HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS DU DICH ERST ZU TODE SCHUFTEN MUSST, BEVOR DU EIN RECHT AUF DASEIN HAST.
Seht die Lilien, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Und Salomo in all seiner Herrlichkeit ist nicht gekleidet, wie eine von ihnen.
Luk 12,27
Wieso glauben wir eigentlich, dass wir uns für irgendetwas anstrengen müssen? Wer hat uns diesen Floh ins Ohr gesetzt, dass wir das Leben „hart erarbeiten“ müssen? Von klein auf werden wir auf Optimierung getrimmt: Lerne fleißig, entwickle dich weiter, schaff dir Wissen drauf, damit du einen Job kriegst, damit du ein Haus baust, damit du eine Existenz gründest – um dann, irgendwann kurz vor dem Grab, endlich „jemand“ zu sein.
Das ist der bescheuertste Wahnsinn, den man sich vorstellen kann!
Dein Ego ist ein schlechter Buchhalter, der keine Ahnung vom Leben hat. Das Leben selbst lächelt dich an und zwinkert dir zu: „Wow, wie schön bist du!“ Du bist nicht das Projekt einer ewigen Baustelle, sondern der Traum einer unendlichen Erfüllung. Du bist wie ein galoppierendes Pferd, das vor purer Freude über die Koppel springt. Wer bist du eigentlich, dass du glaubst, dem Leben Nachhilfe erteilen zu müssen? Ist es nicht pure Arroganz, zu sagen: „Da muss noch mehr rein, so wie es jetzt ist, reicht es nicht“?
Deine Anstrengung, dein Streben, dein ständiger Kampf – das ist die Autobahn direkt in dein Burnout, in deine Depression. Wir sind total bescheuert, wenn wir glauben, wir müssten der Perfektion des Seins noch etwas hinzufügen. Jede Anstrengung ist in Wahrheit nur eine Ablenkung von deiner eigenen Herrlichkeit. Du bist eine blühende Lilie! Die spinnt nicht, die rackert nicht, die ist einfach.
Halt inne. Sei still. Pack dein Leben aus wie ein Ferrero Küsschen. Nicht runterschlingen, sondern zelebrieren! Riech den Duft, spür die erste Berührung auf der Zunge, lass die Süße schmelzen und knack die Nuss mit einem Lächeln. Das ist ein heiliger Moment.
Wir müssen nicht mehr erreichen, wir müssen endlich anfangen, die Schätze auszupacken, die längst da sind. Lass los. Genieß dich. Du bist bereits in Samt und Seide gehüllt, ohne einen Finger gerührt zu haben.
Anstrengung ist der Versuch, das Perfekte zu verbessern. Wer kämpft, hat vergessen, dass er eine Lilie ist.
Wo versuchst du gerade noch, dem Leben „Nachhilfe“ zu geben, anstatt einfach die Nuss zu knacken?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
2 Kommentare
Guten morgen lieber Theophilos
Dieses Leben was wir im inneren sind auszupacken, Schicht für Schicht anzuschauen, ist oft schwer.
In der letzten Zeit habe ich so manche Reibpunkte mit meinen Mann.
Auch heute morgen musste ich mir so manche Aussagen von ihm anhören.
Da fällt es mir schwer in mein Herz zu kommen.
Und doch ,ich weiß das ist nur das Ego wo mich niedrig schwingen sehen möchte.
Ich bin dieses Ferrero Küsschen wo Schicht für Schicht ablösen möchte um in meinen tiefsten Kern zu kommen.
Liebe Evi,
da ist der Reibepunkt am Frühstückstisch – und da ist der Kern in dir, der unantastbar bleibt.
Dass es sich manchmal ‚schwer‘ anfühlt, das eigene Sein auszupacken, liegt nur daran, dass wir so sehr an das harte Papier der Gewohnheit glauben. Die verletzenden Aussagen deines Mannes sind wie die zerknitterte Alufolie: Sie macht Lärm, sie wirkt uneben, aber sie verändert den Geschmack der Praline darunter kein bisschen.
Wenn es schwerfällt, ins Herz zu kommen, dann versuche nicht, die Situation zu ‚reparieren‘. Schau einfach nur zu, wie das Ego die Folie rascheln lässt. Du musst nicht gegen die Aussagen kämpfen – du darfst dich daran erinnern, dass die Süße deines Kerns längst da ist, ganz egal, wie laut es im Außen knistert. Du bist die Kostbarkeit, nicht der Konflikt.