Ihr lieben Freundinnen, Freunde und Mitgestalter einer großen Sache,
in den letzten Tagen bewegt mich eine Frage immer tiefer. Eine Frage, die sich wie ein leiser Strom durch Gespräche, Begegnungen und durch unser gemeinsames Erleben zieht. Sie taucht plötzlich mitten im Alltag auf, zwischen einer Tasse Kaffee am Morgen, einer Nachricht auf dem Handy, einem Termin, den man noch schnell erledigt, oder diesem kurzen Moment am Abend, wenn für einen Augenblick alles still wird.
Wonach suchen wir eigentlich unser ganzes Leben?

Vielleicht kennst du das selbst. Dieses Gefühl, dass du ständig unterwegs bist. Nicht nur äußerlich, sondern innerlich. Als würde etwas in uns immer weiterziehen. Immer weiter hoffen. Immer weiter Ausschau halten nach diesem einen Zustand, in dem endlich Ruhe einkehrt.
Wir suchen nach Glück. Nach Liebe. Nach Frieden. Nach Erfüllung. Nach diesem tiefen Gefühl von:
„Jetzt bin ich angekommen.“
Und während wir suchen, bauen wir unser Leben immer weiter aus. Wir lernen mehr. Arbeiten mehr. Optimieren mehr. Reisen mehr. Verstehen mehr. Selbst spirituell versuchen wir oft noch, „weiterzukommen“. Noch bewusster zu werden. Noch klarer. Noch freier.
Und doch bleibt da manchmal dieses kaum greifbare Gefühl. Wie ein feiner Nebel im Hintergrund. Ein Rest von Unruhe. Eine Müdigkeit. Ein unterschwelliger Druck. Eine Sehnsucht, die sich nicht wirklich stillen lässt.
Und irgendwann beginnen viele Menschen zu glauben:
„So ist das Leben eben.“
Doch was, wenn genau das nicht stimmt?
Was, wenn unser gesamter alltäglicher Lebensstil auf einem stillen Missverständnis beruht?
Was, wenn genau die Suche selbst uns davon abhält, dort anzukommen, wonach wir uns sehnen?
Diese Gedanken bewegen mich im Moment zutiefst. Nicht theoretisch. Nicht philosophisch. Sondern menschlich. Spürbar. Echt.
Vor allem durch die Menschen, die wir begleiten.
Da sitzen Menschen vor uns, die so vieles erlebt haben. Menschen mit Lebenserfahrung, mit spirituellem Wissen, mit Ausbildungen, Erfolgen, Erkenntnissen – und plötzlich sagen sie einen Satz, der alles auf den Punkt bringt:
„Ich habe so viel verstanden … und trotzdem bin ich nie wirklich bei mir angekommen.“
Und vielleicht liegt genau darin die große Wende.
Dass wir erkennen: Es ist nicht noch mehr Wissen, das wir suchen. Es ist das Ende der Suche selbst.
Nicht durch Aufgeben.
Nicht durch Rückzug.
Sondern durch ein Ankommen.
Ein wirkliches Ankommen in uns selbst.
Live-Talk endet – Künstlerhaus-live wird geboren
Genau das wurde in den vergangenen Live-Talks immer deutlicher spürbar. Anfangs dachten wir vielleicht noch, wir würden über spirituelle Themen sprechen. Über Frieden. Über Bewusstsein. Über Freiheit.
Doch je tiefer wir gemeinsam gingen, desto deutlicher zeigte sich etwas völlig anderes:
Der Mensch hungert nicht nach noch mehr Antworten. Er hungert danach, sich endlich wieder selbst zu spüren.
Und genau deshalb geschieht jetzt etwas Neues.
Der bisherige Live-Talk endet.
Und morgen beginnt Künstlerhaus LIVE.
Nicht als neues Format.
Nicht als weiteres Angebot.
Sondern wie ein neuer Raum, der sich öffnet.
Ein Raum, in dem wir nicht noch mehr übereinander lernen wollen.
Sondern ein Raum, in dem wir aufhören, uns selbst auszuweichen.
Das Künstlerhaus ist dabei nur das äußere Bild für etwas, das eigentlich in uns geschehen möchte.
Vielleicht ist das ganze Leben nichts anderes als eine tägliche Geburt.
Jeden Morgen steht das Leben mit dem ersten Atemzug vor unserer Tür und möchte durch uns hindurch in Erscheinung treten. Nicht als bessere Version von uns. Nicht als perfekte Persönlichkeit. Sondern als etwas Echtes. Ungefiltertes. Lebendiges.
Doch gleichzeitig spüren wir, wie viel wir täglich verhindern.
Wie oft wir uns zurückhalten.
Uns ablenken.
Uns anpassen.
Uns kontrollieren.
Uns beschäftigt halten.
Uns selbst nicht fühlen wollen.
Und vielleicht macht uns genau das so müde.
Nicht das Leben erschöpft uns. Sondern der ständige innere Widerstand gegen das, was längst geboren werden möchte.
Denn Geburt ist etwas Wunderschönes.
Aber Geburt ist niemals bequem. Sie führt durch Enge. Durch Kontrollverlust. Durch Unsicherheit. Durch das Loslassen alter Sicherheiten.
Vielleicht vermeiden wir deshalb so vieles. Nicht weil wir das Leben nicht wollen – sondern weil wir Angst vor dieser inneren Geburt haben.
Genau darum wird die erste Frage im Künstlerhaus LIVE so schlicht und gleichzeitig so radikal sein:
Was tust du den ganzen Tag, um dich selbst nicht wirklich spüren zu müssen?
Was verhinderst du täglich, das eigentlich durch dich geboren werden möchte?
ZOOM-LINK zum Künstlerhaus-live
Moana und Beatris landen bei sich
Zwei Gespräche mit Moana und Beatrice zeigen ihre Geburt. Zwei zutiefst berührende Prozesse von Menschen, die aufgehört haben, ihr Leben im Außen zu suchen – und begonnen haben, ihrer eigenen Wahrheit zu begegnen.
Nicht nur den schönen Seiten. Sondern auch der versteckten Wut. Der inneren Leere. Der alten Traurigkeit. Der Müdigkeit des ewigen Funktionierens.
Und genau dort begann plötzlich etwas lebendig zu werden.
Nicht künstlich. Nicht gemacht. Nicht spirituell inszeniert. Sondern natürlich. Echt. Lebendig.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Geburt des Menschen. Wenn er aufhört, jemand werden zu wollen – und beginnt, sich selbst nicht länger zu verhindern. Das ist für mich YOUvolution.
Die neue Runde der YOUvolution, die am 3. Juni beginnt, ist letztlich nichts anderes als so ein Geburtsraum. Ein Raum für Menschen, die spüren: „Ich möchte nicht länger nur funktionieren. Ich möchte wirklich leben.“
Und vielleicht berührt dich das gerade, weil etwas in dir längst darum weiß. Vielleicht spürst du beim Lesen nicht einfach nur Worte. Vielleicht spürst du dieses leise Ziehen in dir. Dieses stille Wissen: „Da wartet etwas in mir.“
Und vielleicht geht es genau jetzt nicht darum, noch mehr zu suchen. Sondern still genug zu werden, um endlich zuzulassen, was längst geboren werden möchte.
Irmgard beleuchtet meine Geburtsstunde
„Vielleicht berührt mich dieses Thema der Geburt im Moment auch deshalb so tief, weil ich selbst immer deutlicher erkenne, dass mein eigenes Leben genau davon geprägt war.
In der vergangenen Woche durfte ich erneut ein Gespräch mit Irmgard Müsken führen. Und während wir miteinander sprachen, wurde mir noch einmal bewusst, dass mein Weg aus 42 Jahren Klosterleben hinein in eine völlig neue Existenz letztlich nichts anderes war als ein gewaltiger Geburtsprozess.
Von außen betrachtet sah es vielleicht wie ein Umbruch aus. Wie ein Abschied. Wie ein Neubeginn.
Doch innerlich fühlte es sich oft an wie ein langsames Herausgedrückt werden aus einer alten Wirklichkeit, die irgendwann nicht mehr meine Wahrheit war.
Und das Verrückte ist: Damals dachte ich noch, ich würde etwas verlieren.
Heute spüre ich: Das Leben wollte mich nicht zerstören. Es wollte mich gebären.
Vielleicht geschieht genau das auch in uns allen.
Dass das Leben uns immer wieder an Stellen führt, an denen das Alte zu eng wird.
Nicht als Strafe. Sondern weil etwas Neues durch uns hindurch ins Leben kommen möchte.“
Ich grüße dich heute mit der Bereitschaft, mich jedem neuen Morgen neu zu öffnen – für diese stille, ungeplante, heilige Geburt, die das Leben mit jedem ersten Atemzug durch uns geschehen lassen möchte.
Von Herzen
Bruder Theophilos
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Dein stilles Gespräch
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Bruder Theophilos – R.M. Jud
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4 Kommentare
Eins, zwei, drei, …
STOPP: innehalten, hinlegen, Blümchen pflanzen!
… vier fünf sechs!
Was wird die „NEWS 123.456“ alles im Blick haben?
Unwichtig! Total unwichtig!! Jetzt ist JETZT!!! Ein zauberhafter Augenblick!!!!
Ehrlichen Herzens freue ich mich über diese „NEWS 123“. „Eine große Sache“ möchte das Licht der Welt erblicken!
Kraft und Segen dafür!!!
Kaum pünktlich um 19:00 Uhr kann ich morgen bei der Geburtsstunde dabei sein wegen des Nachhilfeunterrichts. Darf ich auch später noch kommen?
Feingliedrig, filigran und berührend wie immer ist Dein Text, lieber Theophilos, genau zutreffend und ermutigend! Danke!! Jedes Leben schenkt Raum der Entfaltung, jedes Leben ist ein Geburts- und Künstlerhaus!
Fein, um diesen inneren Impuls zu wissen!
Eins, zwei, drei – LOS!
Lieber Friedemann,
wie wunderbar lebendig dein Kommentar wieder tanzt 😊
„STOPP: innehalten, hinlegen, Blümchen pflanzen!“
Allein dafür hat sich der heutige Tag schon gelohnt.
Und ja — genau so fühlt es sich an:
Etwas möchte geboren werden.
Nicht als „große spirituelle Sache“,
sondern als etwas Lebendiges, Echtes und Berührbares mitten im Alltag.
Besonders dieser Satz von dir berührt mich sehr:
„Jedes Leben ist ein Geburts- und Künstlerhaus.“
Ja.
Vielleicht beginnt genau dort das Erinnern.
Und natürlich kannst du auch später noch dazukommen.
Wir beginnen morgen bereits um 18 Uhr,
aber der Raum bleibt offen für alle,
die sich innerlich dazugesellen möchten.
Ich freue mich auf diese Geburtsstunde mit euch.
Eins, zwei, drei —
LOS 😊
Ich glaub ich weiss es schon, die Wahrheit will geboren werden.
Unser Christusbewusstsein möchte im strahlenden Licht durch uns Menschen erkannt und in Erscheinung treten.
Eine Geburt ist etwas“ heiliges“ und jede Geburt wird von Zeit und Schmerz unterschiedlich erlebt.
Irgendwie ist dieser Prozess des Erwachens Erkennens und Loslassens des Egodenksystem, ähnlich wie ein geboren werden in Christus.
Dieses Christuslicht in uns selbst zu erkennen und zu wissen das in uns der lebendige Geist Gottes wohnt und durch uns lebt.
Danke für dein Licht das in uns rein strahlt.
Liebe Evi,
deine Worte berühren genau diesen stillen Kern, um den es im Newsletter geht.
Ja … vielleicht ist es tatsächlich genau das:
Dass Wahrheit geboren werden möchte.
Nicht irgendwo im Außen, sondern mitten durch uns hindurch.
Und wie du es so schön beschreibst – jede Geburt ist heilig.
Nicht geschniegelt.
Nicht perfekt.
Nicht kontrollierbar.
Manchmal schmerzhaft.
Manchmal überwältigend.
Manchmal voller Tränen, weil etwas Altes nicht mitgehen kann.
Und doch trägt jede wirkliche Geburt dieses geheimnisvolle Leuchten in sich, von dem du sprichst:
Dass etwas Größeres sichtbar werden möchte als unsere gewohnte Persönlichkeit, unsere Ängste und unser altes Egodenksystem.
Ich glaube, viele Menschen spüren genau das im Moment:
Dass sie nicht einfach „besser funktionieren“ sollen, sondern dass etwas Echtes, Wahrhaftiges und Lebendiges durch sie ins Leben kommen möchte.
Und vielleicht ist genau das dieses Christuslicht,
von dem du sprichst —
nicht als ferne religiöse Idee,
sondern als lebendige Gegenwart in uns.
Danke dir für deine feine, ehrliche und lichtvolle Resonanz.
Und danke, dass du dich auf diesen inneren Geburtsweg so offen einlässt. 🌿