HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS DU EINFACH NUR „STILL“ BIST, WÄHREND DU IN WAHRHEIT LÄNGST EINGEFROREN BIST.
Da sie den Gelähmten wegen der Menge nicht zu Jesus bringen konnten, deckten sie das Dach auf und ließen sein Bett vor ihm herunter.
Mark 2,4
Was für ein Krimi! Da decken Leute ein Dach ab, reißen Ziegel raus und lassen einen Kranken mitten durch die Decke schweben, nur um an die Heilung heranzukommen. Das ist kein netter Sonntagsausflug zum Arzt – das ist pure, rohe, „eisenharte“ Lebensenergie!
Diese Menschen haben keine Lust mehr auf Ausreden, keine Lust mehr auf die Menge, die den Weg versperrt. Sie wollen die Begegnung, und zwar jetzt.
Aber lass uns den Kitsch beiseitelegen: Es geht hier nicht um einen Wunderheiler von damals. Die Christusbegegnung findet heute in dir statt – oder sie findet gar nicht statt. Und die Lähmung, von der wir hier reden, ist viel schlimmer als ein steifes Bein. Du bist gelähmt, wenn du tagein, tagaus deine Pflichten erfüllst, ohne dass dein Geist jemals in Schwingung gerät. Du bist gelähmt, wenn du in deiner Lethargie liegen bleibst und deine Zweifel pflegst wie ein Haustier. „Bei mir geht halt nicht mehr“, „Ich bin eben ein eher zurückhaltender Typ“ – Bullshit! Das sind keine Charaktereigenschaften, das sind deine Fesseln.
Was hält dich heute zurück? Wo bleibst du liegen, wo du eigentlich aufstehen und brüllen müsstest? Wo passt du dich der grauen Menge an, anstatt das Dach deiner eigenen Begrenzungen einzureißen? Wir pflegen unsere Schwachheit, anstatt die Leidenschaft des Lebens zuzulassen. Jesus ging es nie nur um einen funktionierenden Körper, sondern um einen geheilten Geist. Ein Geist, der weiß, dass er unbesiegbar ist, lässt den Körper gar nicht erst im Matsch liegen.
Hör auf, ein stiller Genießer deines eigenen Elends zu sein. Reiß die Klischees ein! Durchbrich die Normen! Wo ist dein Glaube, der groß genug ist, um deine Ängste einfach wegzusprengen?
Heute ist der Tag, an dem du aufhören darfst, darauf zu warten, dass dich jemand durch die Tür trägt. Wenn die Tür zu ist, geh durch das verdammte Dach! Werde sichtbar, werde laut, werde lebendig. Die Lähmung endet genau in dem Moment, in dem deine Sehnsucht größer wird als deine Angst vor der Sachbeschädigung an deinem alten Leben.
Lähmung ist die Entscheidung, unauffällig zu bleiben. Heilung ist die Frechheit, sich den Weg zum Kern mit Entschlossenheit freizumachen.
An welcher Stelle in deinem Leben ist es heute Zeit, das „Dach“ abzudecken, anstatt brav in der Schlange zu warten?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
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2 Kommentare
Wenn Vorstellung zur Wahrheit wird.
Liebe Evi,
da ist der Moment, in dem die Einbildung zerbricht – und da ist die nackte Wahrheit, die dich aufstehen lässt.
Genauso ist es: Wir halten unsere Vorstellungen von Begrenzung, von „das kann ich nicht“ oder „so bin ich eben“, für die absolute Wahrheit. Wir bauen uns ein Dach aus diesen Gedanken und wundern uns, warum es darunter so dunkel und eng ist.
Aber wenn die Sehnsucht nach dem Leben so groß wird, dass du dieses Dach aus Vorstellungen einfach einreißt, stellst du fest: Die Weite war immer schon da. Die Heilung ist nicht etwas, das von außen kommt, sondern die Freiheit, die eintritt, wenn du deine eigenen Lügen über deine Schwachheit nicht mehr glaubst. Wer das Dach seiner Vorstellungen abreißt, steht plötzlich im Licht der Wirklichkeit.