HALLO DU, DER DU GLAUBST, DASS GOTT DEIN PERSÖNLICHER ERFÜLLUNGSGEHILFE FÜR EIN BEQUEMERES LEBEN IST.
Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Jak 5,16
Was hast du über das Gebet gelernt? Dass wir unsere Bitten vor Gott tragen, um die Geschicke zu lenken? Dass wir für die kranke Mutter, den Weltfrieden oder einen netteren Chef beten? Wenn wir ehrlich sind, spüren wir darin die absolute Kraftlosigkeit. Solche Gebete sind oft nur purer Widerstand gegen das, was das Leben uns gerade serviert.
Du betest um Sonne, weil dir der Regen nicht passt. Du flehst um Heilung, weil du den Schmerz nicht aushalten willst. Dieses „Bitten“ ist eine reine Egonummer – ein Auflehnen gegen den Augenblick.
Wir haben gelernt, Gott als ein Gegenüber zu betrachten, den wir von außen in unser Leben rufen, um Verbesserungen zu erzwingen. Was für eine Lachnummer! Es ist die totale Verdrehung der Wahrheit.
Gott ist kein Gegenüber, das von außen eingreift, sondern die Macht in dir. Wahres Gebet ist keine Fürsprache, damit ein „Antrag“ bewilligt wird, sondern das radikale Bereitwerden für die Führung des Lebens – auch wenn sie dich mitten durch das Feuer führt.
Wir dürfen diese Gebete, die nur als Verhinderungsmechanismen für unsere Heilung dienen, getrost auf den Kompost werfen. Ernstliches Gebet bedeutet nicht: „Mach es anders!“, sondern: „Hier bin ich, nimm mich.“ Es ist die Rücknahme all deiner Vorstellungen, wie das Leben gefälligst zu laufen hat. Das Ja zu dem, wie das Leben dich reinigt, korrigiert und befreit. Gebet ist die Bereitschaft, nichts mehr wegzudrücken, sondern stehen zu bleiben und die Verwandlung in dir geschehen zu lassen.
Gebet ist nicht der Versuch, Gott zu ändern, sondern die Bereitschaft, dich vom Leben verändern zu lassen.
Betest du noch um einen Ausweg oder schon um die Kraft, hindurchzugehen?
Spür, wo du dich gerade kleiner machst, als du bist.
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P.S. Vielleicht war dieser Impuls dein innerer Türöffner.
Wenn du magst, öffnen wir gemeinsam weitere:🎧 Im Podcast „Göttlich frei“ spreche ich mit Anja über das, was uns wirklich frei macht.
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3 Kommentare
Diese Mantras,diese Lippenbekenntnisse haben sich wirklich oft leer angefühlt,so als würden diese Gebete nicht gehört werden.
Man verliert sich in diesen Gebeten, weil sie nicht mit dem Herzen erbittet werden und nach Aussen gehen und nicht ins Herz.
Am besten fühlt sich ein persönliches Gottes Gespräch an ganz tief aus dem Herzen.
Inzwischen habe ich wahrgenommen man bittet, als wäre der Herzenswunsch schon erfüllt. Ungewohnt aber erfüllend. In der Göttlichen Ordnung gibt es keinen Mangel, deshalb darf ich dafür danke sagen.
Liebe Evi,
da ist das mechanische Aufsagen leerer Formeln – und da ist das tiefe Aufatmen in einem Herzen, das bereits die Erfüllung spürt.
Du beschreibst den entscheidenden Wendepunkt: den Übergang vom „Bitten um etwas“ zum „Danken für das, was ist“. Wenn wir aus dem Mangel heraus bitten, bestätigen wir eigentlich nur, dass uns etwas fehlt – und genau das erleben wir dann auch. Aber wenn du so bittest, als wäre der Wunsch schon erfüllt, dann trittst du in die göttliche Ordnung ein, in der es keinen Mangel gibt.
Das ist kein psychologischer Trick, sondern das Erkennen der Wahrheit. In dem Moment, in dem du dankst, öffnest du die Schleusen. Ein persönliches Gespräch tief aus dem Herzen braucht keine geschraubten Worte und keine heiligen Mantras. Es ist das schlichte Verweilen in der Gegenwart dessen, der dich schon verstanden hat, bevor du den Mund aufmachst.
Dass sich das für dich „ungewohnt, aber erfüllend“ anfühlt, ist das sicherste Zeichen: Du verlässt die ausgetretenen Pfade der Ego-Religion und betrittst das Neuland des Geistes.
Wow Theophilos ich bin wieder mal gerührt.
Danke vielmals 🙏