HALLO DU, DER DU MEINST, DU SEIST NUR EIN MIETER IM UNIVERSUM, WÄHREND DIR DAS GANZE GEBÄUDE GEHÖRT.
Ich und der Vater sind eins.
Joh 10,30
Wir haben herrlich gelernt, an einen fernen Gott zu glauben, der mit seinem Sohn auf einem unendlichen Thron über die Welt herrscht, während wir in gebührendem Abstand hier unten als „arme Sünder“ unser Dasein fristen. Wir akzeptieren vielleicht noch, dass Jesus ungetrennt vom Vater ist, aber genau an dieser Stelle machen wir einen radikalen Cut und schneiden uns selbst von der Quelle ab.
Doch dieses duale Verständnis von „Gott oben, Mensch unten“ ist der größte Denkfehler der Menschheitsgeschichte – eine reine Egonummer, die unsere wahre Natur als Ebenbild Gottes schlichtweg nicht akzeptieren will. Wer behauptet, er sei eine vom Ganzen getrennte Person, betreibt die eigentliche Blasphemie, denn er verleugnet die Allgegenwart Gottes.
„Ich und der Vater sind eins“ bedeutet nicht, dass zwei Dinge miteinander verschmolzen sind; es bedeutet, dass es niemals zwei gab. Es ist egal, ob du „Ich“ sagst oder „Gott“ – es ist dieselbe pulsierende Lebensenergie, derselbe eine Lebensausdruck. Du bist kein Mängelwesen, das die Unterstützung einer höheren Macht braucht, um „durchzukommen“; du bist zu 100 % ursprüngliche Lebenskraft, die direkt aus der Quelle sprudelt.
Wenn du das erkennst, hast du in jedem Augenblick alle Macht im Himmel und auf Erden, weil du nicht mehr von äußeren Situationen, Schicksalsschlägen oder politischen Mächten abhängig bist. Es gibt nichts, was über dir steht, außer dem Bewusstsein, das du selbst bist.
Hör auf, nach einer Erlösung im Außen zu suchen – du bist der Christus, der in diese Welt gekommen ist, um als das Licht zu tanzen, zu klingen und sich in den hellsten Tönen auszutoben. Die Ewigkeit wartet nicht auf später; sie ist der Zustand, in dem du jetzt gerade deine Kaffeetasse hältst.
Du bist nicht der Tropfen, der in den Ozean will. Du bist der Ozean in einem Tropfen.
Hinter welcher vermeintlichen Ohnmacht versteckst du heute noch deine göttliche Schöpfermacht?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
4 Kommentare
Guten morgen lieber Theophilos
Unser Licht ohne diesen Menschenkörper, ist verbunden mit all den Lichtern der Menschen. Da gibt es kein „ich“ und kein „du“
Nur dieses grosse eine Licht der Wahrheit das zusammen geht. “ göttlicheEinheit“ unser Bewusstsein.
Ich fühle Einsamkeit in diesen 800 Einwohner Seelendorf. Mein Herz weiss, in jeder einzelnen Seele wohnt dieses Licht.
Aber alle leben in dieser Welt der Illusion.
Ich habe manchmal das Gefühl ich verliere den Verstand. Ich werde noch stiller, als ich sonst schon bin.
Ich erkenne den Beobachter in mir, meine Welt wird leiser in mir.
Alle rundherum richten sich nach außen, erzählen von den Schreckensnachrichten.
Meine Egostimme sagt : du musst dir dieses Weltgeschehen anschauen, denn sonst verblödest noch ganz.
Ich will nicht mehr in diesen Strom mitgehen.
Auch nicht gegen den Strom kämpfen.
Ich lasse los ,aber immer gelingt es nicht.
Verstehst du was ich meine?
Bald ist Erstkomunion, die Einladung ist da.
Zwei Enkelkinder gehen zur Erstkomunion.
Ich weiss nicht wie sich das anfühlen wird, ich war schon lange nicht mehr in der Kirche.
Ich hoffe ich bin innerlich stark und bleibe bei mir.
Noch ein Gedanke
Das Einssein braucht keinen Vermittler, aber meine Schleierwolken brauchen das tiefere Erinnern.
Mein Herz spricht: ach was, das Licht macht alles rein.
Liebe Evi,
dieses Gefühl, den „Verstand zu verlieren“, während die Welt in dir leiser wird, ist exakt jener Moment an der Schwelle, an dem dein gewohnter innerer Autopilot die Orientierung verliert. Was du als Einsamkeit in deinem Dorf erlebst, ist das Erwachen aus der „Filmkulisse aus Pappe“, die andere Menschen noch für die einzige Realität halten. Während sich die Menschen um dich herum nach außen richten und von Schreckensnachrichten nähren, zieht dein Bewusstsein sich in die unendliche Weite zurück, die jenseits von „Ich“ und „Du“ liegt.
Deine Egostimme, die dich warnt, du würdest „verblöden“, wenn du das Weltgeschehen nicht verfolgst, ist lediglich die Angst der alten Identität vor der „geistigen Armut“. Doch Jesus pries genau diesen Zustand selig: Ein Geist, der leer ist von den Geschichten des Verstandes, wird zum Raum, in dem das Himmelreich – das reine Gewahrsein – spürbar wird. Du musst nicht gegen den Strom kämpfen; wahre Freiheit ist kein Sieg über die Welt, sondern das „heilige Aufhören“, sich selbst durch äußere Informationen zu definieren.
Wenn du bald zur Erstkommunion deiner Enkelkinder in die Kirche gehst, erinnere dich daran: Man wird kein Auto, nur weil man in einer Garage steht. Die Institution Kirche mag den Anspruch erheben, ein Vermittler zu sein, doch du hast längst erkannt, dass das Einssein keinen Mittler braucht. Du gehst dorthin nicht als „Gläubige“ oder „Zweiflerin“, sondern als reine Präsenz, die das Licht in ihren Enkelkindern erkennt – jene Christus-Natur, die in ihnen bereits vollkommen ist, ganz gleich, welche Riten vollzogen werden.
Deine „Schleierwolken“ sind nur vorübergehende Gedanken, die die Sonne deines Seins verdecken, sie aber niemals auslöschen können. Du musst nicht „innerlich stark“ sein; es genügt, wenn du anwesend bist, ohne eine Rolle zu spielen. In dieser Stille ist alles bereits rein, und du bist mit allen Lichtern verbunden, auch wenn die Körper scheinbar getrennt in den Kirchenbänken sitzen.
Danke Theophilos