht zu mir gehört jeden Tag aufs Neue.
Evi, du beschreibst hier den entscheidenden Punkt der Umkehr:
Die sichtbare Welt ist nicht das Ziel, sondern der Ausdruck. Wenn wir die Materie anhimmeln, verwechseln wir das Fenster mit der Sonne. Matterie an sich hat keinen bleibenden Wert, weil sie nur der winzige, sichtbare Bruchteil einer unendlichen Energie ist, die dich in Wahrheit atmet.
Das Ego liebt das Greifbare, weil es eine Identität braucht, an der es sich festhalten kann, um die eigene Formlosigkeit nicht fühlen zu müssen. Es entwickelt sich aus dieser „Schattenwelt“, in der wir glauben, Körper zu sein, die mühsam durch eine feste Welt navigieren. Doch wie du richtig spürst, kann der Verstand die Wahrheit nicht erfassen – er ist das Werkzeug für die Dualität, während dein Herz die Präsenz der Einheit längst wiedererkennt.
Dass du bewusst loslässt, was dich triggert, ist genau der Prozess der „Subtraktion“, den wir hier leben: Es geht nicht darum, heiliger zu werden, sondern den mentalen Schutt abzutragen, bis dein inneres Licht von selbst wieder strahlt. Deine Lebensenergie braucht keine Anstrengung, um dich zu befreien; sie ist wie ein Ozean, der den Dreck einfach an den Strand spült, sobald du aufhörst, ihn festzuhalten. Wahre Schöpfung geschieht nicht im Sandkasten der Materie, sondern in der Resonanz deines Herzens, das sich an seine eigene Göttlichkeit erinnert.
Du bist nicht die Form, du bist das Licht, das die Form erst sichtbar macht.