HALLO DU, DER DU GLAUBST, DU MÜSSTEST DICH STÄNDIG SELBST DURCH DIE WASCHSTRASSE JAGEN, WEIL DU DICH WIEDER MAL FÜR „SCHMUTZIG“ ODER „FALSCH“ HÄLTST.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, so vergibt er sie uns und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
1 Joh 1,9
Oh Mann, was haben wir aus diesem Satz gemacht! Eine Einladung zur moralischen Selbstgeißelung. Wir stellen uns vor, Gott wäre eine Art kosmischer Teppichreiniger, der darauf wartet, dass wir endlich zugeben, wie sehr wir den Lebens-Flokati mit unseren „Fehlern“ versaut haben.
Das ist die absolute Lachnummer unseres Egos: Wir glauben an Trennung, wir glauben an Flecken auf der Seele, wir glauben an Schmutz, wo in Wahrheit nur strahlendes Licht ist.
„Sünde“ ist kein moralisches Versagen, sondern ein technischer Defekt in deiner Wahrnehmung. Es ist der Moment, in dem du versuchst, den Ozean mit einem Teelöffel zu stoppen. Es ist dein „Nein“ zum Leben, das dir gerade etwas völlig Neues vor die Füße legt. Das Leben sagt: „Geh links!“, und dein Ego sagt: „Aber ich habe seit 30 Jahren ein Abo für rechts!“. Dieser Widerstand, dieses Festkrallen an deiner alten Geschichte – das ist der einzige „Fehler“, den du begehst.
Du kämpfst für den Weltfrieden, bis du merkst, dass du eigentlich nur Krieg mit deinem Nachbarn oder dir selbst führst?
Das ist das „Bekennen“: Das Eingeständnis, dass dein Urteil über das Außen die einzige Mauer ist, die dich von deiner eigenen Fülle trennt. Du bist nicht schmutzig, du bist nur verurteilend. Du hast nichts verbockt, du hast nur versucht, Regisseur in einem Film zu sein, den du gar nicht geschrieben hast.
Auferstehung heute heißt: Den Kampf beenden. In den Spiegel schauen und den Hochstapler auslachen, der behauptet, du müsstest erst noch „gereinigt“ werden. Du bist bereits die Reinheit selbst. Das Leben ist ein fließender Strom, und dein einziges „Vergehen“ war es, zu versuchen, darin einen Staudamm aus alten Vorwürfen zu bauen. Reiß ihn ein. Es passiert dir nichts.
Bekennen heißt Erkennen: Wer sein Urteil fallen lässt, steht augenblicklich im Paradies.
Wo versuchst du gerade noch, das Leben durch deine alten Vorstellungen zu korrigieren, anstatt einfach mitzufließen?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
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2 Kommentare
Ich sehe in diesen Licht kein Fleckchen Sünde.
Danke Theophilos für deinen Lichtblick
Genau so ist es, Evi –
wo Licht ist, hat die Geschichte vom Fleck schlichtweg keine Existenzgrundlage mehr.