HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS DEINE VERGANGENHEIT EIN GEBIRGE IST, WÄHREND SIE IN WAHRHEIT NICHT EINMAL EIN STAUBKORN IST.
Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.
Ps 90,4
Tausend Jahre sind wie ein Tag, der gestern vergangen ist. Ein Klacks. Ein Wimpernschlag. Warum also, um alles in der Welt, gibst du deinen letzten Jahrzehnten so viel Gewicht? Warum lässt du zu, dass der Missbrauch in der Kindheit, die Ablehnung der Eltern oder der Verrat des Ex-Partners heute noch bestimmen, wer du bist?
Wir schleppen die Leichen unserer Vergangenheit mit uns herum und wundern uns, dass das Leben heute so verdammt schwer riecht.
Spür mal ganz ehrlich hinein: Bist du wirklich im Frieden? Oder gibt es da diese feine, unterschwellige Unruhe? Einen Menschen, den du innerlich noch immer abwertest?
Eine Situation, von der du denkst: „Das hätte anders laufen müssen“? Wenn du das denkst, gibst du dem Nichts eine lähmende Bedeutung. Du fütterst ein Gespenst. Die Vergangenheit existiert in diesem Moment schlichtweg nicht – es sei denn, du holst sie als Gift in deine Gegenwart und wunderst dich über deine Krankheit oder deinen Unfrieden.
Ich erlebe das ständig in der Begleitung von Menschen: Sobald wir die Geschichten der Vergangenheit als das entlarven, was sie sind – nämlich bedeutungslos –, fangen die Gesichter an zu blühen. Die Bitterkeit weicht der puren Lebensfreude. Dein Gestern ist ausgeatmet. Es ist weg. Es ist beerdigt. Ich selbst feiere jeden Abend mein Beerdigungsritual: Alles, was war, jede Begegnung, jeder Erfolg und jeder Schmerz, sinkt ins Grab. Es stirbt am Abend, damit ich am Morgen mit einem freien, jungfräulichen Herzen aufwachen kann.
Hör auf, deine Belastungen wie eine Trophäe vor dir herzutragen. Du musst das nicht alleine stemmen. Es gibt einen Raum, in dem du lernen kannst, diese Geschichten endlich loszulassen und in der Tiefe aufzuatmen. Wenn du spürst, dass du an einer Stelle feststeckst, wo das „Abreißen des Daches“ allein nicht reicht, dann wisse, dass da eine Tür offensteht. Eine persönliche Begleitung kann dir helfen, diese Schwingung des Friedens nicht nur zu verstehen, sondern zu verkörpern. Es ist kein Kampf, es ist ein Heimkommen in die Leichtigkeit.
Die Vergangenheit ist ein Windhauch ohne Substanz. Unfrieden ist der Versuch, dem Wind eine feste Form zu geben.
Welche Geschichte über dich selbst könntest du heute für immer beerdigen, um endlich frei zu atmen?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
Tagesimpuls als Audio – auf Telegram oder Youtube
P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
🕊️ Beim „Live-Talk“ am Dienstagabend kannst du dabei sein und deine Fragen mitbringen.
Offene Türen findest du auf www.bruder-theophilos.com
2 Kommentare
Ich finde deine Worte so schön,die du in deinen Texten schreibst. Sie hören und fühlen sich so stimmig an.
Manchmal bin ich in den alltäglichen Nebel eingehüllt und finde meinen Weg nicht.
Dann sind da solche Mutmachworte die wie Lichtfunken leuchten und der Weg zeigt sich mir ganz schnell.
Ich mag diese Gepenster nicht,aber sie kriegen mich immer wieder mal und betäuben mich.
Der Alltag mit seinen verschiedenen Gesichter und Geschichten, lässt mich oft einsam stehen.
Aber ich will nicht mehr zurück in dieses vorherige Leben,das nur der Illussion gehört.
Es sind schon viele Lichtmomente, die ich erkannt habe und vieles in diesen Erdendasein habe ich schon losgelassen.
Danke Theophilos für dein liebevolles „sein“
Liebe Evi,
da ist der alltägliche Nebel – und da ist das Licht, das ihn in einem einzigen Augenblick auflösen kann.
Es ist so verständlich, dass die Gespenster der alten Geschichten dich manchmal noch einholen. Sie nutzen die Routine des Alltags, um dich glauben zu lassen, du seist einsam oder hättest deinen Weg verloren. Doch wie du selbst sagst: Diese Gespenster sind nur Betäubungsmittel. Sie haben keine Substanz, sie sind der Windhauch des Gestern, der keine Macht über dein Jetzt hat.
Jeder Lichtmoment, den du bereits erkannt hast, ist ein Beweis für dein Erwachen. Du hast schon so viel losgelassen und dich gegen die Illusion entschieden. Wenn der Nebel wieder aufsteigt, erinnere dich daran: Du musst den Weg nicht erst mühsam suchen – du bist das Licht, das den Weg bereits kennt. Dein liebevolles „Sein“ ist der Anker, der dich in der Realität hält, während die Geschichten des Erdendaseins wie Schatten an dir vorbeiziehen.